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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1929-01-01 · Heft 6 · p. Seite 392

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
73 (1929)
Issue
Heft 6
Article
Aruch ms. Breslau
Date
1929-01-01
Page
Seite 392 (sequence 8)
Language
German
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כלכל. Kalk am Sabbat auf die Straße zu tragen, auch nur in dem Quantum, das ein kleines Mädchen braucht, um sich die Haare zu entfernen, ist verboten (Mischna Sabb. 78b); R. Juda sagt :;im Quantum, um ein כלכול zu bereiten (ib. und soweit im Aruch). Dazu in B: ״Ich aber habe die Erklärung gehört1 2 כדי TD 2ולעולם לא מסתברא לעשות כלכול כי יש מקומות שעושין צורה של סיד כדי לצחק בה הנערים והוא כמו מלה und nie ist Kalk zu empfehlen, um כלכול zu machen, denn es gibt Orte, wo. man eine Kalkfigur macht, um damit die Knaben zu erfreuen (oder: damit die Knaben sich des freuen), und das ist wie ein Wort‘‘, d. h. wohl: wie man am Sabbat ein geschriebenes, gemaltes oder plastisch hergestelltes Wort nicht zerstören darf, so auch diese Figur. 262 ,4) כנר). Hier steht bei uns: פי׳ אחר כי קלא דכינרא,.in B jedoch: ,,Ich aber habe gehört aus dem Munde des R. Mazliach s. A., der uns erklärt hat“ (כי קלא (שפירש עלינו usw. Da wir bereits wissen, daß Mebörach mit ״ich habe gehört“ zu glossieren pflegt, daß er ferner sich gern auf R. Mazliach beruft, so ist dieser Zusatz dem Mebörach zuzuschreiben.!!275 ,4) כס) am Ende des Artikels: והל‘ (= והל כתא) מברך בורא מיני כיפנין. So zu beurteilen, wie oben: Er entscheidet. כתב. Die Stelle Abot V, 6 wird von Aruch bezw. seinen Vordermännern in höchst eigentümlicher Weise erklärt, darunter מכתב : Die Verbindung von Buchstaben, daß sie eine Vokabel werden, um als Wort gelesen zu werden. Dazu B: כמו אבגדהו. Die Weisheit ist hier nicht groß, denn was soll die Anführung von sechs Buchstaben des Alphabets, die jedermann kennt? Die Meinung kann nur sein, daß [אב גד ■יהו[א sich je zu einem Worte verbinden lassen. כתר. Hier hat B zunächst eine LA, die sich besser liest als die gangbare: ... צל ואת היה קורא לכל ת״ה (bei K לכל תלמידי חכמים weniger gut); dann folgender Zusatz:'פ״א שהיה רומו להן מפיבשת כלום אם נדבר דבר שלא כהלכה. אל תביישו אותי.וקיימו ומורא רכך כמורא שמים. Die Deutung zerlegt wohl ״M'phiboset“ in die Bestandteile: Nicht mein Mund — Schande! Es ist nicht ausgeschlossen, daß wir hier ein echtes Aruch-Stück haben. 217 ,5) לד). Resch Lalcisch verkaufte sich an die ludai (Gittin 47a), Aruch: D. i. ein Volk, welches Menschen frißt; B fügt hinzu: ״ ואין להם מאכל אלא הםund sie haben keine andere Speise als sie“. Das sieht aus, als ob gesagt worden wäre: Jenes Volk frißt nur Menschenkinder, was ganz unglaublich ist, denn die rohesten Menschenfresser verzehren mitunter auch was anderes. Darum meine ich, daß der Satz in B sich auf die im Aruch zuerst gebrachte Stelle Beza 14b beziehen soll: Sie (irgend welche Leute) haben am Jom Tob nichts anderes als לודיות zu essen; darum die Erlaubnis. Zu bemerken ist noch, daß die gedachte Stelle in den Handschriften einen besonderen Artikel bildet, folglich ist es nur ein Versehen, wenn der Zusatz nicht dort steht. 1. Damit allein schon gibt sich der Satz als Zutat. 2 Auch מסתברא gehört zum geonäischen Stil. Siehe auch K 6, 143. Vgl. S. 393 Anm. 3.

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