Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 74 (1930)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Neueste Literatur zu den Hagiographen [Rezension]
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 328 (sequence 8)
- Language
- German
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328 (seine Frau);!הורד Hiph. asyiuletiscli. - 3U לחם•־־־ «ים sind e i n auf beide Vers teile zerlegter Begriff: tägliche Nahrung; לפני als (wie I Sam 116), das Ganze ist wie Ps 424 דמעתי לחם יומם (ähnlich faßt das Bild auf der Selicha-Dichter Isaak b. Avigdor im Pismon zu Erew Jom Kippur: 8 — .(ואנחתם היא לחמםß zu כות צדקך ist Yellins Erklärung (1927 חקרי מקרא, s. Perles, MGWJ 1928, 547) vom Ar ab. ,,sich etwas vornehmen‘4 beachtenswert: ,,er wird deine fromme Absicht vergelten“. — 2116 הן לא בידה טובם ist, wie Mehreres im Folgenden, ironische Zurückweisung eines Gedankens der Freunde, u. zw. 2010 וידיו תשכנה אונו (Ihr sagt: es bleibt Ja in ihrer Hand nicht das Glück! aber: wie oft kommt denn über sie das Unheil?). — Zu 8135 f. ist eine andere Interpretation in Erwägung zu ziehen, s. w. u. Aus einem Vortrag am Volkstrauertag, dem 13. März 1927, in der Stadtkirche zu Gießen, ist 5,Hiob, das Buch Y01n Sinn des Lebens“ von Hans Schmidthervorgegangen1. Der gelehrte Forscher, der sich über einzelne schwierige Stellen des Buches (Kap. lß18-22, 1928-28, 38) bereits in der Schrift ,,Gott und das Leid im AT" (1926) geäußert hat, gibt hier eine — allerdings stark gekürzte — eindrucksvolle Uebersetzung, nebst einem Nachwort, in welchem der Gedankengang und literarhistorische Fragen besprochen werden. Schön ist die Gegen- Überstellung der Dichtung mit dem griechischen Mythos von Prometheus (S. 49). In jener wird der gegen die Gottheit Aufbegehrende nicht vernichtet, nicht bestraft, sondern von Gott gelobt, ,,weil er aufrichtig gesprochen hat". Den Adel der Seele, des Dichters bezeugt nach Schmidt das unvergleichlich hohe Ideal seiner Ethik in Kap. 31. Daß aber in unserem Buche der Glaube an ein bewußtes Leben jenseits des Grabes gewissermaßen vor der Tür steht und Kap. 1925 in einer plötzlichen Intuition geradezu leibhaftig zum Ausdruck kommt, möchte ich nicht als gesichert erachten. Schmidt übersetzt die Stelle: Ich weiß gewiß, daß der mich losspricht, lebt] Er als der letzte steht auf meinem Staube! Bei der Besprechung einer anderen Schrift über Hiob (MGWJ 1927, 303) habe ich dieser verbreiteten Auffassung bereits die Möglichkeit entgegengehalten, daß יקום sich nicht auf Gott, sondern auf den Felsen mit seiner Inschrift bezieht, der in spätester Zeit als Anwalt (goel) des unschuldig Leidenden gegen Gott sich erheben werde. Der Anfang des Satzes wäre danach nicht mit ,,ich weiß", sondern mit ״dann wüßte ichf< wiederzugeben. — 3135 übersetzt Sch. (wie viele andere): ״Hier meine Unterschrift". Aber תד ist in diesem Sinne nicht nachweisbar, dagegen ist es aus Ez 94,6 als ״Kennzeichen an der Stirne" bekannt. Ich möchte darum, und zugleich in der Erwägung, daß der zur Zeit Jeremias lebende Dichter, neben dem vielfach beobachteten individuellen Leid, an manchen Stellen auf den Jammer seines Volkes, die Verwüstung des Landes hinweist (Jer 99,10) — nur so ist z. B. 309 נגינתם הייתי verständlich, vgl. Klagelieder 314> 63! — den ganzen Schluß der letzten Rede Hiobs als einen nationalen Schmerzensschrei erklären, bei dem Deuteron 26!8, 303 vorausgesetzt werden. 1 Verlag, J. G. B. Mohr (Paul Siebeck); Tübingen 1927. 54 S. (Mk. 3.—.)