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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1929-01-01 · Heft 6 · p. Seite 389

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
73 (1929)
Issue
Heft 6
Article
Aruch ms. Breslau
Date
1929-01-01
Page
Seite 389 (sequence 5)
Language
German
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ואת לרפת »ני חתום מטה כי מכרתי זה הספר הנקרא ערוך שחבר רבינו נתץ על.התלמוד להיקר .... מליקי.... ומכרתיו לו לחלוטין במכירה גמורה שרירא וקיימא ועלי לפצותו מכל הערער שיבא (?) עליו מצד ספר זה וקבלתי דמי המכירה... במזומן ולראיתו חתמתי שמי עליו היום יום ו׳ י״ד תמוז ער״א לפק Leider ist der Name dessen, an den der Codex verkauft wurde, und dessen, der ihn verkauft hatte, radiert worden, und nur das Datum ist erhalten geblieben: Freitag 14. Tammuz.5271 10. Juli 1511; da das noch bei Lebzeiten des Abr. de Balmes war, so ist nicht ausgeschlossen, daß er selbst der Verkäufer war, etwa um die Zeit, da er sich von Padua wegbegeben mußte und nach Venedig ging. Dann ist es auch möglich, daß die fehlende Unterschrift die seine war, diese ganze Eintragung hiemit seine Schrift ist. 2. Zusätze. Als hervorstechenden Zug in der Beschaffenheit unseres Codex wollen wir vor allem die in ihm befindlichen größeren und kleineren Zusätze behandeln. Wir verstehen darunter solche Sätze und Bemerkungen, die unmöglich zum Bestände des echten Aruch gehören können, die also widerrechtlich in dieses Werk gekommen sind, wenn auch bei manchen Punkten ein milderes Urteil gefällt werden kann. Wir können sie nicht ,,Glossen“ nennen, wie sie vielfach in handschriftlichen Werken anzutreffen sind, denn nicht kommentieren wollen sie, sondern etwas Neues hinzufügen, noch dazu etwas, was gar nicht zur Sache gehört, Da ist zunächst des famosen Meborachs des Schreibers (מבורך הפרפר) zu gedenken, der sich oft die Freiheit nimmt, so zu sprechen, als ob er der Herr wäre im Hause Nathans. Die Sache ist um so kritischer, als auch im Codex Halberstam derselbe Mann im eigenen Namen spricht und sich sogar nennt1,, u. zw. will er einmal etwas von dem R. Mazliach gehört haben, der.uns als der Lehrer R. Nathans bekannt ist2. Soll er am Ende wirklich ein Zeit- und sogar Studiengenosse3 des Verfassers des Aruch gewesen sein? Dies ist wenig wahrscheinlich und wird auch außer von K. von niemandem angenommen. Unter den verschiedenen Meborachs, die hauptsächlich nach dem Orient und keineswegs nach Italien gehören4, könnte er vielleicht vermutet werden, aber Sicheres ist da nicht auszumachen. 1 Siehe K V, 77a. Vgl. ib. 72b, wo sich Meborach ausdrücklich nennt. 2 Siehe meinen Aufsatz in Ha־Zofeh XI (1927) 199 ff. 3 Vgl. Kohut, Einl. S. 54. 4 Wir besitzen von S. Poznanski den Artikel II nome Meborak (Rivista Isr. VII 171—9 und 214—224, vgl. Nachtrag ib. VIII 33), aber unser Meborach wird dort nicht gebracht, obzwar die Forschung Kohuts und anderer genug geeignet war, die Aufmerksamkeit auf ihn zu lenken. Am Titelblatt von Aruch ed. Pesaro 1517 befindet sich ein aus Pesukim des תמניא אפי (Psalm 119) dreimal gebildeter Name ברוך Baruch, wie K S. 54 richtig sieht, und nach der Theorie Poznanskis, der in מבורך Nachahmung eines entsprechenden arab. Namens sieht, könnte Baruch identisch sein mit Meborach; die Pesukim in ed. Pesaro könnten demnach herübergenommen worden sein aus einem Ms., das den Meborach־Baruch zum Abschreiber hat.

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