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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 3 · p. Seite 210

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 3
Article
Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes
Date
1932-01-01
Page
Seite 210 (sequence 5)
Language
German
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!240•' Vל י ־" : r ־ A• Kaminka Scheidung der beiden Weltepocheh geschehen? Wann wird das Ende der ersten und der Anfang der zweiten sein_2-Da antwortete er: Von Abraham (folgten einander Generationen) bis Isaak, (usque ad Isaac; CM), dann wurden Jakob und Esau geboren. Die Hand Jakobs hielt die Ferse Esaus. Die Ferse, das Ende1, dieser Weltepoche (עולם הזה) ist Esau, die Hand, der Anfang2 der folgenden (ע*לם הבא) ist Jakob. Der Anfang des Menschen ist die Hand, das Ende die Ferse. Forsche nicht weiter, Esra3. Wenn dies ,,die alte Überlieferung“ ist und der gelehrte Jude dem Römer diese eschatologische Erklärung des biblischen Wortes gab (wobei das Neue war, daß er das römische Reich mit der gesamten diesseitigen Welt identifizierte, was den Römer nicht verletzen konnte, und dieser das durch Jakob eingeleitete Reich Gottes gegenüberstellte) so wird die Midrasch-Erzählung vollkommen verständlich und sie setzt die Esra-Vision voraus4. 3. Die hohe Wahrscheinlichkeit einer Entlehnung aus unserem Buche liegt ferner bei zwei Aussprüchen des R. S i m o n b. J o c h a i. Er sagt (b. Sukka 45b, Sanh, 97b): ,,die Auserwählten (בני עליה) sind gering an Zahl“. Im jer. Talmud Berach IX, 2 ist dies ausgedrückt ראיתי בני העולם הבא ומעוטין הן ,,die Menschen, die in die künftige Welt gelangen, sind gering an Zahl“. Damit stimmt wörtlich überein IV Esra 8t Hoc saeculum fecit Altissimus propter multos, futurum autem propter p au c 0 s. Die Annähme einer Anlehnung des Mystikers S. b. J. an Esra wird dadurch noch gestützt, daß auch sein Wort, er könne für die ganze Welt (auch für die Sünder) Freispruch erwirken vor Gottes Gerieht5 mit Esras Gebet 827-36 um Gnade für alle Menschen übereinstimmt : Neque attendas impie agentium studia .... ln hoc enim 1 Finis; syr.: Ferse. 2 Lat. u. aethiop. imtium, syr.: Hand. 2 Aliud noli quaerere. Gunkel bezieht ,,aliud noli“ als mißverstanden von öuoiv &Xko auf das Vorhergehende: zwischen Ferse und Hand nichts weiter,;das überlege, Esra. , : 4 Ein ähnliches Gespräch mit einem ״Hegemon“ in Anlehnung, an Prov 1219, mit dem Hinweis darauf, daß der Wahrheit die Zukunft gehöre, ist im S 0 h a r, Exod. fol. 188 überliefert; der vornehme Heide ,soll infolge dieser' Belehrung'sich zum Judentum bekehrt haben. י ׳־ ־;יכול ׳אבי לפ6יור את:כל •'העולם כולד מן הדין 5

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