Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 73 (1929)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Aus Spanien und Portugal
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 375 (sequence 10)
- Language
- German
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375 כל ספרד הישר הצדיק המעוו המגדול הגבור החסיד העניו הירא מ™ העובד אותו כל ימיו אשר שבר ואבד כל אויביו והרים וכבד כל אוהביו ולכד מדינת אשביליה.אשר היא ראש כל ספרד ונפטר בה בליל יום ששי שנים ועשרים יום לחדש פיון שנת חמשת אלפים ושתים עשרה לבריאת עולם. Die Städte führen hier noch die arabischen von den Juden übernommenen Namen Ischbilija, Cortüba, Tolaitola. גיאן ist Jaen, das- Ferdinand 1246 erobert hat. Die Betonung כל ספרד, obwohl oder gerade weil den Tatsachen nicht entsprechend, erklärt auch das כל in der Inschrift des im Domschatz zu Sevilla hinter Glas (linker Hand am Ende) zu sehenden Schlüssels, der dem Könige überreicht wurde: מלכים יפתח מלך כל הארץ יבוא. Die hebräische Uebersetzung einer hebräischen Inschrift in Gerona bei Schwab S. 396 a. d. J. 1325 enthält den Eigennamen ״Teca“. Schwab ist dieser Name unbekannt. Ein Telca, Teha, Tekanus, Kammergraf Bela’s IV., spielt aber in der Finanzgeschichte Ungarns und Oesterreichs im 13. Jahrh. eine wichtige Rolle (vgl. Fejer, Cod. dipl. III, 2, 9, 141, 271, Grunwald, Gesch. der Wiener Juden 7). Von Beziehungen zwischen Ungarn und.Spanien spricht u. a. eine Urkunde (bei Friß, Mon. Hungar. Jud. 8) a. d. J. 1228, die diesen Teka im Zusammenhänge mit der Aufnahme eines aragonischen Ritters Symon behandelt. Ob der Name ,Teka oder Teha biblisch etwa Tokath, Tachan oder Tachat, alles n. pr. m., oder ob er, wie Tia aus Jedidja (vgl. Tia Weil), eine Abkürzung oder Kose-, name (etwa für David) ist, läßt sich vorläufig kaum entscheiden., Eine Vermutung darf man vielleicht dahin äußern, daß, falls in Teka das bibl. n. pr. Tachath zu sehen ist, Name und Herkunft des österreichischen Finanzmannes Steuzz (14. Jahrh.) dadurch belichtet würden. Nach Niederschrift dieser Zusammenstellung erhalte ich soeben zur Besprechung in derMGWJ vom Verlage Karl Baedeker, Leipzig, das in 5. Auflage neu erschienene Reisehandbuch ״Spanien und Portugal“ (20 Mk.). Daß dieser für die meisten Spanienreisenden nahezu unentbehrliche Führer seit 1912 erst jetzt wieder neu herauskommt, während andere Erscheinungen desselben Verlages und Charakters bis zu 37 Auflagen zu verzeichnen haben, ist vor allem wohl darin begründet, daß Iberien noch immer verhältnismäßig spärlich von Touristen besucht wird. In den letzten Jahren hat das Land aber einen so überraschenden Aufschwung genommen und ist auch die Zahl der Reisenden dermaßen gestiegen, daß das Bedürfnis nach einem neuen Baedeker fühlbar wurde. Kleinerer Druck einzelner Partien, straffere Zusammenziehung geschichtlicher Darstellungen, vor allem Ausscheidung mancher archäologischer u. a. Einzelheiten haben die Einschränkung des Umfanges ermöglicht. Zum Inhalt, für den ja zum Teil die vorstehenden Bemerkungen in Betracht kommen, wäre zu sagen: In der 3. Auflage, die dem Ref. zum Vergleiche zur Hand ist, war S. 347 zu lesen, daß Cordova von den Mauren ״mit Unterstützung