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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1930-01-01 · Heft 2 · p. Seite 120

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
74 (1930)
Issue
Heft 2
Article
Bemerkungen zur Liturgie und Geschichte der Liturgie
Date
1930-01-01
Page
Seite 120 (sequence 17)
Language
German
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320 getriebene Sonne und der Mond. Die alles gebärende Erde wird bewegt werden in jenen Tagen. Süße Reden werden sie ans dem Mnnd erschallen lassen in Liedern: Kommt, niederfallend zur Erde laßt uns alle anflehen den unsterblichen König, den großen und ewigen Gott. Laßt uns zum Tempel schicken, denn er allein ist der Herrscher, und laßt uns alle das Gesetz des höchsten Gottes bedenken, welches von allen auf Erden das gerechteste ist׳.“ VI. Gregenwartscharakter der altjiidischen Messiaserwartung, Prof. Büchler macht mich auf sein Buch Types of Jewishpalestinian piety1 aufmerksam, wo er S. 171 f. die Stelle Ps Sal 17512־ behandelt. Büchler wirft folgende Fragen auf: 1. Gab es damals eine Möglichkeit, die Davidische Dynastie wiederherzustellen? 2. Hat es zu jener Zeit außer den von Jechon ja abstammenden Davididen in Babylonien auch solche in Judäa gegeben? Hätten Aristobul I. und seine Nachfolger sie im Lande leben lassen? Er antwortet: Die Stelle ist ein Protest gegen die Usurpation des Königtums seitens der Hasmonäer und den Versuch, diese Usurpation zu rechtfertigen durch die Behauptung, daß Gott Levi. das Königtum verheißen2. Also leibhaftige Parteipolitik, wie in meinem Buche!3 1 London 1922. 2!,,Wasjthere an obvious possibility of restoring the dynasty? Was there, besides the line living in Babylonia and descended from King Jehoiachin any representative of the. family in Judaea? Would Aristobul I and his successors have allowed him to live in that country? ... Only Testament Levi 18, 4 asserts that God promised the kingship to Levi and against such attempts at legitimation our author protests and declares, thatpriests violently appropriated the dignity and destroyed Davids throne“. 3 Vgl. Parteipolitik der Hasmonäerzeit S. 49 ff.3 בשכמל״ו in MGWJ 73JS. 99. — Aber^Herr A. Marmorstein schreibt MGWJ 73 S. 481: Aptowitzer hat Ps. Bai. mißverstanden, dieser träumt vom Himmelreich! Dies ist nicht die einzige falsche Angabe des Herrn Marmorstein im Zusammenhang mit meinem.Buche. Vgl, MGWJ 3ל S. 403 ff. und 478 ff. Hier einige weitere Beispiele: 1. ,,Was immer auch die -Testamente, Psalmen Salomos .und das Jubiläenbuch über die Geschichte Renbens, Juda und Tamar, Levi denken, ist kein Beweggrund, in den rabbinischen Quellen über denselben Gegenstand Hasmonäerpolitik zu suchen“ (S. 480 Nr, 4). Hier hat wieder Herr Marmorstein etwas in mein Buch hineingelesen. Da in den Psalmen Salomos keine Spur von Juda, Ruhen und Levi vorhanden ist, so konnte ich natürlich auch in meinem Buche die Psalmen nicht zu diesem Thema heranziehen. 2. ,,Ueber die kritische Methode des Verfassers ließe sich noch, vieles sagen, wie z. B., daß der Opferdienst der Erstgeborenen (S. 142) ein Schlag wort der Anti hasmonäer gewesen sei; So? Ex 24s sind, die Darbringer der Opfer keine סמנים sondern נעלי בני ישראל> vgl.^ferner Num 340“ (S. 480 Nr. 7). In meinem Buche heißt es: .,,Gegen das Priestertum Levis betonten die Antihasmonäer: Bis zur Errichtung der Stiftshütte haben die Erstgeborenen den Opferdienst versehen.“ Betont wird in erster Reihe eine bekannte Tatsache. In den talmudischen Quellen, auf die ich S. 276 Anm. 53 verwaise, werden die zum Thema gehörenden Bibelstellen, natürlich auch die v 0 n H er r n Marmor-

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