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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1929-01-01 · Heft 6 · p. Seite 402

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
73 (1929)
Issue
Heft 6
Article
Aruch ms. Breslau
Date
1929-01-01
Page
Seite 402 (sequence 18)
Language
German
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402 10.!283 ,4) כ ףb Z. 8) וראיה לדבר; K merkt an, in Hai, woher die Worte genommen, voller: אעפ״י שאין ראיה לדבר זכר לדבר; fast so auch in b וראיה לדבר שוכר לדבר, man hat also in Aruch bloß gespart. 11. 6350 ,4) כש). Zu dem bekannten Sprichwort: ״Der Stater (Münze) in der Flasche macht kisch kisch/‘ — bemerkt Aruch: Arabisch nennt man eine Sache, die einen Ton von sich gibt, kisch kisch. Statt לדבר שמשמיע קול hat b למדבר שאינו משמיע קול von ״einem Sprecher (Menschen), der keinen Ton hervorbringt, sagt man: כשכש kischkisch (oderkaschkasch)“; letzteres ist ein onomatopoetisches Wort., Demnach ist von einem Menschen die Rede, der in einer gegebenen Lage nicht sprechen will oder nicht sprechen kann, und der nur den Naturlaut kischkisch hervorbringt. Ich möchte mich für die Richtigkeit der Version B nicht einsetzen, aber zugegeben muß werden, daß vieles für sie spricht. Die vulgäre Version: Eine Sache, die einen Ton gibt, nennt man Arabisch so und so — ist viel zu vag, um richtig zu sein; •warum wird das tongebende Ding nicht beim Namen genannt? 12. 364 ,4) כתרb). Aruch führt drei Bibelstellen an und verweist auf deren Targum. In der dritten Stelle, Hiob 362, steht כתר im Bibeltext selbst, und K hat erkannt, daß diese Stelle Zutat des B. Mussafia ist. Nun beweist aber B noch ein Ferneres: Aruch hat nur für die erste Bibelstelle das Targum wirklich angeführt; den zweiten Bibelvers stellt er nur so hin, um auf das Targum zu v e rweisen, und das ist dasjenige Verfahren, das bei Aruch oft beobachtet werden kann. Mit Hilfe von B läßt sich die Intention des Aruch noch oft feststellen. Die späteren Abschreiber meinten jedoch, in einem solchen Falle das Targum wörtlich ausziehen zu müssen, und K folgt diesem System, und so werden wir bei ihm oft finden, daß er Targum-Stellen ergänzt — falsch, wie sichs nun zeigt. .13. 5,41) לכלוך). b hat den wichtigen Zusatz:פי, צואה כגון זיעה או זיפתא או קירא; damit erst wird die Stelle verständlich. 14. *43 ,5> למדb): b ונמלך עליהם לישיבה, notwendig! 15. 156 ,5) מלמד). Vor uns פרשא כלשון דרבנן; das ist hybrid, denn כלשון ist hebräisch,דרבנן ist aramäisch. Nun hat aber B בלישנא דרבנן, und ein glücklicher Zufall fügt es, daß in Abulwalids אלאצול S. 163 dieselben zwei Worte stehen. Nun hat aber Abulwalid genau dieselbe Quelle, d. i. einen Gaon, wie Aruch, und da zeigt es sich, wie der Aruch genau kopiert und daß B recht hat. Das ist nur eine Kleinigkeit, aber nicht unwesentlich für den Fall, wenn man die richtige Sprache des Aruch ermitteln will. Aehnliches hatten wir schon einige Mal gehabt; weiter unten stellen wir aus B eine Rubrik .zusammen, die uns zur Sprache der Geonim zurückführt. 16. 369 ,6) פניים). b פי׳ מערה היא בלש ם והיא בראש הירדן. Das Wort: ״in Leschem“ (B verschrieben לשף) kommt weiter unten im Aruch vor, also nur Kopisten haben es ausgelassen, um zu kürzen, und so entstand im Aruch eine Erklärung, die anstatt aus zwei Sätzen, nur aus einem Satz gebildet ist. 17. 19 ,7) צלם). Das Wort צלומי B. M. 60b wird von Aruch , das erste Mal mit לצייר wiedergegeben, diesmal richtig hebräisch, um das aramäis che Textwort zu erklären; wie kommt es, daß er es

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