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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1930-01-01 · Heft 5 · p. 321

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
74 (1930)
Issue
Heft 5
Article
Neueste Literatur zu den Hagiographen [Rezension]
Date
1930-01-01
Page
321 (sequence 1)
Language
German
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Neueste Literatur zu den Hagiographen. Von A. Kaminka in Wien. (Schluß) Die Reihe wissenschaftlicher Bibelkommentare, die von Abr. Kaliana 1904 in hebräischer Sprache mit einem Kommentar zur Genesis begonnen und mit Hilfe von mehreren Gelehrten fortgeführt wurde, ist nach langer Unterbrechung vom Herausgeber, der inzwischen nach Palästina übergesiedelt ist, mit bewundernswerter Energie und großem Erfolge neu aufgenommen worden. Zum größten Teile durch eigene unermüdliche Arbeit, aber auch unter Mitwirkung von verschiedenen europäischen Gelehrten hat er in den letzten drei Jahren in rascher Aufeinanderfolge mehrere Bände zustande gebracht, die in würdiger Ausstattung einen schön gedruckten und sorgfältig (nach Ch. D. Ginsberg) korrigierten masoretischen Text nebst eingehenden Erklärungen auf Grund der neuesten Forschungen und umfassenden Einleitungen bieten. Zuerst sind die Kommentare zu Hiob (1928) und zu Proverbia (1929) vom Herausgeber selbst erschienen1. Die Einleitung zu ״Mischle“ (S. 5—26) behandelt die Entwicklung des volkstümlichen und des literarischen ,,Maschal“, die Stellung des Buches in der hebräischen Tradition, seine Zusammensetzung aus einzelnen Spruchsammlungen, die mutmaßliche Entstehungszeit dieser Sammlungen und dabei auch die Frage des Verhältnisses von Prov. 22 f. zu dein vor einigen Jahren von Buige herausgegebenen, dann von H. O. Lange, von Ad. Er man und von Oesterley behandelten ,,Weisheitsbuch des Amenemope“ (s. MGWJ 1927, 301 über Hugo Greßmanns Schrift, die sich darauf bezieht). Durch eine Gegenüberstellung der in beiden Werken enthaltenen einander ähnlichen Sentenzen, wobei die ägyptischen in hebräischer Sprache medergegeben sind, werden Verwandtschaft und Divergenz der Texte deutlich gemacht. K. kommt zu dem Ergebnis, daß die Annahme eines einseitigen Einflusses des Aegypters auf den Hebräer nicht begründet erscheint, daß aber bei den engen kulturellen Beziehungen zwischen Judäa und dem Pharaonenlande sowohl zur Zeit Salomos wie zur Zeit Hiskias die Literaturen beider Völker aufeinander eingewirkt haben mögen. (Wir werden im Folgenden eine andere Publikation erwähnen, die sich mit diesem Gegenstände eingehender befaßt.) Der Verf. behandelt auch die LXX und deren Varianten zum MT sowie die anderen alten Uebersetzungen, die er im Kommentar sehr häufig, wenn auch nicht durchgehend, benutzt. Die in LXX enthaltenen Zusätze wie 427, 912, 918, 1617, 2422 u. a. gibt er hebräisch wieder. Zu einzelnen Stellen sei bemerkt: 83 oovaaTtov (von K. auf שעדי אדיו־ים zurückgefiihrt) ist vielleiclxt nur durch Wiederholung von שערים (st. פתח*ם) 1 תורה נביאים וכתובים עם פירוש מדעת יוצא בהשתתפות למדנים מומחים ער1 ידי אברהם כהנא. כתובים. ספר א-י־וב, מפורש ע״י א׳ כר,נא תל אביב, הוצאת מקורות, תרפ״ח♦ — 228‘) ספד משלי, מפירש ע״י א׳ כתנא . .. תדפ״״ט und 149 Seiten, Gr. 8°. Druck: Guten berg, Tel Aviv). Monatsschrift, 74. Jahrgang, 21

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