Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 73 (1929)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Aruch ms. Breslau
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 391 (sequence 7)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/1002670
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391 1. וטיב, was K selbst bemerkt1, 2. הסת, ein größeres Stück, das K in der Einl. S. 52 abdruckt, 3. כנר, wo die Worte 'ואני שמעתי טפי ר מצליח וצ״ל שפירש עלינו בי קלא♦ ♦♦ deutlich den Zusatz und als Schreiber den Meborach verraten. Das wäfen zusammen 6 Stücke. Aber wir setzen den Ausweis noch fort. השענא. b fügt hinzu: (?ואם אגדו ספלו, והלכתא הינד (=־ היא וכר Bessere Kenner der Decisoren mögen feststellen, ob das dem ,,Din“ entspricht und woher derselbe genommen ist. Der Satz scheint abgebrochen zu sein; jedenfalls ist zu bemerken, daß der Stil echt geonäisch ist und daß speziell הלבתא zu den Worten gehört, die von B, wahrscheinlich in Wahrung des ursprünglichen Sprachkolorits des Aruch, gern angewendet werden (vgl. z. B. in הרמן, wo bei uns ובהלכה קכד דתמורה, in b .(ובהלכתא טמיקון. Aruch hat, wie oft, zwei Erklärungen (etwa לשונות zu nennen, wie die Alten oft in bezug auf Raschi sprechen). B fügt hinzu: והוא העיקר הו׳ הוא בפא. Das ist: Unser Glossator entscheidet' sich, analog wie im früheren Fall, für eine bestimmte Ansicht (interessant ist, daß K sich gerade für die er stere Ansicht einsetzt), hier die zweite Ansicht, wonach der siebente Himmel (Chag. 12b Pesikta 7b) ,,Thron“ heißt, was zwar nach Jes 66! richtig ist, aber in der Vorlage doch nicht steht. 2212 ,4) כח). Zu dem Satze (Erubin 99a): Wer vor seinem Lehrer (oder Herrn) hustet (und auswirft), ist des Todes schuldig — bemerkt der Glossator mitten im Aruch-Texte: אבל אלו אחינו האדומיים שיבחו ״ בתפילה ולפני השכינה על אחת כמה וכמהNun aber unser« edomitischen Brüder, die im Gebet und angesichts der Gottheit auswerfen — wie erst recht!“ Das ist eine sehr interessante Notiz.. Schon der Ausdruck ״Unsere edomitischen Brüder“ ist nicht alltäglich; so kann nur ein in mohammedanischen Ländern lebender G a o n gesprechen oder geschrieben haben, dessen Votum nun der Schreiber von B an passender Stelle einfügt. Er geißelt eine Unsitte der ״Brüder“ in christlichen Ländern, die sich nicht scheuen, beim Gebete und an heiliger Stätte zu hüsteln und auszuspucken. Meint er gar das bekannte Ausspucken bei ״Alenu“? Die Sache ist eines Gaon würdig, und es sollte nicht Wunder nehmen, wenn es wirklich zum Aruch gehören würde; aber, wie gesagt, wir finden es nur in B. Es ist nicht unmöglich, daß wegen ״Edomiter“ die Censur, wegen der ״Censur“ ihrer Sitte hingegen die abendländischen Juden diesen Satz gestrichen haben. 1 In dem Artikel וטיב handelt es sieh um eine obszöne Sache, und gerade bei solchen Dingen pflegt sich der Schreiber von B immer vernehmen zu lassen. In. B lautet auch das Zitat ein wenig anders, und zum Schlüsse des ,,Perusch“ ist noch ein Wort hinzugefügt worden. Das Ganze nun פי׳ בלע׳ בן שם האבר להפך כמובוטדי. Das it. Fremdwort ist noch nicht gefunden worden (es ist aber möglich, daß בלע׳ aus בל׳ ער׳ verderbt ist, da wäre also ein arabisches Wort zu suchen), und was das letzte Wort anlangt, das übrigens K für einen Zusatz des Meborach hält, so liest es K כמו בוטה, ich aber fand es als ein Wort geschrieben, und mit Weglassung des Vav kann es heißen: כמבוטח ,,umgekehrt als es ausgesprochen wird“. Da es sich nun gut in den Satz fügt, besteht kein Grund, es dem Meborach zuzuschieben *, dieser pflegt überhaupt nicht just e i n Wort zu ergänzen, sondern macht veritable Notizen.-