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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1930-01-01 · Heft 6 · p. Seite 412

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
74 (1930)
Issue
Heft 6
Article
Die Stellung Mendelssohns zur christlichen Umwelt
Date
1930-01-01
Page
Seite 412 (sequence 12)
Language
German
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412 Gesetze der Juden in Bibel und Talmud als Nationalgesetze aufgefaßt LXIL Gesetze und Zeremonialübung vom Standpunkte der Offenbarung gleich GUI. Gesetzgebung ist das Wesen der Offenbarung XLIII, LXVIII. Gottesbegriff Lavaters entgegengesetzt dem der Religionsphilosophie der Aufldärungszeit XIII. Gottes Vorstellung der Christen von der der Juden sehr verschieden CI. Gottmensch sein (aufgehen in Christus) ist das Ideal der Christen nach Lavater XV. Grundsätze (nach Ikkarim): Gott, Vorsehung, Gesetzgebung CII. Kulturdurst bildet keinen Gegensatz zur rabbinischen Auffassung des Judentums LXXVIII f. Kultur, christliche, ist nicht mit Kirchentum zu verwechseln, M. konnte Jude und Kulturmensch sein XVI, vgl. bes. XXIX. Martyrium der Juden nach M.s Zeichnung CIV. Mendelssohns Treue zur jüdischen Religion konnten seine Zeitgenossen nicht verstellen LXIL Merkmale einer guten Religion: höchstes Maß von Tugend gegen Gott und Menschen, höchste Toleranz, größte Freiheit im Gebrauch der Vernunft LIV Messias spiritualis als alleinseligmachender Erlöser von M. grundsätzlich abgelehnt XLIX f. Weiteres über den Messias begriff LXVI f. Mysterien in der jüdischen Literatur nicht vorhanden CII. Natürliche Religion und Noachidengebote bei M. oft identifiziert XXIV, XLII, LX, LXII, LXIIIf., LXVI. Offenbarungsbegriff nach seiner Verschiedenheit bei Juden und Christen XLII f., LIXL, LXVI f., XCVIIff., CIIL Rabbinen und Erzrabbinen als Machthaber aufgefaßt XXIX, XXX, XXXVII. Religion und Religionen LV. Religion und Moral von Lavater getrennt XIV. Seligkeitsinteresse LX, LXI. Strafsystem im Judentum (nur der Sünder soll bestraft werden; Ablehnung der Erbsünde) XCVI f., CII f. Unitarier näher dem Judentum als dem Christentum CIII f. Unsterblichkeitsvorstellung bei M. und Bonnet (Keimtheorie) XCVI. Universalität und Offenbarung XCVII f., C f. Universalität des Christentums, nur scheinbare C f. Wunderglaube und Gesetz XLIII, LXI, LXXXVff., CIII. Zukunft des Gesetzes CIIL Von den Nachwehen des Religionskampfes ist nichts Bemerkenswertes zu verzeichnen. Die für die Missionsarbeit L.s begeisterten Mithelfer und Freunde nehmen den Widerstand M.s sehr übel auf. L. selbst greift Mendelssohn mehrfach an, bezichtigt ihn der ,,Bosheit", da er sich nicht von den Wahrheiten des Christentums überzeugen lassen wolle (S. LVIlj. Der berüchtigte Judenfeind Kölbele, ein Frankfurter Advokat, hatte die meisten Angriffe gegen M. erhoben. Er wollte nachholen, was L. verabsäumt hat und kam auch auf die jüdischen Quellen durch — Eisenmenger. Zu welcher geschichtlichen Epoche Kölbeles Wesen gehörte, kann man aus dem Vorwurf erraten, den er Lavater gemacht hat, weil dieser sich vor Mendelssohn entschuldigt hat, während die Apostel vor den Andersgläubigen so etwas nie getan haben (S. LXIII ff.). Zum modernen Judenhaß-Kapitel gehört es, wenn Kölbele sich und die christlichen Gelehrten als die Verfolgten, Leidenden, Mendelssohn und die Juden aber als die Herrschenden im deutschen Leben hinstellt (S. LXVIII). Auf eine Umkehrung des Edom-Unsinns begründet er die Berechtigung auf weitgehendste Entrechtung der Juden (S. LXIII). Weitere Einzelheiten s. S. LXII ff. und insbesondere LXXI—LXXX. Band 7 hat noch einen zweiten Teil: Die ,,Ritualgesetze der Juden“ und ״Zur Reform des Judeneides“. Auf diese Teile möchte

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