Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 74 (1930)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Beiträge zur historischen Geographie Palästinas
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 225 (sequence 5)
- Language
- German
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identisch, welchen scliöii Robmsohn1 2 lil der Ruine Chirbei Seläme auf einem Berge 7 km nördlich von der Ebene Sahel el-Battauf wiedergefunden hat. Von hier senkt sich nach Niedergaliläa der in der regenlosen Zeit versiegende. Bach Wadi Seläme היורדת הצלמק Dieser Ort liegt im Bannkreise von Tiberias und war daher R. Schim'on ben Lakisch wohlbekannt. Der dritte Ort, שיטה, ist kein anderer als das biblische בית השטה (Richter 722), heute lü& Schattä am südlichen Abhange des Dschebel ed-Dahi, 10 km nordwestlich von Beth-Schean. Daß dieser Ort in der Zeit des Talmuds und der Midraschim wohl bekannt war, beweist der außerordentlich interessante Fund, der jüngst in der Schattä gegenüberliegenden jüdischen landwirtschaftlichen Siedlung Beth Alfa zufällig bei Grabungen zu Bauzwecken gemacht worden ist. Die systematischen Ausgrabungen, die dann von Dr. L. Sukenilc im Aufträge der hebräischen Universität in Jerusalem an dieser Stelle gemacht worden sind, haben die Reste einer alten Synagoge zu Tage gefördert, darunter den Mosaikboden mit dem Tierkreis und symbolischen Figuren sowie den hebräischen Namen der Sternbilder (מזלות). Eine griechische Inschrift nennt die Meister Marianus und dessen Sohn Haninah, die den Mosaikboden hergestellt haben, während eine aramäische Inschrift über das Datum der Erbauung der Synagoge Aufschluß gibt, indem sie mitteilt, daß der Mosaikboden während der Regierungszeit des Kaisers Justinus3, also im sechsten Jahrhundert, hergestellt worden ist4. Unsere obige Untersuchung ergibt als Resultat, daß sämtliche drei Orte, die wegen ihrer Johannisbrotbäume oft als Schulbeispiel genannt werden, in Galiläa lagen, und zwar גלודא Teil Abu Dscheräd in Obergaliläa, צלסונה Chirbet Seläme in der Mitte und שיטה Schattä am äußersten Südostrande Niedergaliläas. Z11 Spaniers ״Ueber Reste der palästinischen Vokalisation in Gebetbüchern“ (MGWJ 73, S. 472/5) Von H. Y a 1 0 n in Jerusalem. In bezug auf die Suffixendung der zweiten Person ך* (statt יןי) der pal. Vokalisation, möchte ich hinzufügen, daß dieselbe nicht nur in Gebetbüchern, sondern auch in der talmudischen Literatur üblich war; so z. B. Ms. M. Berachoth 7 b ואש לחשך■ אדם, Yerush. Fragments s. 254 שלך לפניך'...אס החזרתי לך ואם לא החזרתי, Ms. 1 Neue Bibi. Forschg. S. 105. 2 Vergleiche auch Klein, Beitr. S. 87, der aber die Lesart צלמין vorzieht. 3 Im Mosaikboden ist die Stelle, wo das Regierungsjahr angegeben war, beschädigt; ebenso fehlt in der Inschrift die Angabe, ob damit Justinus I. oder II. gemeint ist. 4 Die hier mitgeteilten Einzelheiten über die ausgegrabenen Synagogen» Überreste in Beth Alfa verdanke ich der freundlichen Mitteilung des Herrn Dr. Sukenik. Inzwischen hat derselbe im Tarbiz, Vol. I Nr. 2, Jerusalem, Januar 1930, B. 111—117, einen vorläufigen Bericht über die Ausgrabungen, versehen mit mehreren Illustrationen, veröffentlicht. Monatsschrift,?4. Jahrgang. 15