Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 74 (1930)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Wortspiele im Pentateuch
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 196 (sequence 3)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/1002670
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196 Schließlich auch Num 33B2 ואבדתם את כל משביתם und לשב ים בעיניכם. Manche Wortspiele können mehr auf Grund von Buchstaben- Umstellung eruiert werden. Zwar meint C. Brockelmann (Grundriß der vgl. Grammatik d. semit. Sprachen, Berlin 1908, I S. 296), daß wohl ,,gewisse Worte aus superstitiösen Gründen umgestaltet oder an andere angelehnt werden‘4 (ähnlich auch Blau, d. altjüd. Zauberwesen, Straßburg 1898, S. 147, gebracht bei Dornseiff: Das Alphabet in Mystik u. Magie, 2. Aufl., Leipzig-Berlin 1925, S. 56: ״Durch Umkehrung von Worten und Buchstaben glaubt man die Umkehrung der Dämonen, des Zaubers bewirken zu können“), daß aber ״für diesen Vorgang, der namentlich auf primitiveren Kulturstufen eine große Rolle in der Sprachgeschichte spielte, sich im Semitischen nur wenige Belege fänden, z. B. la'ana fluchen, im Aegypt. und Syr. ar. wohl absichtlich zu na'al umgestaltet“; indessen wären wir in der Lage, jene ״wenigen Belege“ doch durch einige Beispiele aus der Bibel zu ergänzen, bei welchen mit der Möglichkeit einer Umstellung zu rechnen ist: Gen 6S חן) ונח מצא חן Umstellung von נח). Gen 387 רדד ער .. דע בעעי. Ex 3222 כי ברע הוא scheint bereits Ibn Esra eine ähnliche Buchstabenumstellung anzunehmen, wenn er erklärt: בעביר שישראל ערב - ברע) מעורבים בערב רב), wie er auch Deut 25כל הנחשלים 8נ in נחלשים transponiert und Hiob 304 הקוטפי' מלוח durch Um- Stellung mit חלמות (Kalmus pflanze) identifiziert. Vielleicht ließe sich hier noch Ex 59 ויעשו בה ואל ישעו anführen. (ישעו schon von den alten Erklärern, Raschi, Raschbam, Ibn Esra verschiedenfach gedeutet, scheint statt des hier erwarteten יפנו (vgl. Raschi) eben des Wortspiels halber gewählt worden zu sein, gleich Jes 17, ישעה האדם על עשהו. Nebenbei bemerkt wäre auf Grund dieses letzteren aus Jes angeführten Wortspieles, sowie auch zufolge Jes 539, wo עשיר mit רשע in Parallele gesetzt wird, Grätz׳ Konjektur zu Jes 404 והיה העקב למישור in העקם wegen des nachfolgenden בקעה — העקב) והרכסים לבקעה) widerlegbar. Erwähnenswert wäre hier noch die Buchstabenumstellung bei den ״Söhnen des Stammes Dan“, wobei es einmal Gen 4623 heißt: ובני דן ח ש י ם, dagegen Num 2642 umgestellt: אלה בני דן לשוח ם משפחת ה ש ו ח מ י. Sollte dies nicht darum erfolgt sein, weil der Name חשים an den Namen des kanaanitischen Heilgottes f A s m u m anklingt oder gar von ihm hergeholt ist, und darum absichtlich bei der späteren Aufzählung der einzelnen Familien in שרחם umgestellt worden? (Ueber ״Asmum“ vgl. Grätz I S. 93.) Wenn auch nicht streng in den Rahmen dieses Aufsatzes gehörend, sei hier noch auf einige Buchstabenumstellungen seitens unserer Talmud weisen hingewiesen. Bezeichnend hierfür vor allem die Stelle Sabb. 55b, woselbst nach verschiedenen Erklärungsversuchen des Wortes פחו Gen 494 gesagt wird: ״noch sind wir angewiesen auf einen R. Elieser hamodoi, der da meint: הפוך את התיבה ודורשה und dementsprechend פחז in חפו umstellt. (Nach diesem Muster wären auch Grätz’ auf Buchstabenumstellung be-