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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1930-01-01 · Heft 3 · p. Seite 223

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
74 (1930)
Issue
Heft 3
Article
Beiträge zur historischen Geographie Palästinas
Date
1930-01-01
Page
Seite 223 (sequence 3)
Language
German
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223 Dorf el״Buke'a, das alte Peka‘1 oder Beka‘2, welches — wahrscheinlich von der jüdischen Wiederbesiedelung der galiläischen Dörfer im 16. Jahrhundert an — bis heute von jüdischen, in Sprache und Lebensgewohnheiten den arabischen Fellahin ähnlichen Ackerbauern bewohnt wird, gegenwärtig allgemein Peki'in genannt wird3. Dieser Name für das Dorf el-Buke‘a findet sich aber zum erstenmal erst in einem Briefe des R. Joseph Sopher aus dem Jahre 17604, während alle Früheren, die über die jüdische Gemeinde in diesem Dorfe berichten, es mit seinem arabischen Namen nennen. Die gegenwärtige Benennung beruht also auf einer Verwechselung zweier verschiedener Namen. Aus den angeführten Quellen geht ohne weiteres hervor, daß wir Peki'in auf dem Wege von Jabne nach Lud zu suchen haben. Heute findet sich dort keine alte Stätte, deren Name phonetisch an den alten Namen erinnerte. Die einzige nennenswerte Ruinen״ stätte auf dem Wege Jabne—Lud ist J] Chirbet el-Bedd, etwa 6 km nordöstlich von Jabne und 10 km südwestlich von Lud5. An diesem Orte liegt ein ausgedehntes Ruinenfeld, mit vielen Scherben und alten Zisternen6. Sprachlich ist der moderne arabische mit dem alten hebräischen Namen verwandt, bedeutet trennen, entfernen, auseinander tun, פקע ,בקע bersten, aufspringen, spalten, also auch trennen, teilen; cLj| ist die Trennung, פקועין oder פקיעין sind die Gespalteten, die Getrennten7. Man darf hierbei vielleicht an die פקו־עח השדה, die Koliquinthe denken, deren Frucht nach der Reife birst und die in der Küstenebene sehr häufig vorkommt. Danach scheint es, daß פקיעין mit Chirbet el-Bedd identifiziert ״werden darf. 3. Drei Orte in Galiläa, die wegen ihrer Johaiinishrotbäume bekannt waren. Im jerusalemischen Talmud und in den Midraschim werden drei Orte genannt, die wegen ihrer Johannisbrotbäume bekannt waren: 1. jer. Mafasroth 11, 48°: חרובי שיטה וצלמונה וחרובי גרורה, 2. Sifre Deut. § 105 (ed. Venezia s. 165): חרובי שיטה וחרובי צלפונה 3 ,וחרובי גירודא. Sifra Behukkothai xii 9 (ed. Venezia s. 236):חרובי שקמה8 וצלמונה וחרובי גרידה. 1 Koh. r. 10n (122 a). 2 Pesikta d. R. Kahana 88t>. 3 Vergl. Luncz in seinen Bemerkungen zu den obengenannten Stellen des Kaphthor wa-Pherah; J. Ben-Zwi, Schear Jischub S. 53—54. 4 Schear Jischub S. 45—46. 6 Gr. Karte des PEF, Bl. 16. .העתון הרשמי של ממשלת פלשתינה (א״ס גליון 76 ירושלם, 1 איקפזובר 1922 6 7 Beispiele für die Wiedergabe alter Namen in neuen gemäß ihrer Bedeutung: באר שבט Btr es-Saba‘,דן Teil el־Kädi,תרען שערים Dürän,נחל שורק Wädi es-Sarrär u. dgl. m. 8 S. Klein (Beitr. zur Gesch. u. Geogr. Pal. S. 89, Anm. 4 und Die Küstenstraße Palästinas in Scripta Universitatis S. 5, Anm. 3) hält שקמה für die richtige Lesart, verbessert שקמונה Sicamenos, und darauf gestützt, sucht er die obigen drei Orte in der Küstenebene zwischen Haifa und Akko. Mir scheint aber, daß gerade in der Version der Sifra eine Verschlechterung vor-

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