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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1930-01-01 · Heft 3 · p. Seite 221

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
74 (1930)
Issue
Heft 3
Article
Beiträge zur historischen Geographie Palästinas
Date
1930-01-01
Page
Seite 221 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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221 Beiträge zur historischen Geographie Palästinas. Von J. P r e ß in Jerusalem. ר.פ1ח1ו, מדקא .1 . In der Mischna und Tosephta wird ein bestimmtes Gebiet in Palästina genannt , das im gleichen Sinne wie der Norden des Landes הגליל, aram. ־ גלילא== die Provinz als המחוו, aramäisch ־ מחתאder Distrikt bezeichnet wird. Die Lage dieses Distriktes war in alter Zeit zweifellos bekannt. Uns ist fraglich, wo er gelegen hat. S. Klein verlegt ihn nach der Ebene Schephela in die Gegend zwischen Jabne und Aschdod1. Mir scheint es jedoch, daß er nicht dort zu suchen ist. Daß der Mahoz in der Küstenebene war, ist nicht zu bezweifeln, da überall, wo er genannt wird, vorn Sande oder den Sanddünen des Distrikts die Rede ist. So wird z.B, in Mischnah Machschirin III 4 erzählt, daß die Bewohner des Mahoz den Weizen im Sande anzufeuchten pflegten2. In einer Halacha in Mischnah Arachin III 2 haben wir dann einen näheren Anhaltspunkt für die Lage des Gebietes. Dem mageren Sandboden des Mahoz werden da die fnichtbaren Gärten von Sebaste gegenübergestellt3. Mit den beiden Be- Zeichnungen sind offensichtlich zwei verschiedene Gegenden in demselben Landesteile gemeint. Da nun Sebaste, das biblische Schomron, im Herzen Samarias liegt, so ist der Mahoz höchstwahrscheinlich in der Ebene Scharon zu suchen. Daß dies der Fall ist, zeigt sich ganz klar in einer Halacha (Tos. Arachin II 8), wo das Verhältnis Mahoza-Sebaste in Parallele zu Jabne-Jericho gesetzt wird. Es heißt da wörtlich: Wer etwas in den Gärten von Sebaste und in den Sanddünen von Mahoza weiht, gibt 50 Sela für 1 Beth Kur. R. Jehuda sagt: Auch wer etwas in den Gärten von Jericho und in den Sanddünen von Jabne weiht, gibt 50 Sela für 1 Beth Kur4. Der Mahoz kann also keineswegs das Gebiet von Jabne sein, das hier im Gegensatz zu ihm steht. R. Jehuda hatte mit seinem Zusatze eine bestimmte Absicht. Er wollte sagen, daß die vorliegende Halacha für Judäa ebenso gilt wie für Samaria. In Judäa steht Jabne in der Schephela in demselben Verhältnis zu Jericho wie in Samaria Mahoza in der Scharon-Ebene zu Sebaste. Klein hat schon festgestellt5, daß im Mahoz eine jüdische Stadt desselben Namens lag, die Heimat zweier Tanaiten6. Aus dem babylonischen Talmud7 ist uns eine große jüdische Handelsstadt am Tigris namens מחווא bekannt. Diese wird wohl ihren Namen 1 MGWJ 1917, S. 133—135;ספר השנה של איךישראל, שבי, א/ תל אביב תרפע S. 27—29. 2 (מעשה באנשי המחוז שהיו מטינין כחול (את ד.חטה.. 3 אחד המקדיש בחולת המחול ואחד המקדיש בפרדסי סבסטי♦ 4 שלמחוזא (Dünen אחד המקדיש בפרדסות ספוסחא ס־סבסטס ובחולית ( חולות נזתן חמשיט סלע לבית כור. ר" יהודה אומר אף •המקדיש בפדדסות ידיחו ובהולות של יבכה כוחן חמשים סלע לבית כור♦ 5 ספד השנה s. 28. 6 אבא יוסי המחוזי, Mechiltha Beschalah § 3 — ר״ שמעון המחוזי, b. Sukkah 45b. 7 Berachoth 59b, Schabbath 95a, Joma 11a.

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