Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1931-01-01 · Heft 5 · p. Seite 372

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
75 (1931)
Issue
Heft 5
Article
Inschriftliches aus Jaffa
Date
1931-01-01
Page
Seite 372 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2829132-2829975-2829981-2837060--50724-2837156
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

372 (BaßeXsc) genannt. Ein anderer Abbomari und sein Sohn waren aus einem mir unbekannten Taselä (TaaeXarjs TaosXets). Die Alexandrier sind schon oben genannt worden. Zwei Personen waren aus Tarsus; ein Mann aus C h i o s und einer aus Diospolis (vielleicht aus dem palästinischen, nämlich L y d d a)1. Nach alldem wird uns keineswegs überraschen, wenn wir die Bezeichnung der Abstammung eines in Jaffa beerdigten Mannes auch noch in einer hebräischen Inschrift antreffen, deren Sinn zu enträtseln bisher nicht gelingen wollte. Ich meine die Nr. 4 der Pedersenschen Sammlung, welche nach seiner Lesung (S. 9 ff.) lauten soll: 3םק]ום הצרעתי אלעזר בן יהושוע שלום באבותו שלום So richtig die Ergänzung des ersten Wortes ist, so wenig Sinn ergibt die weitere Lesung. Denn es ist doch unmöglich, in Zeile 3 באבותו als בית אבותיו zu lesen und die ganze Zeile mit ,,Friede dem Hause seiner Väter! Friede“ zu übersetzen (S. 9 u. 12). Wie sollte der Steinmetz, der יהושוע so ungewöhnlich plene geschrieben, gerade bei בית אבותיו mit den Buchstaben so sehr gespart haben! Dann ist zu bedenken, daß eine Eulogie, wie die hier vorausgesetzte in der hebräischen Inschriftenkunde völlig unbekannt ist und auch nicht viel Sinn ergibt. Aber auch die Lesung des zweiten Wortes der 1. Zeile ist nicht richtig. Schaut man sich das vom Herausgeber als r gelesene Zeichen in הצרעתי an und vergleicht man dieses Zeichen mit dem wirklichen r am Schlüsse des 1. Wortes der 2. Zeile, so wird man nicht umhin können, den großen Unterschied zwischen diesen beiden Zeichen feststellen zu müssen. Das fragliche Wort ist nicht hasar‘ati ,,aus Sor'a“, sondern הציצתו. Ueber den Sinn des Wortes soll gleich gesprochen werden. Auch das erste Wort in Zeile 2 darf man nicht ohne weiteres in אלעוד ändern, denn Spuren des ש vor dem ל sind deutlich zu erkennen (vgl. Pedersen, S. 11). Vielmehr ist שלצור zu lesen und dies als של לעור zu erklären: ,, des Leser“ ,,des Elieser.“ Die Kurzform לצור ist aus dem paläst. Talmud sehr wohl bekannt, und das של mit dem dazu gehörenden Worte zusammen geschrieben wurde, zeigt Nr. 2 Ende von Zeile 1: שלרב. Nun zu Zeile 3, wo das schwierige Wort, das באבותו gelesen wurde! Der Buchstabe D kommt zum Glück in Zeile 2 (p) vor und hat eine ganz andere Form als die vermeintlichen b Buchstaben in Zeile 3. Diese aber weisen ganz die gleichen Formen auf, wie jener Buchstabe in Nr. 2, Zeile 3, das wir als D festgestellt haben. Wird nun anstatt b richtig m in unserer Inschrift gelesen, so erhält man die Buchstabengruppe: מאסאו. Dem Schluß —ו folgte, wie es klar zu merken ist, noch ein kleines kreisförmiges Zeichen, ihm sehr eng angeschlossen, da infolge des letzten (aber zeitlich vielleicht vor מאמאו geschriebenen) שלום kein genügender Platz 1 Vgl. zu all diesen das Register im Corp. Inscr. S. 92.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.