Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 74 (1930)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Narbatta und die jüdischen Siedlungen westlich von Samaria
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 374 (sequence 6)
- Language
- German
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…/2829132-2829967-2829973-2836381--50035-2836466- Visual Library
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374 noch zu Galiläa gehörte, sondern eine Toparchie für sich bildete. Ueber den soeben genannten Weg erfährt man Näheres aus den folgenden Mitteilungen. 1. R. Jehuda sagt: Die Markthalle von h a - J i schub הישוב und die von Antipatris und der Markt von Patrus (DVTOÖ) galten früher als zweifelhaft verzehntet, weil man sicher annehmen konnte, daß ihre Bodenprodulcte von dem (zum Lande Israel gehörenden) Königsberge stammen (und die dort wohnenden Juden sie möglicherweise verzehntet haben, daher sie nur wegen Zweifels nochmals verzehntet werden müssen); jetzt sagten unsere Lehrer: Alle Städte der Kutim, die entlang der Straße sind, zum Beispiel. .. — ihre Getreide- und ihre Hülsenfrüchte sind zweifelhaft, weil sie in Juda erzeugtes gebrauchen, alle ihre sonstigen Früchte sind aber sicher unverzehntet (weil Kutim das an Juden verkaufte Grünzeug sicher nicht verzahnten)1. — Hier handelt es sich, wie der Name von Antipatris zeigt, um das im Nordwesten Judäas gelegene Grenzgebiet, d. h. um jenen Teil des Weges, der aus der Umgebung von Lod (Lydda) nach Antipatris' Umgebung führt. Etwa 7% km östlich von dieser Strecke findet man heute noch die Ruine von B u d r u s und. unweit davon den gleichnamigen Ort, der, wie die Nennung seiner Markthalle zeigt, einst bedeutend gewesen sein muß. Den anderen von R. Jehuda genannten Ort ha-Jischub, obwohl auch aus der samaritanischen Literatur bekannt, konnte ich bis jetzt nicht nach weisen2. 2. R. Simon sagt3: Es gibt in bezug auf das Zweifelhaft-Verzehnten dreierlei Verordnungen. Es geschah, daß unsere Lehrer in die Städte der Kutim, die entlang der Straße sind, hineingingen; da hat R. Akiba das ihm vorgelegte Grünzeug als sicher unverzehntet behandelt. Daraufhin hat Rabban Gamliel, wenn auch mit gewissem Widerwillen, ihre Getreide- und Hülsenfrüchte als zweifelhaft verzehntet und alle ihre sonstigen Früchte als sicher unverzehntet erklärt. Als dann (sein Sohn) Rabban Simon4 wieder ,,unter ihnen''’ — richtiger .wphl in einem Orte, dessen Namen in unserem Texte verderbt ist5 — war, da sah er, daß sie (die Kutim) gänzlich unver- 1Tosefta Demaj I 11 (46r4): אכטיפטריים ושוק a>היישוב וכיפת a>na^ ש״1 פטר ר פ — בראשונה דדו דמאי מפני שחזקתן מהר המלך; עכשיו אמרו רביחינו: כל עיירות של כותים שעל יד הדרד כגין [.....ן תבואה וקיטכייותגנו שלהן דמאי־ מפניי שמשתמשןין|(3> בידודה ושאר כל פ־־רותיהן ודאי. a) So י zu lesen mit Ms kr. Wien, Ta) Statt וקטנייח. c) So muß das Wort er* gänzt werden. — Zu כפת ==) כיפת) vgl. T. Demaj I 29 (475): כפת המרחץ פטורה הדמאי p מן הודאי ואין ציייף לדמר, wo von in der Markthalle eines Badehauses feilgebotenem Oel die Rede ist. Zu הר המלך s. meine Abhandlung in 1תרביץ T, S. 1.37 ff. 2 S. dazu meine Ausführungen in Luncz’ ירושלם. X 160. 3 Tosefta Demaj V 24 ( 564 ff.). 4 Var. nennt R. Gamliel selbst. Zum Text vgl. auch כפתור ופרח, ed. Berlin 4a. 5 Die Texte bieten בדתן .״ביניהן ,כעדין ,ביכידום. Ich vermute als ersten Teil.des Namens כי, d. i. (בי(ת; der eigentliche Name ist aus כדין herzustellen. Möglicherweise entstand das נ aus ת; dann käme als Name הן in Betracht: בית הן (vgl. dazu weiter unten S. 380 Anm. ■31:■