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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1931-01-01 · Heft 5 · p. Seite 373

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
75 (1931)
Issue
Heft 5
Article
Inschriftliches aus Jaffa
Date
1931-01-01
Page
Seite 373 (sequence 5)
Language
German
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373 für den letzten Buchstaben vorhanden war1. Jener Buchstabe ist ein D, und ich lese das ganze Wort מאמאום: ,,aus Emmaus." Die ganze Inschrift lautet also: מקום הציעתו שלעזר p יהושוע שלום מאמאוס שלום Ruhestätte des Lazar, Sohnes Jehoschuas Friede2 — aus Emmaus — Friede Anstatt 1מק1ם ך!ציצת würden wir eher 1הצצת sagen. Da aber das Wort aus dem Hifil הציע gebildet wurde, so ist auch diese Form in einer Zeit, da das Hebräische eine Kunstsprache geworden ist, wohl denkbar. Welche Zeit diese war, läßt sich freilich nicht genau feststellen, wohl aber vermuten. Ich denke an die ersten Zeiten des Pijjut in Palästina, etwa das 6. Jahrhundert. In früheren Zeiten hat man die Ruhestätte einfach durch das Wort קבר oder משכב (oder durch beide) bezeichnet3 4. In der spätbyzantinischen Zeit findet man schon die mehr poetische Bezeichnung 4חנית נפשה und hier 5מקום הציצתו. Daß aber Juden im 6. Jahrhundert in Emmaus wohnten, ist eine sicher nicht unbegründete Annahme. Die Stadt wird noch in der letzten Epoche der talmudischen Zeit genannt6. Aus ihrer Synagoge besitzen wir eine hebräisch-griechische Säuleninschrift7; ihr Name erscheint noch in einem der gaonäischen Zeit angehörenden Werke neben dem von Lod8. Es ist überhaupt kein Grund für die Annahme vorhanden, daß die jüdische Bevölkerung der Städte Judäas ihre Wohnsitze nach Abschluß der talmudischen Zeit verlassen hätte. Eine tiefer eingreifende Aenderung in dieser Beziehung brachten erst die Eroberungen des Islams und später die Kreuzzüge. Es sei noch mit Bezug auf die Angabe des Abstammungsortes daran erinnert, daß einer der ersten Pajtanim, R. Elasar Kalir bekanntlich sich als מקרית ספר zeichnet und seinem Namen gern ברבי hinzufügt, ein Titel, der gerade in den Jaffaer Inschriften auch in griechischer Umschrift vorkommt9. In jener Zeit Kalirs und wohl auch in diesen Inschriften durfte dies kein besonderer Ehrentitel mehr gewesen sein (wie in der Mischnazeit), sondern einfach בר רבי oder רבי p bedeutet haben. 1 Es könnte auch sein, daß der Steinmetz seine Vorlage nicht genau nachschrieb, das ם zu schreiben vergaß und es nachträglich einfugen wollte. 2 Auf der Photographie ist zwischen ם und מ deutlich ein Punkt zu erkennen. 3 Vgl. das Register von Gorp. Inscr. S. 94 sub c. 4 PEFQSt 1925 Tafel I und II; Rev. bibl. 1927, 207 ff.;. 405; Marmor stein in Lun cz-Gedenkbuch ירושלם S. 47. 5 Es durfte übrigens die Uebersetzung des auch in Jaffa vorkommenden ava׳jraoat<; sein (s. Gorp. Inscr. S. 43, Nr. 119; ZDPV 1923, 57 aus anderer Umgebung). 6 Vgl. die Angaben in Corp. Inscr. S. 68. 7 Ebd. 66 ff.; ידיעות des jüd.-wissenschaftl. Instituts der Universität Jerusalem Heft II (1926), S. 25 f. Nr. 3. 8 פירוש הגאונים על סדר טהרות ed. Epstein S. 11, Z. 7: יעמואם Var. aus einer Geniza-Handschrift אטאום, also genau so, wie in unserer Inschrift. Vgl. die Anm. Epstein 17; danach ist sein ״Der gaon. Kommentar‘‘ (1915) S. 27 (Z. 1: ‘Emesa) zu berichtigen. 9 Gorp. Inscr. Nr. 112 Bapßaßi, corr. BAPPABI; 113: Bepaßu

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