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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1930-01-01 · Heft 3 · p. Seite 224

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
74 (1930)
Issue
Heft 3
Article
Beiträge zur historischen Geographie Palästinas
Date
1930-01-01
Page
Seite 224 (sequence 4)
Language
German
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224 Zwei von diesen drei Orten ־werden noch an anderen Stellen erwähnt. In einer Halacha, die von Orla handelt (jer. Orla I 2, Bla unten) nennt R. Schim'on b. Lalcisch als Beispiel חרובי צלמונה וחרובי גידידא. Jalkut Bereschith § 133 und Ber. r. 796 erzählen, daß R. Schim'on bar Johai und dessen Sohn R. El'azar sich 13 Jahre lang in einer Höhle versteckt hielten und sich von den Früchten der Johannisbrotbäume von גידורא (Version von Ber. r. גחדא) ernährten. Es ist kein Zweifel, daß die hier genannten Orte in Galiläa lagen. Der Johannisbrotbaum, eine wildwachsende Pflanze der G e b i r g s - gegenden Palästinas, nicht aber der Ebene, ist noch heute besonders in dem felsigen Boden der Gebirgsausläufer von Samaria, in der Umgegend der Kolonie Zichron Jakob, auf dem Karmel und im galiläischen Gebirge sehr häufig. Er tritt hier einzeln und in kleineren und größeren Gruppen auf. Da R. Schim'on bar Johai, der in Meiron beheimatet war, sich nach einer alten Tradition in der Höhle von el-Buke'a, dem alten Peka3 4 oder Bek* a‘1, im Herzen Obergaliläas versteckt hielt, so hat er wohl die ihm zur Nahrung dienenden Früchte des Johannisbrotbaumes von einem Orte hergeholt, der in unmittelbarer Nähe seines Aufenthaltsortes lag, und nicht von der Küstenebene, die ziemlich weit von el-Buke'a entfernt ist und wo er leicht Von Feinden entdeckt und verraten werden konnte. Etwa 400 Schritte westlich vom heutigen Dorfe el-Buke'a gibt es einen künstlichen Hügel namens oLs-jJ Jö Teil Abu Dscheräd2. Dieser liegt wohl an der Stelle von Geroda3. Die Stelle in jer. Orla beweist ebenfalls, daß sowohl Geroda wie auch Salmona dem Tiberias-See näher waren als der Küste des Mittelländischen Meeres. R. Schim'on b. Lakisch lebte in Tiberias und wird daher wohl als Beispiel Orte seiner engeren Heimat genannt haben, die ihm wohl bekannt waren. Wir werden daher auch Salmona in der Nähe von Tiberias suchen müssen. Der Name צלמונה kommt noch wiederholt in der gekürzten Form צלמון vor. In Mischnah Kilaim IV 9 ist von einem in Salmon gepflanzten Weingarten die Rede.; Mischnah Jebamoth XVI 6 zeigt, daß der Ort auf einem Berge lag; und in Tos. Para IX (VIII) 2 wird ein versiegender Bach erwähnt, der vom Salmon herunterkommt (יורדת הצלמון). Von dem biblischen Berge Salmon, welcher bei Sichern liegt (Richter 948), können natürlich Mischnah und Tosephta nicht sprechen. Salmon oder Salmona ist mit dem von Josephus genannten Orte l'ela/uv oder ItXainf in Galiläa liegt. Der Redaktor oder Abschreiber der Sifra, von dem Namen שיטה Acacia irregeleitet, setzte dafür den Namen eines anderen, ihm vielleicht besser bekannten Baumes, nämlich ־= שקמה Sykomore. Die richtige Lesart ist aber שיטה, wie wir im Verlaufe der Abhandlung sehen werden. 1 Die Quellen siehe oben S223 ־. 2 Größe Karte des PEF Blatt 4. 3 Von den verschiedenen Lesarten dieses Namens: ,גרורה, גדודא, גירורא גרידא, גידודא, גידורא scheint גרודא die ursprüngliche, richtige Lesart zu sein, die auch dem modernen Namen der Ruine entspricht, wenn auch sonst die Verschiebung von Buchstaben nicht selten ist. 4 Bell. Jud. II 20e, Vita c. 37.

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