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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1931-01-01 · Heft 6 · p. Seite 406

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
75 (1931)
Issue
Heft 6
Article
Zu den neueren Ausgaben halachischer Midraschim
Date
1931-01-01
Page
Seite 406 (sequence 6)
Language
German
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406 von Zahlen festgestellt, daß in unserer Tosefta zwar sehr viele Baraitot des R. Chija Vorkommen, daß nichtsdestoweniger aber R. Chija nicht der Redaktor der Tosefta sein konnte, weil ein großer Teil seiner uns bekannten Lehren hier vermißt wird. Dasselbe gilt auch von anderen Baraitäsammlungen. Aber selbst die Behauptung Epsteins, daß wir 3 R. Chija-Baraitot in S. Z. begegnen, entspricht nicht dem Sachverhalt. Der erste Beweis betrifft S. Z. 28314. Dort heißt es in bezug auf Chaiia: ולקחתם לכם מלחם הארץ... איזהו לחם החטה והשעורה ובו׳ קמהים־ בצקות ותבואה אסורין בחדש,.., was in jeruschaimi Chaiia 1 57b als תני ר״ח zitiert sei: תני ר׳ חייה כן וכולן שבללן תבואה קמחים ובציקות מצטרפין. Denn im S. Z. stände wie in der Mischna Chaiia 1, (Menachot x7) איזהו לחם החטה והשעורה והכוסמת ושבולת שועל ושיפון הרי אלו חייבין .בחלה ומצטדפין זה עם זה קמחים בצקות ותבואה♦ Jalkut habe aber dies gekürzt, w׳eil es kurz vorher schon aus Sifre den Satz anführte 1ואלו הן הטין . ♦ ♦ ושיפון und dies auch in Mischna Chaiia vorkomme. InBabli Menachot 70b wird zu derselben Mischna ein Zusatz aus der Baraita angeführt: תנא התבואה והקמחים. והבציקות מצטרפין זה עם זה. Dies beziehe sich auf Chaiia, die Amoräer aber, die im Midrasch aus der Schule des R. Eliezer b. Jakob (im S. Z. also) nicht besonders bewandert wären, wüßten nicht, worauf es sich beziehe und erklärten er לענץ חדש, חמץ usw. Soweit Epstein. Man bedenke, die Amoräer führen zur Mischna, die von Chaiia handelt, einen Zusatz an und kamen gar nicht auf die Idee, daß der Zusatz zur Mischna von demselben Gegenstand handelt, wie die Mischna selbst, nämlich von Chaiia! Und weshalb nicht? Weil sie den S. Z. nicht kannten! Reimt sich das? Darf den Amoräern R. Kahana, Josef, Papa und Raba eine solche Oberflächlichkeit zugemutet werden? Nein, die Amoräer konnten die Baraita, wie sie ihnen überliefert wurde und wie sie nach Epstein auch in S. Z. stand, schon deshalb nicht auf Chaiia beziehen, weil Getreide und Mehl nicht chaiiapflichtig ist. Chaiia ist erst vom Teige abzusondern! So erklärt auch, wie ich nachträglich finde, Ramban, Hilchot Chaiia (ed. Romm s. 32) diese steile: ,וקא מפרשי דההיא לאו לחלה תניא דתבואה וקמחין לאו בני חלד» נינהו. Andererseits steht die Mischna selbst, die lehrt, daß die fünf Getreidearten, wenn sie vermengt das vorgeschriebene Quantum erreichen, einen Teig challapflichtig machen, im Widerspruch mit Chaiia IV2, vgl. auch Tosafot Men. z. St. Diesen Widerspruch löst Jeruschaimi in der Weise, daß er einen Unterschied macht zwischen בלול, dem Teige, der aus mehreren Getreidearten (wie ei mir auch mündlich zugab) seine liebgewonneBe Ansicht aufgab und bei jeder Gelegenheit betonte, daß unsere Tosefta nur aus einer Vereinigung verschiedener Sammlungen entstanden ist, vgl. z. B. Hazofe (Budapest, Blau- Festschrift) 1926, S. 326, und MGWJ 1927, S. 12. Dagegen hat die Polemik in der Revue des fÜ.tudes Juives 1926,• S. 293, Anm. 2 nichts zu bedeuten, da ich das, was dort in meinem Namen angegeben wird, nie behauptet habe. Eigenartig sind auch die anderen dort gemachten Angaben. 1 Es ist zu beachten,.daß von מצטרפין in Jalkut auch vorher nicht die Rede war 1

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