Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1931-01-01 · Heft 3 · p. Seite 206

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
75 (1931)
Issue
Heft 3
Article
Erwiderung
Date
1931-01-01
Page
Seite 206 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2829132-2829975-2829979-2836799--50494-2836871
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

206 Damit glaube ich, die wesentlichen Punkte erledigt zu haben.. Ich habe nun noch folgende kurze Bemerkungen zu machen: 1. Der Artikel meines verehrten Herrn Opponenten in REJ ist mir leider entgangen. Anderenfalls hätte ich ihn natürlich angeführt und gegen die dort gegebene Deutung der Meg. Taan.-Stelle ganz entschieden Stellung genommen. 2. Auf eine genauere philologische Behandlung des Textes glaubte ich um so mehr verzichten zu dürfen, als ich S. 370 auf die vielfachen Klammern und Korrekturen bei Neubauer hingewiesen habe. Den von mir gebotenen Text habe ich genau nach der Prager Ausgabe abgedruckt, wenn auch andere Ausgaben mir Vorlagen (Warschau 1874; Grätz, Zeitlin). Eine Lesart ,,שורת“ führte ich überhaupt nicht an, und aus meiner Uebersetzung der Stelle geht auch klar hervor, daß das Scholion das betreffende Wort nicht hat. Es ist zweifellos aus einer anderen Stelle der Meg. Taan. hierher geraten1. 3. Die Variante רבה habe ich verzeichnet2. Das Wort kann unmöglich aus שורה entstanden sein. Es ist vielmehr eine Be- Zeichnung Schomrons, wie ähnliches auch sonst sich in Palästina Auf die Bemerkungen J. Preß' kann ich in Kürze antworten: 1. Apßa.Tz01<z usw. darf keineswegs mit dem galiläisehen Arab gleichgesetzt werden. Ich habe diese Gleichung und die dagegen sprechenden Gründe in Palästina-Studien I Heft 4, S. 2 angeführt und die Gleichsetzung mit Narbatta begründet. 2. Mit einer Bemerkung: ,,Wahrscheinlicher ist es, daß Narbathon irgendwo auf dem Hermon zu suchen ist“ — ist für die Feststellung der Lage von N. herzlich wenig getan. 3. Wie ich dargetan habe, lag N. keinesfalls in Samaria (Preß: ,, . . . wo doch jedenfalls N. lag“), aber sein Bezirk (die Toparchie) grenzte an Samaria. Eben deshalb wird man es nicht nordwestlich davon bei bzw. an einem Ausläufer des Karmels suchen dürfen. 4. Nebi Tätä, dessen Lage mir ganz genau bekannt ist, hat mit Narbatta nichts zu tun. Der Konsul Schultz wollte Narbata finden, weshalb er aus Nebi Tätä sich Nabata zurechtlegte. Aber selbst wenn man eine derartige Volksetymologie anzunehmen geneigt ist, so wird, man die Meg. Taan.-Stelle, die in die Gegend der Stadt Schomron weist, auf Grund einer derartigen Lokalisierung von N. nicht erklären können. 5. Bar Kappara kann ebensogut über Nerabe gereist sein, wie ich vor einigen Jahren diese Strecke benützte, um nach der Isxeel- Ebene zu gelangen. 1 Eben aus der oben berührten Stelle c. 3, wo die falsche La.: אחידת מנדל שרר: Daraus in der Prager Aüsg. bei Schomron שיד׳ (nicht שורא oder שררת!). 2 S. 30ל, Anm. 1. 2 טירייי רבתא;כרכה רבה דבר סכנדא;ארלם רבתא — alle drei aus dem großen Grenzverzeichnis Palästinas, das ich in Paläst.-Stud. II, Heft 1 {.=== HUCÄ Band V) behandelte, vgl. dort das Register S. 59 f. — Eigentümlich, daß auch in jenem Grenz Verzeichnis ein נדדבונא sich findet, — diesmal aus טרכובא, fälschlich ברבונא geschrieben, entstanden (s. dort S. 4, Nr. 26).

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.