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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 2 · p. Seite 123

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 2
Article
Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes
Date
1932-01-01
Page
Seite 123 (sequence 3)
Language
German
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Beitr. z. Erklär, d. Esra-Apokalypse uz. Rekonstr. ihres hebr. Urtextes 123 lichkeiten hin weisen, ist das klassische Hebräisch, wie es nur die Autoren der historischen und poetischen Bücher des A. T., nicht aber Schriftsteller der rabbinischen Zeit gebraucht haben. Anderer־ seits läßt sich diese Ursprache nur für einen großen Teil des Buches erweisen. Die Forschung hat sich den Einblick in die Zusammen־ setzung des Buches dadurch verlegt, daß sie die unzweifelhaften Kennzeichen der Hebraizität unterschiedslos auf das ganze Buch bezog und nicht bemerkt hat,'daß einzelne Teile der Sprache wegen nicht auf ein hebräisches Original zurückgehen können und daß dieses formale Kriterium durch den in das 2. und 3. nachchristliche Jahrhundert führenden Inhalt der betreffenden Teile nur bestätigt wird. Violet macht keine Einschränkung bezüglich der hebräischen Originalsprache und verteidigt die Einheitlichkeit des Buches gegenüber Kabisch1 und De Faye2. Charles ist zwar mit Kabisch gegen einen einheitlichen Charakter, aber er spricht doch ganz allgemein vom hebräischen Urtext (S. 549). Er. unterläßt es wohlweislich, uns z. B. bei 113 zu sagen, auf welchen althebräischen Ausdruck Contrariae pennae zurückgeführt werden können. Bei dem Versuch einer Rückübersetzung des ganzen Buches drängten sich mir aber hauptsächlich in den Kapiteln 11—13 zahlreiche Stellen als durchaus unhebräisch auf. Ein Deminutivum wie pennacula gibt es im Hebräischen nicht; es wären mindestens z w e i Worte gewesen (wie Dan S9 ק׳ זעיירא 78 ,קרן מצעירה) und der Übersetzer hätte bei seiner sonstigen sklavischen Treue auch hier zwei Worte gebraucht. Nicht hebräischen Ursprungs sind ebenso 1110, de medietate corporis, 113 sequens (hebräisch hätte es etwa gelautet הבא אחריו und wäre genau so in zwei Worten wiedergegeben), 116 tanto tempore, antequam incipias non apparere, llr< nemo, 123 non comparuerunt (für: verschwinden!), dann 1125 subalares, 128 ut plenissime consoleris animam meam u. a. Damit stimmt auch, daß der in den Kapiteln 3—10 so häufig angewendete und auch in 14 vorkommende Hebraismus eines Partie!ps mit Verbum finitum (excedens excessit cor tuum) in 11—13 fast gar nicht vor־ kommt3. Da eigentlich nur die Adler-Vision 1160—12öl nach den 1 Das vierte Buch Esra, Göttingen 1889. 2 Apocalypses Juives, 1892. 3 Die Form kehrt wieder: 333, 42, 41a (Vulg.), 413, 415, 4lg, 426, 437, 5U, ^3.632 ,614 , 545 י j 63s, 75, 79, 714, 721, 67ל לססל (zweimal), 770, 7127, 8S, 815, 858, 9!,

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