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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1931-01-01 · Heft 5 · p. Seite 340

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
75 (1931)
Issue
Heft 5
Article
Das Problem des göttlichen Willens in der Schöpfung nach Maimonides, Gersonides und Crescas
Date
1931-01-01
Page
Seite 340 (sequence 6)
Language
German
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340 sie allgemein verstanden werden ־and hier kurz wiedergegeben sind, sind durchaus nicht Irei von Schwierigkeiten. Was die erste Begründung betrifft, so ist die Ablehnung der Theorie nur eine einstweilige; sie hängt davon ab, daß ein überzeugender Beweis für sie nicht vorhanden ist. Während hinsichtlich der zweiten Begründung die Theorie überhaupt nicht zu erwägen ist, weil damit der gesamte Bau der Religion untergraben würde. Nun könnte die Frage angebracht sein: wenn man Grund 2 betrachtet, weshalb hat Maimonides es für nötig erachtet, Grund 1 anzuführen, mit dem die Möglichkeit der Annahme jener völlig umstürzenden Theorie gegeben ist? Die dargebotene Interpretation des Maimonides hebt indessen die Schwierigkeit auf. Der Ausdruck ,,Ewigkeit der Welt'"1 hat bei Maimonides eine zweifache Bedeutung. Er kann erstens in der aristotelischen Bedeutung gefaßt werden, daß die Welt das Er- Zeugnis eines sich notwendig vollziehenden Vorgangs ist — eine Ansicht, deren Unhaltbarkeit Maimonides durch Argumente ex absurdo aufgezeigt hat. Oder aber er kann bedeuten, daß die Welt von Ewigkeit her durch einen ewigen Willen geschaffen ist — eine Möglichkeit, der Maimonides keinen philosophisch begründeten Einwand entgegenhalten kann. Die einzige Grundlage für seine Ablehnung der zuletzt genannten Auffassung ist die in Grund 1 gegebene. Da es keinen bündigen Beweis für die Lehre von der Ewigkeit der Welt, aus einem Willen nämlich, gibt, so haben wir kein Recht, von der klaren wörtlichen Textanffassung abzuweichen. Sollte jedoch möglicherweise ein zwingender Beweis für die Lehre erbracht werden, dann würde die Bibel kein unüberwindliches Hindernis darstellen, und die Lehre könnte angenommen werden, da sie ja doch den Willen zum entscheidenden Faktor für die ,,Ewigkeit‘“ macht und damit das Wunderbare und alles Uebernatürliche in der Religion zuläßt. So weit die Bedeutung der ersten Begründung. In der zweiten Begründung anderseits handelt es sich, wie Maimonides ausdrücklich feststellt, um die Ewigkeit der Welt im aristotelischen Sinne, demzufolge ,,jedes Ding in der Welt das Resultat fester Gesetze ist, die Natur sich nicht wandelt und es nichts Uebematürliches gibt“2. Verschieden von der ersten Theorie steht, nach der Ansicht Maimonides״, die zweite im Widerspruch zur Grundlage unserer Religion .... und die gesamte Lehre der Thora würde mit ihr fallen; daher ist sie abzulehnen. Von diesem Gesichtspunkte aus betrachtet verliert die Kritik Crescas' beträchtlich an Schärfe. Eine erneute Prüfung der aristotelischen Argumente hinsichtlich des Schöpfungsproblems und der maimonidischen Gegenargumente in ihrer Behandlung bei Crescas wird es uns ermöglichen, die Richtigkeit dieser Behauptung erkennen zu lassen. Unter den Argumenten, die die Philosophen dazu führen, 1 קדם אלעאלם] קדמות העולם]. 2 Nur im Zusammenhang mit der zweiten Begründung סבה השנית wird die aristotelische Theorie eingeführt אבל אמונת הקדמות ע״צ אשר יראה אותו א די סטו שהוא ע״צ החיוב ולא ישתנה פזבע כלל ולא יצא דבר ממנהגו; und auch ungefähr gegen Ende יאלו התאמת להם מופה ע לד ע ת ארי סטו תפול התורה בכללה während in Verbindung mit der ersten Begründung םבד.]האחת] die ״Ewigkeit der Welt“ nur im allgemeinen Bezug genommen wird.

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