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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1929-01-01 · Heft 6 · p. Seite 390

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
73 (1929)
Issue
Heft 6
Article
Aruch ms. Breslau
Date
1929-01-01
Page
Seite 390 (sequence 6)
Language
German
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390 K o h ü t hat in seiner Einleitung (S. 52) und in den betreffenden Artikeln einzelne der. Zutaten dieses Meborach behandelt, er hat aber bei weitem nicht alle Stücke bemerkt, die in B mit seinem Namen bezeichnet sind. Seine und eines Ungenannten Zusätze wollen wir jetzt der Reihe nach durchnehmen, und der Ungenannte mag am Ende mit Meborach identisch sein. Jedenfalls sind das Männer, deren Aeußerungen nicht zu verachten sind, und da sie bereits in dem im Jahre 1455 geschriebenen B Vorkommen, so sind sie auch alt genug, um den Anspruch zu haben, beachtet zu werden. 47 ,1) אוורי) B פ״אזפתא, danach hätten wir ein Wort זפתא, welches sonst nirgends vorkommt. Eine Variante dieser Art wird in DS nicht gebracht, aber B hat eine Stütze am Kleinen Aruch (ed. Konstantinopel 5275 oder 5271?), der im Verfolge der Erklärung dieselbe LA hat. Nun hat schon K (== Kohut) in diesem Artikel bemerkt, daß eine ungehörige Glosse hineingekommen ist, und dazu ist auch die von B zu rechnen, dies umso mehr, als es sich hier um persische Vorstellungen handelt und wir noch sehen werden, daß der Schreiber'von B so was gerne mitteilt. אם. Den Zusatz teilt K 1, 111 Anm. 4 mit, wozu aber zu bemerken ist, daß die Worte כלומר אם תעשה כך תצא מן כבודך nicht in B stehen, sondern von K zugefügt wurden, und es fehlen nur die Klammem. Mit Recht vermutet K, daß es derselbe ,,Schreiber'“ sei, der unter אונום zu uns spricht. אמתלא. Hier handelt es sich nur um das eine Wort "איתיבדה ״Widerrede“, welches K (1, 131) aus ms. Halbst, und aus ed. pr. aufgenommen hat und ohne welches der Text des Aruch keinen Sinn hat; nun steht aber dasselbe Wort auch in B, was K nicht bemerkt hat, und auch in ms 3I, das K nicht Vorgelegen ist, so daß die Sache völlig gesichert ist, mit dem Bemerken noch, daß B und 3אותיביה ו haben: er erwiderte ihm, was eine bessere Form als jenes . darstellt. Nun ist aber durch die im Aruch erhaltenen beiden Worte אותיביה und ופריק erwiesen, daß es sich um eine Diskussion im Talmud selbst handelt, was wir aber weder im Babli noch im Jeruschalmi finden, und ich wundere mich, daß dieser Umstand noch nirgends angemerkt wurde. Auf Grund des B also und anderer Textzeugen können wir hier einen (Babli־) Talmudtext rekonstruieren. Zugleich haben wir hier den Fall, daß B. mit ed. pr. — allerdings auch mit Halbst, und 3ו — zusammengeht; das ist aber, wie wir noch sehen werden, sehr wichtig. אונום׳. Hier ist es, wo auch Aruch ed. pr. den Meborach hat: der einzige Fall dieser Art! K (1,152, vgl. auch Einl. S. 52) bespricht den Fall eingehend und erwähnt noch weitere 5 Fälle (3*חטף! <חמץ טטרם ,חשק), in welchen sich Meborach zu Worte meldet; dazu kommt aber noch hl (3, 254), das von K übersehen wurde; im ganzen also 7. Fälle. Ferner behauptet K mit Recht, daß auch die Zusätze, die mit יון ,אפותא ,אפריקי) ואומר אני) und einmal mit *ואם eingeleitet werden (letzteres in אפופסין, und dieses 'ואם könne entweder ואמר oder gar die Abbreviatur ואני מכורך ןאניי sein), höchstwahrscheinlich dem Meborach gehören, wozu wiederum noch hinzuzufügen:

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