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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1929-01-01 · Heft 5 · p. Seite 271

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
73 (1929)
Issue
Heft 5
Article
Neue jiddische Literatur [Rezension]
Date
1929-01-01
Page
Seite 271 (sequence 5)
Language
German
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271 a. Freimann abgedruckte ניי קלאגליד אויף א משרת פון פראנקפורט ist schon ans Basins Anthologie1 bekannt. Dr. Robaks Beschreibung der älteren jiddischen Drucke in der Bibliothek des Harward- College darf als Anfang, eines Verzeichnisses seltener Exemplare jidd. Bücher in den verschiedenen Bibliotheken angesehen werden. Man müßte sich aber dabei auf rein bibliographische Angaben beschränken. Dr. J. Schatzki gibt eine Reihe Nachträge zu Schippers ,,Geschichte vun jüdischer Theaterkunst un Drama‘* und M. Weinreich ergänzt diese wiederum mit einer Abhandlung überdas jidd.Achaschveroschspiel2, in der er auch Texte seltener Ausgaben wiedergibt. Ch. Chajes widmet dem Aberglauben und den Bräuchen, die mit dem Tode im Zusammenhang stehen, eine größere Arbeit. Er hat Materialien.von 27 Orten ausgenutzt, dabei aber den Fehler gemacht, die jüdischen Quellen zu seiner Arbeit nicht heranzuziehen. Nur Buxtorfs ,,Synagoga Judaica“ wird hie und da zitiert. Der Verf. meint, daß bei Juden diese Bräuche nicht verzeichnet seien. Er hat aber nur recht, sofern er darunter rein wissenschaftliche Arbeiten versteht. Dagegen sind diese Bräuche im talmudischen und nachtalmudischen Schrifttum häufig belegt3. Eine solche volkskundliche Arbeit darf nicht auf rein zufälligem Material fußen. Das in Betracht kommende Schrifttum hätte zum Vergleich herangezogen werden müssen und damit wäre ein Ueberblick über die Entwicklung dieser Bräuche geboten worden. Prof. W. Anderson (Dorpat) veröffentlicht ein jidd. Volkslied über die Mobilmachung im J. 1914. A. Landau behandelt den slawischen Einfluß auf die Bildung der Zeitwörter im Jiddischen, Prof. E. Kagarov den Kasus und Z. Reizin die Wortbildung. R. Stalek findet im Burgenland Spuren der jidd. Umgangssprache, die dort früher gebräuclich war. Dr. R. Glanz schreibt über das jüdische Element in der älteren deutschen Gaunersprache und Dr. Spivak gibt ein Verzeichnis von ungefähr 500 Worten, die Jehoasch (Blumgarten) durch seine jidd. Bibel- Übersetzung neu oder wieder in die jidd. Sprache hineingebracht hat. N. Meisel hat als Thema: Perez und Frischmann in ihren persönliehen Beziehungen. Außerdem finden sich dort noch eine Reihe sprachwissenschaftlicher und volkskundlicher Arbeiten. Die amerikanische Sektion des Jüd.-Wiss. Instituts gibt den ,,Pinkas“ פנקס heraus. Im Pinkas (Bd. I, H. 1/2, New York 1927) veröffentlicht J. L. Kahan eine größere Sammlung (70 Nrn.) jidd. Volkslieder und Prof. J. Davidson eine Bibliographie der Parodienliteratur (hebr. und jidd.), die seit dem Erscheinen seines Buches über Parodien (Parody in Jewish Literature, New York 1907) veröffentlicht wurde. J._ Rivkind gibt ein Verzeichnis hebr. Drucke, die vor 1648 erschienen sind und jidd. Glossen enthalten. J. Schatzki behandelt das jidd. Buch תשועת ישראל (Fürth s. a.), das eine Ueber- 1 Firhundert jor jidise poezje. New York 1912. 2 Vor kurzer Zeit ist es mir gelungen, eine unbekannte Handschrift, eines Achaschveroschspiels aufzufinden. Die Hs. stammt aus Frankfurt a. Main und trägt die Ueberschrift לה«ן. Sie ist von Bedeutung für die Rekonstruktion des Urtextes dieser Spiele. 3 Genaueres darüber in meiner Arbeit über diese Bräuche, die im Bd. IV der Schriften des Jüd.-Wiss. Instituts demnächst erscheinen wird.

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