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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1930-01-01 · Heft 6 · p. Seite 413

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
74 (1930)
Issue
Heft 6
Article
Die Stellung Mendelssohns zur christlichen Umwelt
Date
1930-01-01
Page
Seite 413 (sequence 13)
Language
German
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413 ich später noch zurückkommen, wenn ich sie im Zusammen hang mit den Schutzschriften Mendelssohns behandeln kann. Zur ,,Einleitung“ Rawidowicz" sei nochmals wiederholt, daß durch sie die apologetischen Schriften Mendelssohns zu neuem Leben erwacht sind. Wir haben in ihr nicht bloß eine zuverlässige fachkundige Erklärung zum gegebenen Fragenkomplex, sondern eine beträchtliche stoffliche Bereicherung durch ein tiefes archivales Studium und durch Heranziehung von Gelegenheits- und periodischen Schriften und einschlägigen Druckwerken jener Zeit. Jüdische Handwerker ans älterer Zeit. Von Dr. Max Grunwald in Wien. Unter vorstehendem Titel hatte ich einen Aufsatz druckfertig hergestellt, auch einen Beitrag zu den Soncino-Blättern über ,,Jüdische Buchbinder“1 in der Korrektur erledigt, als ich die Studie ,,Urkundliches über jüdische Handwerker in Mähren“ von H. Flesch in der MGWJ 1930, S. 197 ff., zu Gesicht bekam. Ich strich daraufhin die von Flesch beigebrachten Daten aus meiner Zusammenstellung und beschränke mich im folgenden auf Einzelheiten, die ursprünglich als Ergänzungen zu Alb. Wolfs in m. ,,Mitteilungen z. jüd. Volkskunde“ in Fortsetzungen veröffentlichten Arbeit ,,Ueber ältere jüdische Kunst und jüd. Künstler“ sowie m. ,,Berufe der Juden“ im Jahrb. f. jüd. Volksk. 1923, S. 394 ff. gedacht waren. Für das Altertum kommt jetzt Jos, S. Bloch, Erinnerungen aus meinem Lehen I, S. 25 ff. (,,Der Arbeiter zur Zeit Jesu“), für das mittelalterliche Spanien, in dem man, nach der bekannten Anekdote, fast in jedem beliebigen Juden, den man von der Straße hereinrief, auf einen Handwerker traf, F. Baer, Die Juden im Christ], Spanien I s. Reg.) in Betracht. Silberschmiede sind noch heut vielfach die Chuetas in Palma de Mallorca. In der Calle de las Tornerias in Toledo, 1 Außer dem Drucker Barucli Buchbinder, Berlin 1713, nennt Wachstem, Katalog der S. Cohn’schen Schenkungen S. 166 auch Isak B., Fürth 1792. Ueber j. Buchbinder (u. a. 3. Handwerker und ihre Zünfte) vgl. noch Balaban, Zabytki S. 9 u. 12. Unter den arab. Namen der Juden führt Steinschneider (JQR IX ff.) u. a. an: Nr. 485 Saffar Buchbinder oder -händler, ferner 409 Nadjdjar Tischler, 410 Nadjara Zimmermann, 427 Nakkasch Maler, Bildhauer, 521 Attan Gerber, 522 Attar Apotheker,. 584 Fakhkhar — Töpfer, 775 Tarräs Schildmacher, 732 Schamma‘ cerae liquator, 594 Fadhidha Silberschmied?, 614 ‘Sä'igh 11. ‘Seirafi Goldschmied, 25 Kammmacher, 176 Oelerzeuger, 230 Tabach Fleischer oder Kocli, 193 Ghadad — faber ferrarius, 229 abu Tubul — Paukenschläger, 611 ‘Sabi Färber. Auch in der Liste der Juden in Rom vor 1527 (bei Vogels tein-Rieger, Juden in Rom II 436 ff.) finden sich zahlreiche Glaser, ferner Schwertfeger, Buchbinder (? cartularius), Färber, Fleischer, Weber, Fischer, Schuster, Schneider, Strumpfs tri cker, Laternenmacher, Weißnäherinnen, Wallwirker, Sattler, Kürschner, Musikanten, Schreiber (die eine Zunft gebildet haben dürften, vgl. das. I 330), Gerber (? coromaio, das. II 323), Seiler (? funari). II 303 ist statt רוקם vielleicht ־ רוקם= Buntwirker• zu lesen. Eine Familie Benoliei (II 404) lebt noch heute in Lissabon. ממכונת (II 418) entspricht dem Masnuna, MGWJ 1929, S. 371 (Anm. 1: 1. statt ovator :orator).

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