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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1930-01-01 · Heft 5 · p. Seite 322

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
74 (1930)
Issue
Heft 5
Article
Neueste Literatur zu den Hagiographen [Rezension]
Date
1930-01-01
Page
Seite 322 (sequence 2)
Language
German
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und die Lesart שרים entstanden oder, wie Jäger (Lagarde, Anmerkungen, S. 27) meint, ist das Wort aus *cd>v cbxsiav לפי קרת entstanden. — In 87 muß יהגה nicht ״sprechen“־ heißen, da חך auch für den inneren Sinn gebraucht wird; vgl. Hiob 2Ö1S וימנעגה בהדך הכני, wo LXX ^sks*n}ost hat Ps 13. — ißösXupjivGt evavxiov ist ותןעב1תי — 81a ־ — הון עתקtüoXXwv ist wohl nur eine freie Wiedergabe; statt des nicht zutreffenden Beispiels Jes 289 für עתיק ,,alt“ wäre Jes 2318 anzuführen. — S21 ist der Zusatz der LXX nicht berücksichtigt. — l׳Jn בברכת ישרים dürfte (ähnlich dem vorhergegangenen בשוב צדיקים) zu verstehen sein: Wenn die Rechtschaffenen im Glück sind. Dementsprechend ובפי wie Micha 35 'על פיהם für Selbstsucht. — Zu ll17 נבל נפשו wäre die älteste jüdische Erklärung, die von Hillel, Wajikr. 34: ,,den Leib nicht vernachlässigen“ anzuführen (viell. Gegensatz zu LXX xfi tyuyjjJ׳ aya8־ov xeotsi)- — 1121יד ליד ist am besten zu erklären : Was er bar hat, ist bei dem Bösen vor Gefahr nicht sicher, während den Gerechten auch die Saat (für die Zukunft) gerettet wird; ebenso 165 יד ליד ״Vertrauen auf Besitz“. — 13! Peschita משתמע steht nicht für מוסר als Hoph’al- Form, sondern ist eine ganz korrekte sinngemäße Einschaltung von (ע\מט) auf Grund des zweiten Satzteiles, nach der bekannten 9. Regel (der 32 Regeln des R. El. b. R. Jose ha־Galili) דדך קצרה (von Saadja, Emunoth II6 דרך ההסתר genannt). — 1431 עשק דל ist hier nicht bedrücken, sondern wie Mal 35: das ihm Zukommende vorenthalten; die Antithese dazu lautet: חנן אביון der ihm das nicht Geschuldete aus Güte schenkt. — 157 לא כן ist Antithese zu תרו (wie Spreu im Wind, vgl. Ps 14 תדפכו תה ♦ ♦ p לא) : die Weisen verbreiten in weitem Kreise Erkenntnis, der Sinn der Toren ist für sich selbst nicht fest. — 1622 ומוסר ist nicht in ומות zu korrigieren (es ist auch durch LXX rcaiäste bezeugt, -wenn auch unrichtig übersetzt), sondern es bedeutet hier Strafe, Verhängnis, als Gegensatz zu זבהי ריב!17 — .חיים sind nicht Gelage über die man streitet; der Satz ist zu verstehen wie ימזבחים בבלת מלא ריב — 17!2 wäre auf eine T und LXX gemeinsame Abweichung hinzuweisen, ebenso 1817 auf die wichtige und ethisch interessante Auffassung der LXX: der Gerechte ist sein eigener Ankläger (צדיק — הראשון בריבו oixaio; eauxoö xaxy)70po; £v TcpoiToXoYia, Hieronymus genauer nach dem Hebr.: Justus prior est accusator sui). — 20u ist Ehrlichs von K. gutgeheißene Konjektur אם זד ganz ungerechtfertigt, זר ist in der Bibel auch kein Gegensatz zu ישר, und זך ist durch die LXX bestätigt (allerdings fehlerhaft: 03 עם זךL0ü). Der Sinn ist, vielmehr, im Anschluß an die vorher gegeißelte Unredlichkeit beim Wägen und Messen, daß der Knabe schon zeigt, ob er wirklich lauter (im Innersten seines Herzens), wie auch rechtschaffen (im Verkehr mit den Menschen) ist. Die Wiederholung des אם hebt hervor, daß es zwei Forderungen sind. — 2015 יקד heißt hier: schwerer zu finden (wie Hiob 2812 von der Weisheit im Gegensatz zu allen Schätzen). — 2131 muß bei LXX nicht לבגד ה׳ vorausgesetzt werden, sondern sie erklären 'כגד ה als eine31 Begriff (dbsjhjc;). — 22וישבת דין 0ב, LXX o-av xa&faifl iv 0uv*op׳׳w ist nicht aus ישב בבית abzuleiten, sondern aus ויש[ב1 ב(י)ת דין (ich finde nachträglich diese Auffassung auch bei Lagarde 1. c., S. 70). — 2220 בל יתייצב לפגי חשבים als ״Glosse eines Lesers“ zu streichen ist unzulässig; die Worte sind auch durch LXX bestätigt: rcapssxctvet avopcbi vüiüpoic. Man unterschätzt die Ehrfurcht der Alten vor dem Text und die Umsicht der gelehrten Soferim bei dessen Fixierung, wenn man derartige Interpolationen für denkbar hält. — 24s ist die von Kas pi zitierte Erklärung Ras chis; dieser wäre auch zu 266 als bester Erklärer heranzuziehen. — 2814 מפחד תמיד Muß denn ein moderner Kommentar dies auf die Sünden beziehen, während doch schon R. Jochanan (b. Gittin 55b) in der Kamza-Geschichte das Wort im Sinne einfacher Lebensklugheit interpretiert? — 2918 באין חו1ן haben LXX offenbar חזן gelesen und darum sSvpQ'nfc übersetzt; es ist dies die älteste Stelle (älter als die Mischnal), wo dieser Kultusbeamte und Schrifterklärer (nicht מנהיג wie K. annimmt) im alexandrinisch-jüdischen Leben vorkommt. Die Bezeichnung ist parallel zu ושומר תדדה, vgl. Mischna Schabbath 13 und jer. Sota 21 ארור אשד לא יקים את דברי התורה, זה החזן; sie war auch Amtstitel der Ausleger der delphischen Orakel.

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