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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1929-01-01 · Heft 7 · p. Seite 474

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
73 (1929)
Issue
Heft 7
Article
Über Reste der palästinischen Vokalisation in Gebetbüchern
Date
1929-01-01
Page
Seite 474 (sequence 3)
Language
German
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474 זך (bzw. auch ך.), wo er sie ungewöhnlicherweise findet, aufmerksam macht. Es geschieht dies S. 115 für Hs. Darmstadt or. 8, S. 176 ff. für Paris, Hebr. 1333, S. 199 f. für Brit. Mus. Add. 14762, S. 212 ff. für Nürnberg Nr. 7121, S. 219 f. für München cod. 200, S. 233f. für Darmstadt or. 28 und S. 249 f. für Hs. Rothschild Nr. 24. Diese Handschriften sind nun freilich alle deutsch bis auf die letzte, die italienisch ist; Belege aus spanischen Handschriften fehlen. Ich sehe jedoch aus dem Siddur Venedig 1584, der mir von älteren spanischen Liturgica im Augenblick allein zugänglich ist, daß auch dort die Vokalisierung דןי weit verbreitet ist. In Deutschland kam sie erst im 18. Jahrhundert außer Gebrauch; in Italien und im Orient;— hier besonders auch wieder im Jemen — hielt sie sich noch weit zäher und bis in unsere Zeit. So heißt es zum Beispiel in Luzzattos Ausgabe des Römischen Maclisor, Livorno 1856 I, Bi. 9a: אבל אנחנו עמך בני בריתך בני אברהם אוהבך שנשבעת לו כהר המוריד. זרע ’יצחק יחידך שנעקד על גבי מזבחך עדת יעקב בנך בכורך שמאהבתך שאהבת אותו ומשמחתך ששמחת בו קראת את שמו ישראל וישרון. — Die Formen auf äk herrschen hier wie in allen anderen von mir eingesehenen Texten nicht etwa ausschließlich. Man liest immer שמף הגדול ,עטך ישראל usw.: dies sind die Kontextformen, während die Bildungen auf äk als Pausalformen — in einem etwas weiteren als dem üblichen Sinne — betrachtet werden müssen. Auch die Pausalformen auf ך, fehlen in den Drucken nirgends ganz. — Die Endung ך* ist nun nur eine Besonderheit in der palästinischen Vokalisation. Erstaunlich aber ist die völlige Uebereinstimmung mit dieser Vokalisation, die ich — leider nur für ein kleines Stückchen -— in der Berliner Hs. Fol. 10 antreffe. Die Handschrift ist ein Machsor des deutschen Ritus; die Vokalisation stammt von verschiedenen Händen: nahezu ausnahmslos findet sie sich nur in den poetischen Teilen. Auf Bl. 136b liest man nun folgendes: דרכך אלהינו להאריך אפך לרעים ולטובים והיא תהילתך " למענך אלהינו עשה V- •־ I ־ * :• :"־די : ־ ־ : I “ *־־׳־: | ־ ־ ולא לנו ראה- עמידתינו דלים ורקים " שוב מחרון אפך והנחם על הרעה לעמך " שוב למען־ עבדיך שבטי נחלתך " שובה י; עד מתי והנחם על עבדיך " שובה ןשראל עד ך אלהיך כי כשלת בעונך " קחו עמכם ךבדים ושובו אל ין ואמרו אליו. כל תשא עוין וקח ט1ב ונשלמה פרים שפתינו. Die beiden ersten Sätze sind, nebenbei gesagt, vier Verse zu fünf plus vier Silben, in syrischer Art unter Vernachlässigung der Halbvokale gebildet; dann folgen die Bibelverse Ex 3212b, Jes 6317b und Hosea 142, 3. Wir stellen fest, daß nicht nur im singularischen Nomen das Suffix der zweiten Person konsonantisch auslautet, sondern auch im pluralischen (vgl. עבדיך und אלהיך), ja sogar das Verbalsuffix der zweiten Person Singularis endet konsonantisch (vgl.בשלת) — ganz wie das Kahle bereits inZATW 39, 1921, S. 236, für die inzwischen von ihm heräusgegebenen palästinisch punktierten Texte schildert. ' Steinschneider in seinem Verzeichnis der hebr. Handschriften der Kgl. Bibliothek zu Berlin, 1878, S. 2, schreibt den Codex zweifelnd

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