Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 75 (1931)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Eine hebräisch-italienische Komödie des XVI. Jahrhunderts
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 117 (sequence 21)
- Language
- German
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117 fassers im Prolog Glauben zu schenken. Allerdings haben sich in Italien auch zwei Männer bereitgefunden, die Kenntnis der Komödie bei ihren Glaubensgenossen zu fördern. Von Megullam Sullam und seiner Approbation war bereits oben die Rede. Der andere ist ein anonymer Rabbiner; wie das ״Prologo“ von Ms. C berichtet, hat er nach einer passenden Purimunterhaltung für seine Gemeinde gesucht und dabei die Komödie unter den Papieren (wörtlich: in den Säcken) ihres Verfassers gefunden. Die Stelle hat folgenden Wortlaut: בי נדלה ועצמה למעלה וגם רחבה ונסבה למאד מאד תשוקת מורה צדקנו ומלמדנו להועיל לנו ולהטיב עמנו בהעיר אודנו בלמודים רעיוניו העירוהו לבקש לנו נופח הגוץ במילי דבדיחותא להתעסק בו בימים האלה דפגרי בהו רבנן מגרסייהו ולא נמכר הזמן יקר בבטלה ובשעמום ובכן לקח לו מן הבא בידו מטמון אגודה חמודה אשר מצא מאמתחות איש חי רב פעלים אר״י שבחבורה וכו׳. Ms. B wurde spätestens im Jahre 1626 hergestellt, Ms. A stammt aus dem Jahre 1618; die zweite Rezension muß demnach innerhalb eines Zeitraumes von acht Jahren entstanden sein, wenn man nicht etwa annimmt, daß zwei verschiedene Rezensionen derselben Komödie zur selben Zeit im Umlauf waren. Die ,,Trauungskomödie'' ist das einzige hebräisch-italienische Bühnenwerk in Prosa. Bei Tmmanu'el Frances (1670) findet man bereits das Versdrama mit allegorischen Figuren, Rezitativen, Ärietten, Chören usw.; nach diesem Muster werden dann bis zum Ausgange des XVIII. Jhts. hebräisch-italienische Theaterstücke gedichtet. Etwa 150 Jahre mußten seit dem Erscheinen der ״Trauungskomödie" vergeben, bis die dramatische Dichtung als besondere Kunstgattung in die hebräische Poetik aufgenommen wurde. M, V. Luzzatto (1707—1747) hat im ״Leäon limmudim'' (1724) die erste hebräische Definition des Dramas gegeben. Ich teile sie an dieser Stelle nach dem unveröffentlichten Autograph-Ms. zu Frankfurt a. M. mit; Ms. Merzbacher Nr. 46; Teil II, Abschnitt 9 :חלק ב׳ למוד׳ ט׳ המין הי׳ הוא כי הנה כל המינים האלה כלם הם בנין אחד הולך עד תומו ואם נחפוץ להגיד מעשה אמיתי או משלי נגידהו על כל קורותיו בדרך זה הולך בלי הפסק, אולם המין הי׳ הוא אשר יתחלק לגופים שונים ידברו בו. ואם דרך משל נחפוץ להגיד מעשה מה, לא נגיד אלא הדברים אשר נדברו בו איש את רעהו, אך המעשים אשר עשו לא נזכירם בשירנו לאמר ״כה וכה עשה״, אבל נניחם. וזה נעשה בדרך זה למען יוכלו דמות המעשה כהיותו אנשים שונים כאלו הם הראשונים בדברם הדברים האלה. וכן אם נעשה איזה תוכחת תעבד בין שנים, נשים דברי הא׳ ועליהם שמו מבלתי שנזכיר1 בשירנו ביאת האחד או הליכתו או מעשיו. והנה בסוף ספרי ראה תראה המין הזה בסיד. Uebersetzung: Die zehnte Gattung. Alle jene Gattungen (sc. die oben aufgezählt wurden) sind einheitlich (wörtlich: ein einziges Gebäude) vom Anfang bis zu Ende. Wenn wir also eine wahre oder 1 Ms. שיזכיר.