Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 74 (1930)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Neueste Literatur zu den Hagiographen [Rezension]
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 331 (sequence 11)
- Language
- German
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331 aber der Grieche als Zeuge gilt, so steht er uns auch 22a1 für אמדי אמת ein (aXpf)7j X07ov) und man mache daraus nicht רןעזט אמד mit Streichung des zweiten אמת, zumal da יק$ט im Hebr. gar nicht ״räfuter“ bedeuten kann. — Bisweilen stützt sich Hauf Wutz’ Transkriptions-Theorie, die sehr unwahrscheinlich ist (s. Joh. Fischer, Die Septuaginta-Vorlage im Pentateuch, 192*\ S. 22—41, und meine Studien z. Septuagmta, S. 31). — 23- התע״ת ist (b. Chagiga 13 b) durch Rab, also aus der tannaitischen Zeit sicher, bezeugt und kann nicht durch דגחעיט ersetzt werden, welches gar nicht paßt. — S. 0ל wiederholt H. für יד נ ת Ps 19 die fehlerhafte Erklärung ,,murmeln“ (marmonner), während gerade hier überhaupt nicht vom Lesen eines geschriebenen Buches, sondern wie Ps 63ל von einer allgemeinen Gedankenverbindung mit der religiössittlichen Lehre die Rede ist (darüber eingehend: MGWJ 1927, 295). Für Hiob sind die Parallelen zum Prolog in ägyptischen Schriften, auf die bereits Gardiner hingewiesen hat, sowie die Aehnlichkeit von 31??, u mit einer Stelle im ,,Gespräch eines Lebensmüden1“ gewiß beachtenswert. Aber in diesem Buche ist nicht die Fabel in der Rahmenerzählung, sondern der kühne Geist und die ergreifende dichterische Rhetorik der Reden des großen Dulders das Eigenartige, dem in seiner Gesamtheit nichts Analoges aus dem ägyptischen Schrifttum an die Seite gestellt werden kann, wenn auch einzelnes, wie die Schilderung sozialer Ungerechtigkeiten, ähnlich in den ,,Klagen des Bauern“ Vorkommen mag. Der Verf. prüft im Zusammenhang mit den sicher aus der alten KömVszeit stammenden Büchern, wie erwähnt, auch Sirach, Achikar und Tobias. Aber diese sind doch anders zu beurteilen. Man kann doch nicht sagen (S. 180), die Entlehnungen hätten sich bis Sirach fortgesetzt und dieser hätte noch aus ägyntischen Quellen geschöpft. Zu Sirachs Zeit gab das hellenistische Ptolemäerland in ganz anderer Weise Imx>ulse, und wenn Sir. Kap. 38 irgendwie an eine Schrift aus der Zeit der 19. Dynastie erinnert, so kann in dieser Epoche schwerlich ein direkter Einfluß erfolgt sein. Indes ist die Monographie für alle Weisheitsschriften sehr aufschlußreich. Sie wird bei weiteren Forschungen mit großem Nutzen zu Rate gezogen werden. David Yellins ..B^beMudien“’ I (חלןרי ממדא). die sich auf Hiob beziehen, sind MGWJ 1928, 546—549, von F. Perles besprochen worden2 * * * * * *. Der bereits erwähnte hebräische Kommentar zu den ,,Fünf Rollen“ enthält: Sehir ha-Schirim von A. Kaminka, Ruth und 1 Die aber dort ganz anders lautet: ,,Als sie (die Erbauer der Pvramiden) Götter wurden, blieben ihre Onfertische leer“, so daß man nicht (S. 81) von einer ״coincidence significative“ und einer ,,alhision identique aux constructeurs des pyramides“ reden kann, selbst wenn.חרבוח derartige Bauten bedeuten könnte. 2 Nicht zugegangen dem Ref. und daher in den gegenwärtigen Bericht nicht einbezogen sind: der oben nrwähnte fran z. Hiob-Kommentar von Dhorme. ferner: W. G. Jordan, The Book of Job, New York 1929; Institutions Bibbcae, schob's accomodatae, vol. III. P. Vaccari, de Libris didacticis (Pss.. Gant., Prov., Eccles., Job), 1999, Rom, Päpstl. Bibel-Institut; Gerh. Marsch all, lic. t.heol., ,.Die Gottlosen“ des ersten Psalmbuches. Münster i. W., Helios-Verlag 1929; H. Odeberg, Qoheleth, Upsala, 1929.