Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1931-01-01 · Heft 5 · p. Seite 371

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
75 (1931)
Issue
Heft 5
Article
Inschriftliches aus Jaffa
Date
1931-01-01
Page
Seite 371 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2829132-2829975-2829981-2837060--50723-2837155
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

371 Daß es dem wirklich so ist, zeigt deutlich die neue Inschrift Nr. 5, welche nach der Photographie so zu lesen ist: חנניה1 2 בך רבי ♦ ♦ . ר3 4 שמך 44*♦♦ דדיה ♦ ♦ ום Die an der rechten Seite abgebrochene Inschrift ist ohne Schwierigkeit zu ergänzen: חנניה בן רבי נילעחר שמן [אלכםנ]דריד. נשל]ום In Zeile 3 könnte statt לעור auch אלעור gestanden haben, umsomehr als am Beginn der folgenden Zeile, wie einer meiner Schüler, Herr Choter, richtig ergänzt, אלכסנ]דריה] zu lesen ist. Man sieht, die Schreibfläche der einzelnen Zeilen war nicht die Gleiche. Die ganze Inschrift hat ursprünglich diese Form dargeboten: Es verdient vermerkt zu werden, daß Alexandriner auf noch drei griechischen Grabinschriften in Jaffa erscheinen; vgl. meine In- Schriftensammlung Nr. 135: Justus, Rüben, Alexandrier, Trödler; Nr. 141: Kyrillos und Alexander aus Alexandrien (zum Schluß hebräischשלום ׳); in einer von CI. Ganneau, Arch. Res. in Pal. II (1896), S. 133, Nr. 1 veröffentlichten Inschrift: Ezekia, Sohn Isaks aus Alexandrien (mit Zeichnung der siebenarmigen Menorah und der Palmzweige rechts und links). Alexandrier waren also zu gewisser Zeit recht zahlreich in der Hafenstadt Jaffa vertreten. Es sei hervorgehoben, daß bezüglich des מ in dieser Inschrift Nr. 5 gar kein Zweifel aufkommen kann: dieses (wie die übrigen Buchstaben) ist recht groß und gut ausgeprägt. Was die Bezeichnung des Abstammungsortes in diesen beiden Grabinschriften betrifft, so hat man hier mit einer durch mehrfache Beispiele zu belegende Sitte in Jaffa zu tun. So wird in einer griechischen Grabinschrift ein Bäcker Abbomari aus Babel 1 Mit dem oberen Teil des Steines sind die Querstriche der Buchstaben in Z. 1 abgebrochen, doch bereitet die Lesung keine Schwierigkeiten. Pedersen setzt an Stelle von Z. 1 fünf Punkte. 2 Nicht בר, wie bei Pedersen. Das Ende ן hat die gleiche Form hier wie Ende Z. 3. 3 Es steht dort nicht D (P.), sondern deutliches יר vor dem zwei oder drei Buchstaben infolge Beschädigung des Steines abgebrochen worden sind. Es könnte nämlich לן]ר] gestanden haben. Daß mindestens zwei Buchstaben fehlen, zeigt Z. 5. 4 Vgl. das oben Anm. 5 gesagte. 24*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.