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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1930-01-01 · Heft 3 · p. Seite 222

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
74 (1930)
Issue
Heft 3
Article
Beiträge zur historischen Geographie Palästinas
Date
1930-01-01
Page
Seite 222 (sequence 2)
Language
German
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222 von einer gleichnamigen Stadt in Palästina erhalten haben, wie ja bis in die neuere Zeit der Brauch geübt wird, daß Auswanderer ihre Siedlungen in der neuen Heimat nach solchen in der alten benennen.!מחו oder מחוזא war ein Marktplatz an der Handelsstraße, die durch die Küstenebene Palästinas führt1. Der alte Name ist in der Ruine Chirbet el-Machazün erhalten. Dieser Ort liegt 1*4 km südlich von Kilkilje an der Landstraße, die durch die Scharon-Ebene führt2. Ebenso wie es in Mesopotamien in der Nähe der Handelsstadt מחוזה eine Karawanserei, einen Lagerplatz für die Kamele mit Namen 3מכרכתא gab, lag in Palästina nördlich von מחווא eine Lagerstation namens 4ברבתא. Dort kehrte einst Bar Kappara, der geistreiche Zeitgenosse des Patriarchen R. Jehuda ha־Nasi (Rabbi), mit zwei seiner Schüler in einer Herberge ein5. Auch dieser Name ist uns in der Ruine s£^| Chirbet Ihr ehe erhalten, die gleichfalls an der erwähnten Karawanenstraße 1 % km nördlich von Kükilje und 21 7/2 km von Mahoza Ch. el-Machazün entfernt liegt. Die Karawanen, die von Cäsarea nach Lud zogen, hielten in Berachta oder Mibrachta Rast, bevor sie den Marktplatz Mahoza passierten. In b. Hagiga 3a und in den Parallelstellen, jer. Hagiga I 1, 75ds, Tos. Sota VII 9, Num. r. 141דב, wird erzählt, daß R. Johanan ben Beroka und R. El'azar Hisma einst von Jabne nach Lud gingen und unterwegs ihrem Lehrer R. Jehoschua (ben Hananja) in Peki'in, wo er das Haupt eines Lehrhauses war (vergl. b. Sanhedrin 32b), einen Besuch abstatteten. Aus der Unterhaltung zwischen Lehrer und Jüngern erfahren wir, daß dies an einem Sabbathtage geschehen ist. Die Identifizierung von PekFin hat bisher viel Kopfzerbrechen verursacht8. Sämtliche bisher versuchten Identifikationen sind unannehmbar, weil sie, wie auch schon Hildesheimer, Beiträge S. 22 richtig bemerkt hat, die Tatsache unberücksichtigt gelassen haben, daß der Ort ausschließlich zwischen Jabne und Lud zu suchen ist. Bei einigen palästinischen Gelehrten hat der Umstand Verwirrung angerichtet, daß das in der Mitte von Obergaliläa gelegene 1 מחרזא ,מחוז steht in den aramäischen Uebersetzungen für Hafen-, Handelsstadt oder Marktplatz. Vergl. מחוזרי Targ. Pseudo-Jonathan und Fragmenttarg. zu Num 34e, קרית מחחוהי Targ. Onk. zu Num 2239, מחודן Targ. zu Echa 219, 41י Ijob 51)0. 2 Große Karte des PEF Bl. 11. 3 b. Erubin 47b, 61b, Kethuboth 10a. 4 Die richtige Lesart ist מברכתא, vom Verb ברך, ein Platz, wo die Kamele hinknien. 5 jer. Berachoth VI, 10b unten. 6 Hier die Lesart!בקיעי. 7 Hier פקיעיים. 8 Vergl. Ischthori ha-Parchi in Kaphthor wa-Pherah, ed. Luncz, S. 128, 302; Jos. Schwarz, Das heil. Land, S. 106; Conder in Quart. Statem. 1877, S. 28; Neubauer, La G£ogr. du Talm., S. 81; Guörin, Judde II, S. 321; ZDPV II, S. 162.

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