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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1929-01-01 · Heft 5 · p. Seite 266

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
73 (1929)
Issue
Heft 5
Article
Zu Deuteronomium 6, 4
Date
1929-01-01
Page
Seite 266 (sequence 4)
Language
German
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266 Jehova ist unser Gott, Jehova allein) wie die Septuaginta wieder. Selbständig verfuhr hier Rabbi Mose Arragel, der die Bibel auf Ersuchen eines Hochmeisters des Ritterordens von Calatrava nicht unabhängig von der Vulgata (1422—1430) aus dem Urtext ins Spanische übertragen und die Uebersetzung mit’ eingehenden und begründenden Glossen versehen hat. Bei ihm, der — in der Biblia de la casa de Alba — das Tetragramm sonst oft mit Senor übersetzt, lautet der Satz: Escucha Israel Adonay es nuestro Dios, Adonay es uno. Der Anfang des Zehnworts aber lautet auch bei ihm Yo so Adonay tu Dios. Sinngemäß haben das Tetragramm les Pasteurs et Professeurs de TEglise de Geneve in der Genfer Bibel (von 1588) mit I/Eternel wiedergegeben, ebenso mit ״der Ewige" Moses Mendelssohn in der Uebersetzung der fünf Bücher Moses (1783) und Christian Carl Josias von Bunsen in seinem vollständigen Bibelwerk für die Gemeinde (1858—1868). Dort lauten die Sätze: Escoute, Israel, TEternel nostre Dien, est le seul Eternel und: Je (suis) TEternel ton Dieu; bei Moses Mendelssohn: Höre Israel, der Ewige, unser Gott, ist ein einiges ewiges Wesen und: Ich bin der Ewige, dein Gott. Und bei Bunsen: Höre Israel, der Ewige ist unser Gott, der Ewige allein und (wie bei Michaelis und Brentano: Ich, Jehova, bin dein Gott) Ich, der Ewige, bin dein Gott. ״Die Einführung des Namens Gottes als des Ewigen in die Bibelsprache der Gemeinde", sagt Bunsen in der Einleitung zu seinem Bibelwerk (XCI), ״ist.... ebensowenig eine gelehrte Buchstabenkrämerei als eine Neuerung: es ist die Herstellung des der Gemeinde entzogenen oder unvermerkt abhanden gekommenen unterscheidenden Gottesbegriffs der Bibel, auf dessen tiefsten Sinn sich Christus unmißverständlich bezogen hat und welches der Schlüssel seines ganzen Gottesbegriffs ist." .... In der Bibel der französischen Gemeinde kommt ״seit der Durchsicht von 1588 das jetzt durchgängig unter den französischen Protestanten herrschende der Ewige (!,Eternel) vor. Daß wir den Begriff ״des Seienden" nur durch dieses Wort der Gemeinde verständlich machen können, erkannte auch Moses Mendelssohn in seiner deutschen Uebersetzung des Pentateuchs. Einer Rechtfertigung, dem Beispiel der Genfer Kirche zu folgen, bedarf eigentlich eine solche Wiederherstellung nicht. Der Verfasser erkennt weder sich noch irgend jemand das Recht zu, das zu ändern, was geschrieben steht. Im Fortgange des Werks werden sich auch jedem Eeser die vielen Gründe auf drängen von der inneren Wichtigkeit dieser Herstellung des Biblischen, Ueberlieferten." Daß schon Euther das Unzulängliche der Uebertragung des Tetragramms durch ״Herr" gefühlt hat, zeigt eine Stelle in Körers

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