Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 73 (1929)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Hellenistica [Rezension]
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 440 (sequence 16)
- Language
- German
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440 meiden ließ, liegt darin, daß die noch nicht in der kritischen Ausgabe enthaltenen Schriften Phiions beiseite gelassen wurden, also die Fragmente und die nur in armenischer Sprache auf uns gekommenen Bücher. Der Benutzer wird also aus der Nichtaufführung einer Bibelstelle oder eines Begriffes in Leisegangs Index nicht notwendig dessen Nichtvorkommen bei Philon erschließen dürfen, sondern namentlich den Index Aucherianus zu den armenischen Schriften trotz seiner Mängel ergänzend heranziehen müssen. Innerhalb dieser selbstgezogenen Grenzen ist Mustergültiges geboten. Der Leser dieser Zeitschrift, der manche geistvolle und an kühnen Konstruktionen reiche Arbeit des Verfassers aus unseren Besprechungen kennt1, wird zunächst erstaunt sein, daß gerade Leisegang sich an eine Arbeit gewandt hat, die in erster Linie rein mechanischen Sammelfleiß zu erfordern scheint. Bei näherer Betrachtung ergibt sich aber sofort, wieviel eigenes, originelles Denken — allerdings neben erstaunlichem Fleiß — in diesen Registern steckt. Im Namens Verzeichnis, das vollständig vorliegt, sind nicht nur die Stellen verzeichnet, an denen Philon Personen oder Länder erwähnt: es sind vielmehr unter den Stichworten ' Avo^aydpo.^^ ’ Apiozozelyjz, Arjpoxpizoz^ Atoyivyc;, ג Erdxoupoz, c Hpaxhizoq, QefxppaoToq, c Imzov.pdzr^^ RAsdvfkrjZy Kptziacלז Moüodivtos, 3evo<pa>v, ג OxsXXo^y Ilappevtdrj^ ÜMzcoUj J10ostdd)1>i0z: Iluäayopaioi, Zzwbtoi und Zcoxpdrrjc auch solche Bezugnahmen angegeben, die Philon nicht als solche bezeichnet; es wird also die seitherige Quellenforschung in vollem Umfang verwertet, vielfach aber auch selbständig mit voller Beherrschung des Stoffes weitergeführt. Ein solches Verfahren ist durchaus eigenartig; ich verkenne nicht, daß beim gegenwärtigen Stande der Forschung Vollständigkeit der Nachweise nicht zu erwarten ist (vielleicht hätte unter c Epprjq der Einfluß der Hermetik berücksichtigt werden sollen) und daß neben Sicherem auch weniger Erweisliches notwendig unterläuft, ohne daß es als unsicher bezeichnet werden konnte; aber namentlich dem Fernerstehenden eröffnet sich ein sehr lehrreicher Einblick in Phiions philosophische Mischbildung. — Das folgende Verzeichnis der Bibelstellen ist weit vollständiger als dasjenige Mangeys und unterscheidet in verdienstlicher, m. E. zur Nachahmung zu empfehlender Weise zwischen wörtlich angeführten Stellen und solchen, auf die nur angespielt wird. Dem Bibelkenner gibt es einen ausgezeichneten Anhalt, um ein Gesetz, eine Erzählung oder eine Vorstellung, die er aus der Thora kennt, bei Philon aufzufinden. Wenn einzelnes fehlt, ist das nicht die Schuld des Verfassers, sondern eher die der Herausgeber, die nicht alle Anspielungen bemerkt haben; so wird Quis rer. div.- h. 25 06 pot ykowoav rratdaia^ adcoxou: natürlich auf Jes 504 angespielt. — Der folgende Index verborum, der bis C einschließlich vorliegt, ist weniger nach sprachgeschichtlichen als nach geistesgeschichtlichen Gesichtspunkten angelegt.. Mit größter Sorgfalt werden insbesondere bei den Artikeln yevs01<:, ylvos, didvota, ddqa, düvaptc:^ £7u0r7]p.7), Ipyov, £לעןל Zcoyj die verschiedenen Bedeutungen geschieden, die Verbindungen, die ein Begriff eingeht, und die Gegenbegriffe angeführt: Ich habe das Buch bei meinen Arbeiten 1 S. Jahrgang 1920, 8 ff.; 1922, 169 ff.; 1924, 11ל f.