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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1929-01-01 · Heft 7 · p. Seite 442

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
73 (1929)
Issue
Heft 7
Article
Hellenistica [Rezension]
Date
1929-01-01
Page
Seite 442 (sequence 18)
Language
German
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442 Von der neuen Phiionübersetzung ist inzwischen der fünfte Teil erschienen* 1. Er umfaßt folgende Bücher: Ueber die Trunkenheit, bearbeitet von Prof. Maximilian Adler; Ueber die Nüchternheit, bearbeitet von demselben; Ueber die Verwirrung der Sprachen, bearbeitet von Dr. Edmund Stein;. Ueber die Wanderung Abrahams, bearbeitet von Rabb. Dr. A. Posner; Ueber die Frage: Wer ist der Erbe der göttlichen Dinge, bearbeitet von Rabb. Dr. Joseph Cohn. Wie die vorausgehenden Bände, versucht auch dieser durch Einleitungen das Verständnis des Gedankengangs zu fördern, durch Anmerkungen nicht nur schwierige Stellen aufzuhellen, sondern auch das geschichtliche und das innere Verhältnis Phiions zu den Welten des Hellenismus und des Rabbinismus darzutun. Eine ausführlichere Besprechung des Bandes bleibt Vorbehalten. Für den sechsten Band, der weitere allegorische Schriften Phiions behandeln wird, liegen einige Beiträge bereits vor; er wird voraussichtlich 1930 erscheinen können. Eine monographische Behandlung des IV. Makkabäerbuchs habe ich in meinem Aufsatz in Pauly-Krolls Realenzyklopädie der klassischen Altertumswissenschaft XIV 800 ff. versucht. J. Freudenthals Meinung, daß das Buch eine Predigt, und zwar die erste vollerhaltene Predigt darstelle, war insbesondere von Eduard Norden bestritten worden, der in ihm lediglich eine philosophische Abhandlung sah. Ich glaube gezeigt zu haben, daß Norden insofern zu weit geht, als die Anspielung des Verfassers auf die Männer, die ,,um diese Zeit“ gestorben seien (110; vgl. 319), nur bei einer Gelegenheitsrede anläßlich des Chanukkafestes verständlich ist. Ob die Rede allerdings in einer Synagoge gehalten wurde oder etwa in einem Privathaus bei der abendlichen Festfeier, muß dahingestellt bleiben, zumal ihre Technik von derjenigen der uns erhaltenen Predigten in griechischer und hebräischer Sprache abweicht. Die neue Auflage des bekannten Handbuchs von Ueber weg- Praechter2 bietet bezüglich der jüdisch-hellenistischen Philosophie keine wesentlich neuen Ergebnisse. Die neuen Untersuchungen über die Quellen Phiions und seiner Vorgänger sind natürlich in vollem Umfang berücksichtigt; bezüglich des Einflusses der Mittelstoa auf Philon hat sich der Herausgeber durch die viel zu weit gehende Einschränkung Reinhardts nicht beirren lassen. Mittelbar für den glichen werden. Dagegen wird Ber. rabba 61, 1 die Frage מאיכן למד אבי־הם את התורה bereits dem R. Simon zugeschrieben und die Beschränkung auf die Nachtzeit gestrichen; noch weiter geht Ps. Ber. r. 95, 3, wo die Nieren gleich Krügen Thora (nicht Weisheit) strömen lassen; ebenso Tanchuma und Tancn. B. ויגש gegen Ende, nur daß ariden letztgenannten drei Stellen R. Simon für die Frage keine Verantwortung trägt. Die Neigung, einen ursprünglich ethisch gemeinten Ausspruch auf das Halachische zu beziehen, tritt such hier lehrreich hervor. 1 Die Werke Philos von Alexandria, Fünfter Teil, herausgegeben von Dr. I. Heinemann. Breslau (Marcus) 1929 (Schriften der jüdisch-hellenistischen Literatur in deutscher Uebersetzung). 294 S. 2 Die Philosophie des Altertums. 12., umgearbeitete und erweiterte, mit einem Philosophenlind Literatorenverzeichnis versehene Auflage, herausgegeben von Karl Praech-te r. Berlin, E. S. Mittler & Sohn, 1926, 671 und 252 Seiten.

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