Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 75 (1931)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Von der Holbeinbibel zur Amsterdamer Haggadah
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 281 (sequence 17)
- Language
- German
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281 Fol. 11 recto Auszug aus Ramses. Fol,. 12 recto Oben Initiale, unten Froschplage. Fol. 12 verso Oben Initiale, unten Schlangenwunder und Moses mit Aaron vor Pharao. Fol. 5 verso Die Weisen in Bnei Brak. Fol. 6 recto Oben Initiale, unten Die vier Söhne. Fol. ל verso Abraham zerschlägt die Götzenbilder. Fol. 8 recto Oben Initiale, unten Abraham und die Engel. Fol. 13 recto 10 Plagen in 10 Szenen als Tafel zusammengefaßt. Fol. 13 verso Initiale. Fol. 14 verso Untergang der Aegypter. Fol. 15 recto Gesetzgebung. Fol. 16 recto Oben Initiale, unten Pessachlamm Fol. 16 verso Initiale. Fol. 17 recto Initiale. Fol. 18 recto Initiale. Fol. 18 verso Initiale. Fol. 20 recto Schlußvignette. Fol. 23 recto David betend. Fol. 24 recto Initiale. Fol. 24 verso Initiale. Fol. 28 verso Initiale. Fol. 29 recto Tempel. Fol. 31 recto Palästinakarte mit der Verteilung der Stämme. Die Initialenbilder im Text sowie die beiden Vignetten sind Holzschnitte, die übrigen Bilder Kupferstiche. Die Titelaedicula ist gegenüber der Ausgabe von 1695 insofern verändert, als an Stelle der sechs Medaillons Moses, den Schuh vor dem brennenden Busch lösend, nach einem merianschen Stich dargestellt, zu sehen ist. Die beiden Holzschnittvignetten sind andere. Außer der Um- Stellung der Blätter, die auf das Verschulden des Buchbinders zurückzuführen ist, läßt sich eine Umstellung von vier Bildern verzeichnen, die dem Text beim Drucken an anderen Stellen eingefügt wurden. Es sind das 1. Das Schlangenwunder, 2. Die Froschplage, 3. Der Untergang und 4. Der Auszug, die hier in der Reihenfolge 4., 2., 1., 3. auf treten. Auf dem Titelbild steht nach der Anpreisung der ״herrlichen“ Bilder: ״gestochen auf Kupfer durch den Künstler, der am meisten geschickt ist in der Stechkunst.“ Der Name des Künstlers ist nicht erwähnt. Der Name Abraham bar Jakob ist nur auf der Palästinakarte, genau wie in der Ausgabe von 1695, eingraviert. Die Initialenbilder, die im Text verstreut sind, füllen zirka 3y2 cm. hohe Rechtecke, in denen die Anfangsbuchstaben auf dem Hintergründe von Genreszenen ausgespart erscheinen. Diese Bildchen illustrieren die Benediktionen und andere Textstellen, wie Räumung des gesäuerten Brotes, Heiligung des Weines, des Lichtes, das beim Seder fragende Kind, den Passus ״Mit starkem Arm . . .“, Moses, der vom Himmel den Stab erhält, die Zauberer vor Pharao, den Passus ״Diese Mazza . . Dieses Maror . . David mit der Leier, die Segensforme] ״Gelobt seist du, Herrgott.“ So wird der ganze Text von Bildern begleitet, die mit ihm in engster Beziehung stehen. Bei gleichen Redewendungen im Text werden auch die Bilder wiederholt. Der Holzschnittzyklus kompensiert für das Fehlen von ausgesprochenen Haggadahbildem im Kupferstichzyklus. Aber damit nicht genug, wird die Sederfeier der Familie