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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1930-01-01 · Heft 6 · p. Seite 418

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
74 (1930)
Issue
Heft 6
Article
Jüdische Handwerker aus älterer Zeit
Date
1930-01-01
Page
Seite 418 (sequence 6)
Language
German
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man dp u vir dous homems, bons servidores, que ihe sabiao dar a melhor tempera, Judcus de. profissao, e se chamavao Juda Accamon e Benjamim Lagasf<. XJebersctzung: ,,Sogar urmden Kalk zu rühren, ließ er zwei Leute kommen, gute Handwerker, die es verstanden, ihm die richtige Bindung zu geben, ihres Glaubens Juden, mit Namen Judas Accarron und Benjamin Lagas." Maurer in Portugal auch bei Kayserling a. a. O. 59, Ueber jüd. Maurer und Steinmetze noch Jahrb. f. jüd. Volksk. I 4021. Im Anschluß hieran sei auch das jüdische Kunsthandwerk berührt. A11 der Silleria im Dom zu Astorga in Spanien soll neben einem Deutschen und einem Flamen auch ein Jude gearbeitet haben. Der Küster, der diese Ueberlieferung mitteilt, bezeichnet einen geschnitzten Kopf im Gestühl als den jenes Juden. Einen jüdischen Bildhauer aus Bialystok, der eine im dortigen Schlosse aufgestellte Büste des Krongroßfeldherrn Branicki, des Schwagers des letzten polnischen Königs, gemeißelt hat, erwähnt Bernouilli in seinen ,,Reisen durch Brandenburg . . ." 177778;11־ (Monatsschrift f. Gesch. u. W. d. Judt. XX, 47). Auch in der berühmten Bibelübersetzung des u. a. in .Jewish Enc. s. v. behandelten Mose Arragel, dessen Porträt nächst dem des. Faradscli b, Schalom, 13. Jahrh. (Jüd. Enc. VI) das älteste ist, das wir von einem Juden besitzen (1422), dürften Bilder von jüdischen Künstlern herrühren. Wolf a. a. O. und D. Kaufmann (in ״Pessachhaggada von Sarajewo") erwähnen etliche Künstler aus Spanien und Portugal. Ein Ungar. Porträtmaler Fischer findet sich bei Wolf II, S. 72 (nach der Allg. Ztg. d. J. 1839). Bei einem Bekannten, Herrn Dr. Alfr. Berger, sah ich zwei Kinderporträts aus dem J. 1858, von denen das eine ihn selbst, das andere 1seine Schwester darstellt. Auf meine Frage nach dem Maler nannte er mir den ״Bocher Fischer". Ein Preßburger Bachur dieses Namens habe in Wien als Porträtmaler einen Ruf genossen. Auf meine Anregung hin suchte Herr Dr. B. über Fischer Näheres zu erfahren. Das Ergebnis lautete, daß es nach Leisching und Thieme zwei Porträtmaler L. Fischer gegeben habe, die aber wahrscheinlich keine Juden waren. Als ״Bocher Fischer" war der in Rede stehende Maler stets von dem bekannten Rötelkünstler David Kohn bezeichnet worden. Sollte es sich ־um drei gleichzeitige Künstler dieses ’Namens handeln, von denen der eine Jude war?—Als Ergänzung zu Wolf veröffentlichte ich in der Wiener ״Wahrheit" 1929, S. 12, eine alphabetische Liste moderner jüdischer bildender Künstler. Die Holzsynagogen in Bechhofen, Horb und Kirchheim hat Eliezer Snßmann, Sohn eines Kantors aus Brody2, ausgemalt (E. Toeplitz, Die Malerei •in den Synagogen in Beitr. z. j. Kulturgesch. S. 6), die in Mohilew Chajjim b. Isak aus Sluck (Balaban, Zabytki 72), die in Chodorow und ׳Gwozdziecz, wohl auch in Jablonow Israel b. Mordechai Lisnitzki aus Jastscliow (Kreis Lemberg), 17. Jährh., die in Gwozdziecz 1724 1 Ueber den Hof schlossermeister Arnheim in Berlin, den Leinweber Mendelssohn in Heilsberg, einen Breslauer Tischler mit 40 •Gesellen, den ersten Bleistiftfabrikanten in England 11. a. s. [Werthelmer] Die Juden in Oesterr.-26. 2 In al-Lachmi vermutet Steinschneider a. 0einen Brodeiv .

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