Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Zur Jahrhundertfeier der "Gottesdienstlichen Vorträge" von Zunz [Rezension]
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 205 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2829132-2829983-2829987-2837500--51175-2837546- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Zur Jahrhundertfeier der ״Gottesdienstlichen Vorträge“ von Zunz 205 Midrasch, der Vers um Vers auslegt, sondern ein tanchuma- .artiger Midrasch, der einzelne Verse wählt und homiletisch deutet. Für Abschnitt 97 wird nebst Gen. R. noch לשנא אחרינא abgedruckt, so daß eigentlich auch zur Zeit Zunzens seine Auffassung übertrieben war, es gebe keinen דחי רבה. Seither hat Theodor für Gen. 46, 28—48, 14 den eigentlichen Gen, R. entdeckt und ver- ׳öffentlicht, so daß nunmehr der vollständige Bereschith Rabba vorliegt. Zum Schluß würdigt Albeck die bedeutendsten Handschriften und Drucke. Während Theodor die Londoner Handschrift als die wertvollste schätzte, weshalb sowohl er als Albeck sie der Ausgabe zu Grunde legten, rückt nun Albeck den Cod. Vaticanus an erste Stelle, wodurch eigentlich die bisherige Londoner Grundlage erschlittert wird. Dank dem gewissenhaften Varianten Verzeichnis aber kann ja die nötige Berichtigung, das gerechte Verhältnis leicht hergestellt werden. Die yemenitische Handschrift ist ein Abdruck des venetianischen Druckes vom Jahre 1545 unter arabischer Ein- Wirkung. Eingehend untersucht wird auch die editio princeps Constantinopel 1512. Nebst den Handschriften werden auch die bedeutendsten Kommentare gewürdigt מתנות כהונה und יפת הואר. Der hebräische Ausdruck Albecks paßt sich ganz der Würde und Bedeutung des Gegenstandes an. Neologismen fallen nicht oft auf, wenn sie auch hier und da schwer zu vermeiden sind. So heißt es in der Einleitung S. 73: ונקודת הכובד של הוכחחנו ,,Der Schwerpunkt unserer Beweisführung liegt darin usw.“ Durch das ganze Werk zieht sich ein ernster, sachgemäßer, überlieferungstreuer, würdiger rabbinischer Stil. Der Druck der Einleitung ist gefällig, sorgfältig. Druckfehler: 'S. 41, Zeile 10 st. 14 ,43;אקים .1 אקום st. 77;המשיב .1 המושב infra 14 st. '14 ,114,;ישלים .1 ישליט st, יחמור wohl חמור zu lesen; 116, vorletzte Textzeile st. ד־אלך.! אדלך (arabisch); 117,13 st. בייזט ,1 בייויכו (Sultan Bajazet); 117 infra 9 st. קטיזמא .1 קטימה xziafjLa Schöpfung; 120, 23 st. 131; יכול לקיים .1 יכול קיי׳ infra 12 st. ואבלה .1 ואכלה. Bei der eingehenden Untersuchung über die ed. princeps, Constantinopel 1512, beobachtet Albeck, sie begnüge sich nicht damit, eine Handschrift zu wählen und abzudrucken, sondern sie hat den Text ,,gelernt“ und überall von allem, was ihr zur Verfügung stand, das anscheinend Beste gewählt. Auch Theodor und