Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1930-01-01 · Heft 5 · p. Seite 399

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
74 (1930)
Issue
Heft 5
Article
[Nachricht]
Date
1930-01-01
Page
Seite 399 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
correspondence
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2829132-2829967-2829973--50080-2836491
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

Vorstand der Israelitischen Reiigionsgemeinde. Leipzig 1930, 88 S. Das Buch enthält folgende Aufsätze zur Geschichte der Juden in Leipzig: Gustav Cohn, Frühzeit und Uebergang; Max Freudenthal, Juden als Meßgäste in Leipzig; J. Jacobsohn, Die Entstehung der israelitischen Religionsgemoinde; Gustav Cohn, Die Entwicklung der gottesdienstlichen Verhältnisse bis zur Einweihung der Synagoge; Wilhelm Haller, Der Tempelbau. Hieran schließen sich statistische ^Angaben und zwei Aufsätze von Felix Goldmann: ״Der Charakter der Leipziger Gemeinde“ und ,,Wohlfahrtswesen und Vereine der Leipziger Gemeinde“. Namentlich der erste dieser Aufsätze hebt deutlich * die Eigenart der Geschichte dieser Gemeinde hervor. ״Während anderwärts die Orthodoxie zuerst vorhanden war und die Liberalen ihr in erbittertem Kampfe Zugeständnisse abringen mußten, gründete man in Leipzig eine liberale Gemeinde und kümmerte sich um die Bedürfnisse der Orthodoxen nicht im geringsten. Toleranz im höheren Sinne übte man nicht.“ Erst seit 1911 und namentlich seit 1917 ist die Umwandlung der Gemeinde zur Einheitsgemeinde gelungen. Immanuel Bernfeld, Eid und Gelübde nach Talmud und Schulchan Aruch. Berlin, Philo-Verlag, 1930, 24 S. Die bekannte Schrift behandelt den Eid, das Gelübde, die Kol-Nidre-Formel und angebliehe Verstöße gegen die Ehrfurcht vor dem Eide imTalmud und Schulchan Aruch. Dokumente zur Palästina-Politik 1929—1930. Berlin, Schriftenreihe der Jüdischen Rundschau 5, 116 S. Gegen Einsendung von Mk. 1,15 beim Verlag der Jüdischen Rundschau, Berlin W. 15, zu beziehen. Im Anschluß an die Unruhen im August v. J. sandte die Palästina-Regierung einen Untersuchungsausschuß unter Führung des Oberrichters Walter Shaw nach Palästina. . Der Bericht dieses Ausschusses, der im März der englischen Regierung überreicht wurde, wird hier in deutscher Uebersetzung abgedruckt. Beigefügt ist ein Auszug aus der Denkschrift, in welcher die Jewish Agency bei der Mandatkommission des Völkerbundes und bei der englischen Regierung ihre Bedenken gegen diesen Bericht, bekanntlich mit Erfolg, geltend gemacht hat. Ferner ist eine Uebersicht über die Ereignisse in Palästina vom Herbst 1928 bis zum Sommer 1930 und eine Reihe von Urkunden betreffend die Aus- Übung des Mandats in England und das Verhältnis zwischen Juden und Arabern, in Palästina bei ge geben. Marcus Ehrenpreis, Propheten und Gottesmänner, Berlin, Der Heine-Bund, 1930. 256 S. In sieben ״Visionen“ versucht der Verfasser die Gestalten eines Mose, Arnos, Jesaia, Jeremia, Hesekiel, Deutero-Jesaja und Esra dem neuzeitlich gebildeten Leser nahe zu bringen. Das Buch beruht auf dem wissenschaftlichen Bibelstudium eines Mannes, der mit der neueren protestantischen Theologie in den Fragen der Einleitungswissenschaft, aber auch im Werturteil ein weites Stück zusammengeht. Auch wer ihm sachlich nicht immer recht gibt, wird anerkennen, daß er über hohe Gaben der Darstellung verfügt und daß die Reden und Rückblicke, die er seinen Helden in den Mund legt, dem modernen Leser ein deutlicheres und ergreifenderes Bild der bedeutendsten biblischen Gestalten geben als die übliche Art wissenschaftlicher Behandlung. Hundert Jahre Marcus Harmelin 1830—1930, Leipzig, 44 S. Die Geschichte dieser Firma, von Dr. Wilhelm Harmelin verfaßt, gibt einen beachtenswerten Beitrag zur Geschichte, namentlich zur Wirtschaftsgeschichte der Juden in Sachsen. Jakob Hoff mann, Die Schicksalsfrage der deutschen J u d e n 11 e i t. Rede, gehalten am ersten Pessachtage des Jahres 5690 in der Gemeindesynagoge am Börneplatz. Frankfurt a. M., Kauffmann, 1930, 15 S. Mk. 1.—. Die Synagogenrede behandelt die dem deutschen Judentum durch die Abnahme der Ehen und der Geburten drohende Gefahr in einer so taktvollen und eindringlichen Weise, daß ihr weiteste Verbreitung gewünscht werden kann. Das Jahr dies Jüdischen Frauenbundes, 1930/31. Die 51 künstlerischen Beigaben dieses Kalenders sind unter Mitarbeit von ErnstCohn- Wien er und Karl Schwarz ausgewählt; in der Textbearbeitung hat Margot Rieß die geschichtlichen Voraussetzungen und den künstlerischen Wert der Abbildungen dargestellt. Alle Zeitalter, von hetitischen Reliefs und palästinischen Ausgrabungen bis zu den Werken noch lebender Künstler, sind vertreten; jedoch wird diesmal die Malerei ausgeschaltet, also nur Architektur,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.