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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1930-01-01 · Heft 2 · p. Seite 119

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
74 (1930)
Issue
Heft 2
Article
Bemerkungen zur Liturgie und Geschichte der Liturgie
Date
1930-01-01
Page
Seite 119 (sequence 16)
Language
German
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119 Also ist בשכמל״ו die Bekanntgabe des Endes. Dies ist nur dann verständlich, wenn ,,die Herrlichkeit seiner Regierung כבוד מלכותו“ das Königtum Davids ist, dessen Wiederherstellung Jakob derZeit nach bekanntgeben wollte* 1. 11. Diese enge Verbindung zwischen Regierung Gottes und Regierung des Hauses David, die Unmöglichkeit, jene ohne diese zu denken, so daß die ,,Regierung Gottes“, ,,Himmelreich“ und ״Königtum Davids“ geradezu identische Begriffe waren, ergibt sich auch besonders aus folgender Stelle: ״Ihnen hatte er sich nämlich nach seinem Leiden in vielen ' Erweisungen als lebendig bezeugt: vierzig Tage hindurch erschien er ihnen und redete über das Reich Gottes . . . Bei dieser Zusammenkunft fragten sie ihn: Herr, wirst du in dieser Zeit für Israel das Reich wieder aufrichten? Er antwortete ihnen: Nicht euch kommt es zu, Zeiten und Fristen zu erkennen, die der Vater in seiner Vollmacht festgesetzt hat.“2 Also, ihren Meister, der ständig von der Regierung Gottes, vom Himmelreich spricht, von einem Himmelreich, dessen nur die Armen teilhaftig werden und das nicht von dieser Welt ist, fragen die Jünger, ob er jetzt schon Israel die Regierung zurückgeben wird! Gibt es einen schärferen Beweis für die innige Verbindung zwischen Regierung Gottes und Königtum Davids, die auch noch und besonders zu jener Zeit so lebhaft war?! 12. Der politisch-national-universalistische Grundzug der jüdischen Messiashoffnung ist auch im jüdisch-hellenistischen Schrifttum nachweisbar. So weissagt die Sibylle3: ״Aber die Söhne des großen Gottes werden um den Tempel herum alle ruhig wohnen, sich erfreuend an dem, was (ihnen) der Schöpfer und gerecht richtende Alleinherrscher geben wird. Denn er selbst wird sie bedecken, der Mächtige mächtig ihnen zur Seite tretend, gleichsam ringsherum eine Mauer habend von brennendem Feuer. Ohne Krieg werden sie sein in den Städten und in den. Dörfern. Denn nicht die Hand des bösen Kriegs (wird gegen sie sein), sondern gar sehr wird ihnen der Unsterbliche selbst ein Beschützer sein und die Hand des Heiligen. Und dann werden alle Inseln und Städte sagen, wie sehr der unsterbliche Gott jene Männer liebt; denn alles wirkt für sie mit und steht ihnen bei; der Himmel und die gott- התחיל לומר בלחישה בדוך שם כבוד מלכותו לעולם ועד אמד לו הקביה כבוד אלהים הסתר דבר. Tanch. ed. Buber *9§ ויחי. Mit Erweiterungen am Schlüsse Tanch. 8§|דחי, Schitta Chadascha zum Segen Jakobs 1 in G-en. r. ed. Theodor-Albeck S. 1201 i. Jal. ha-Machiri Jes. S. 145 wird diese Agada aus Midrasch Ps. angeführt. Fehlt in unseren Ausgaben. 1 Grünhut zu Jal. ha-Machiri Mischle 25, 2 Anm. 2 meint, das Geheimnis von בשכמל״ו bestehe darin, daß es die Huldigungsformel der Engel ist. Aber davon ist in den Texten keine Spur vorhanden. Albeck hat daher mit Recht die Erklärung Grünhuts ignoriert. Aber nach seiner Erklärung bleibt es schwer, daß der Agadist nach einer längeren Abschweifung ohne Zeichen der Wiederaufnahme auf den Anfang zurückgreift. Ag. Bereschith LXXX 2, worauf Albeck verweist, ist eine andere Agada, in der keine Abschweifung vorkommt. Auch handelt es sich dort nicht um die Bekanntgabe des Endes. 2 Acta 13, 6-7. 3 III 702—720. Kautzsch, Apokryphen II S. 198 f.

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