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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1931-01-01 · Heft 6 · p. Seite 405

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
75 (1931)
Issue
Heft 6
Article
Zu den neueren Ausgaben halachischer Midraschim
Date
1931-01-01
Page
Seite 405 (sequence 5)
Language
German
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405 5/4 Kab. (für Challa) dem Maß von Sepphoris entspricht ־ (TI שהן של ציפורי), gehe ans dieser Stelle hervor, daß der Redaktor aus Sepphoris wäre (ציפורי p היה). In Sepphoris aber wohnten eine Zeitlang Bar Kappara und im Hause Rabbis (!) (ביתו T על) R. Chija. E i n e. Baraita des Bar Kappara (.תני ב״ק) finde sich zwar in S. Z., eine andere hingegen nicht. Von den Baraitot des R. Chija (תני ר״ח) seien aber drei in unserem Midrasch anzutreffen, was eben für die Redaktion des R. Chija spreche. Zwar werden drei andere R. Chija-Baraitot vergeblich im S. Z. gesucht; doch könnte dieses Fehlen erklärt werden (S. 51 und Anm. 3). Folglich sei R. Chija der Redaktor des S. Z. Es wäre vielleicht nicht nötig, dieser Beweisführung eine umfassende Kritik entgegenzuhalten. Ebenso habe ich es unterlassen, in meinen Untersuchungen die Hypothese Horovitzs von der ,,wahrsoheinlichen" Herkunft des S. Z. aus der Schule des R. El. b. Jakob einer Kritik zu unterziehen, da ich der Meinung war, daß meine Beweisführung eine Auseinandersetzung mit allen Ansichten überflüssig mache. Da aber Epstein davon gar keine Notiz nahm, so will ich nun seine eigenen Ausführungen und zugleich die von Horovitz übernommenen, kritisch prüfen. Zunächst muß gesagt werden, daß die Grundlage, auf der der Beweis für die Redaktion des R. Chija aufgebaut ist, ein Mißverständnis ist. Denn der Ausdrück חמשת רבעים משלנו bedeutet nicht ״von uns in Sepphoris", sondern ״von unserem, jetzt allgemein herrschenden Maßsystem". Das in Sepphoris eingeführte Maßsystem hat später das jerusalemische verdrängt und war allgemein gebräuchlich. Die Mischna Edujot 12 spricht allgemein ומשהגדילו המרות und meint nicht gerade die Stadt Sepphoris. Ebenso ist in Mischna und Tosefta Challa nur von חמשת רבעים die Rede und diese schrieben nicht gerade für die Leute aus Sepphoris. Der Tanna der Baräitä in S. Z. konnte also mit Recht, im Gegensatz zu den vorher erwähnten Maßen, von ,,unserem", d. h. jetzt herrschenden Maß sprechen. Somit ist der Redaktor des S. Z. nicht gerade unter den Bewohnern der Stadt Sepphoris zu suchen, zu denen übrigens R. Chija nicht zu zählen ist, da sein Lehrhaus in Tiberias war. Wie steht es aber mit den Baraitot des R. Chija, die angeblich in S. Z. Vorkommen? Angenommen, daß wirklich 3 Baraitot des R. Chija sich in unserem Midrasch nachweisen ließen und daß dasFehlen der 3 anderen erklärlich; wäre, was würde daraus zu folgern sein? Doch nur, daß der Redaktor neben anderen Baraitot, neben Baraitot des Bar Kappara usw., auch solche des R. Chija aufnahm! In welcher Midrasch-Sammlung ist nicht R. Chija mit seinen Lehren vertreten (s. Untersuchungen S. 115 f.), wenn wir auch dies nicht mehr überall nachweisen können? Ich habe in dieser Monatsschrift1 an Hand 1 1925, S. 317 f. u. 327 f. Ich weiß, daß es trotzdem Gelehrte gibt (und geben ,wird), die sich auch durch Zahlen nicht ״beirren“ lassen und nur die Stimmen zählen: so und so viele alte Autoren waren der Ansicnt, daß R. Chija der Redaktor der fosefta war, dann dürfte es schon stimmen. Um so höher ist es zu bewerten, daß der jüngst verstorbene Tosefta-Forscher A. Schwarz, der noch in seiner Einleitung zu Tos. Baba Kamma (1912) daran festhielt, daß R. Caija Redaktor der Tos. wäre, nach dem Erscheinen meines Aufsatzes

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