Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 75 (1931)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Zu den neueren Ausgaben halachischer Midraschim
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 404 (sequence 4)
- Language
- German
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404 Infolge davon beraubten die Gerechten die Gottlosen ihrer Rüstungen"1. Nach Josephus (Ant. II, 166) ließ Moses die ans Ufer geworfenen Waffen sammeln und rüstete mit ihnen die Hebräer aus. Ebenso findet sich die Ansicht des R. Eleazar Hamodai, Mech. Wajassa 4 (S. 168), daß das Manna jedem den Geschmack seines Leibgerichtes bot2, in der Weisheit Salomos 1620-21 (S. 502): ,,Und sandtest ihnen .v. . das für sie bereitete Brot vom Himmel herab, das jegliche Lust zu bereiten vermochte und eines jeden Geschmack angemessen war. Denn dein Wesen machte deine Süßigkeit gegen deine Kinder darin offenbar, indem es dem Begehren dessen entgegenkam, der es zu sich nahm, und sich umwandelte zu dem, was einer gerade wollte". — Daß nicht nur die Gebeine Josephs, sondern auch die seiner Brüder nach Palästina überführt wurden (Mech. Beschallach, Peticha, S. 80), berichten auch die Testamente der 12 Patriarchen, das Jubiläenbuch und Josephus, wenn auch in veränderter Form, vgl. meinen Kommentar zu Gen. r. S. 12957. Diese Beispiele lassen sich vermehren. Der Dank, den wir dem um die Midraschforschung hochverdienten Horovitz uhd auch Rabin für ihre mühevolle Arbeit schuldig sind, soll durch unsere Kritik nicht beeinträchtigt werden. Ihr Zweck ist vielmehr, den weiteren Bearbeitern des Corpus Tannaiticum als Anregung und Fingerzeig zu dienen. Aus diesem Grunde möchte ich nicht die Bemerkung unterdrücken, daß weder dem Sifre zu Num; noch der Mechilta ein R eg i s t e r beigegeben ist. Und zum Schluß noch ein Wunsch: Mögen die weiteren Ausgaben vor den vielen (z. T. berichtigten) Druckfehlern und Abkürzu n g e n3 bewahrt werden! Ein Fragment des Sifre Zuta zu Paraschat Para aus der Leningrader Staatsbibliothek veröffentlichte J. N. Epstein in seiner Zeitschrift Tarbiz (Jerusalem 1929) I, 1, S. 46 ff. Da Jalkut gerade hier den Sifre ausgiebig, ausgeschrieben hat, so bietet das Original nicht sehr viel Neues4. Epstein schickte aber dem Fragment eine Einleitung voraus, in der er besonders das literarhistorische Problem des Sifre Z. behandelt — und diese soll nun hier besprochen werden. Im Anschluß an Horovitz behauptet Epstein mit Entschiedenheit, daß der S. Z. aus der Schule des R. Elieser ben Jakob herrühre. Er geht aber über Horovitz hinaus, indem er nachzuweisen sucht, daß der letzte Redaktor des S. Z. kein anderer und geringerer als R. Chi ja war. Beweis: S. Z. S. 283 heißt es: שבעת רבעים של מדבריים וקב וחצי ירושלמיים שהן חמשת רבעים משלנו, im Hinblick auf b. Erubin 83b — so argumentiert Epstein —, wo gesagt wird, daß 1 Das bedeutet wohl eaKuXsuoav; Siegfried (bei Kautzsch) übersetzt zu allgemein beraubten. Die beiden Hellenisten haben eine näherliegende Form der Sage. Dem Midrasch war es aber nur darum zu tun, die Verheißung Gottes an Abraham (Gen 1514) in Erfüllung gehen zu lassen, vgl. Berachot 9b. הרוצה לאכול דבר אפוי• היה טועם בד כל אפויים שבעולם ♦ ..2 3 Im AbkürzungsVerzeichnis sind z. B. folgende Abkürzungen nicht anzutreffen: עדרם ש״ח עמוד הסמוך שורה ח׳; דדרכ .=־ דברי הכתוב usw. 4 Es war für mich von Interesse festzustelien, daß die Stelle bei Horovitz Sifre Z. S. 309!, die ich, Untersuchungen S. 10, als nicht zum S. Z. gehörig bezeichnete, tatsächlich im Fragment (S. 66) nicht steht.