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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1931-01-01 · Heft 6 · p. Seite 402

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
75 (1931)
Issue
Heft 6
Article
Zu den neueren Ausgaben halachischer Midraschim
Date
1931-01-01
Page
Seite 402 (sequence 2)
Language
German
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402 handeln gedenkt. Soweit ich festgestellt habe, unterscheiden sich die Handschriften nur wenig von den alten Drucken, nur daß in letzteren manche Deraschot fehlen. Von besonderem Werte wäre es, wenn im kritischen Apparat oder im Kommentare auch die wichtigen Varianten in den Zitaten der außerrabbinischen Literatur verzeichnet wären. So zitiert der Karäer Aharon in seinem Hamibchar zu Ex 2119 aus Mech. Mischpatim (K. 8, S. 2 776) offenbar nur dem Sinne nach: ר' אליעזר אומד הואיל ונתכון לתת בו מום אינו משלם ממון אלא כן ינתץ בו ממש ... בגלוי ובמתכון אף כיוצא בהם אין משלם ממון אבל אם אינו מתכון משלם ממון וכו׳. Daraus folgert er, daß R. Elieser ,,Auge um Auge“ wörtlich faßt. Ebenso werden in Pugio Fidei von Dominikaner Raymundus Martinus mehrere Mechütastellen mit Varianten angeführt; man vergl. zu Mech. S. 127, 131 Pugio S. 731—732, zu Mech. S. 1919-14 Pugio S. 597, wo u. a. die Lesart ist: ואין אלה אלא שבועה שני ויואל שאול את העם *וכן הוא לוקח בכורים"1 ולפיכך הקדים י״י להרוג את משה ... zu Mech. 205le—2063 Pugio 492 usw. Zu der Anordnung im Variantenapparat möchte ich g r u n d - sätzlich, folgendes bemerken: Varianten dürfen nicht mechanisch und zusammenhanglos aneinander gereiht werden. Sie müssen vielmehr zu einem Ganzen geordnet werden, so daß der Leser einen Ueberblick erhält, wie sich die Lesarten zu einander verhalten und wie sie entstanden sind. Ferner muß zu jedem Wort oder Satz des Textes der kritische Apparat Aufschluß darüber geben, wie es um dieses Wort oder um diesen Satz bei den Textzeugen bestellt ist. Es darf dem Leser nicht zugemutet werden, sich selbst aus den zerstreuten Varianten ein Textbild zu formen. Um dies zu erläutern, soll hieran der Hand einer Seite unseres Buches gezeigt werden, wie die Varianten angeordnet werden müssen. Seite 231, Zeile 71: ד״א ככד את אכיף למי שנאמר איש איש כי יקלל אביו ואמו, אין לי אלא איש ... . hierzu lautet der Variantenapparat: (א(= אוקספורד) ז(= והזהיר) ט(= ילקוט) מ(= מדרש חכמים אביך ואת אמך (מ נ׳ [= נופף] למען יאריכון ימיך) ן למה נאמר לפי ן א שהוא אומר ן אזט (בבמקרא) כי (ט ח׳ 1= חפר]) 1 איש איש אשר יקלל את אביו(א נ׳ וגו׳ איש) אין לי 1 כ(= מינכען) אביך למה נאמר לפי שהוא אומר איש איש בי יקלל את אביו ואת אמו. Diese Zeilen wären folgendermaßen zu ordnen: נ׳ ואת ÜS1& [אביך אמך, מ ואת אמך למען יאריבון ימיך ן אזטכט למה נאמר לפי 1 אם שהוא אז כי איש2 ן כי] אזט אשר ן אזטכ את אביו ן ואמו] כ ואת אמו, I אומר •3א וגו׳, זט ח׳ 1 א איש אין 1 In unserem Text: וכתיב ויאמר נממן הואל וקח ככרים; vgl. im Variantenapparat die Lesart . .. וכן הואל, woraus die Kurruption bei Martinus zu erklären ist. Aber auch unser Text bietet eine sachliche Schwierigkeit. 2 Tatsächlich heißt es auch in der Erstausgabe des Jalkut (== fc), die die Herausgeber benutzt haben: כי איש. 3 In Wahrheit ist auch in Wehizhir (= ז) die Lesart wie in איש״ אין לי. י * : א*.

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