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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1929-01-01 · Heft 5 · p. Seite 267

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
73 (1929)
Issue
Heft 5
Article
Zu Deuteronomium 6, 4
Date
1929-01-01
Page
Seite 267 (sequence 5)
Language
German
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267 Nachschrift der am Tage Allerheiligen (1537) gehaltenen. Predigt und Auslegung des 8. Psalms, der bei Initiier mit den Worten beginnt: §(£919?, unfct §ectfd)et. In der Nachschrift heißt es: £3191)§״ mirt nemini judgent quam divinae maiestati, feinem Snget, fteafut Ideo ein eignet 91ame, ©oftes natut, l)etc, hen braucht man furffem, |>auff>ertn significat non divinam maiestatem in intern f)dmltd)en Sßefen.“ (Nuthers Werke. W. A. Bd. 45 S. 207 f.) Neue jiddische Literatur. Von B. Weinryb in Breslau. Die wissenschaftliche Literatur in und über Jiddisch ist in den letzten Jahren bedeutsam angewachsen. Sie ist nicht nur ein angesehener, selbständiger Zweig der jüdischen Wissenschaft geworden, sondern auch fast all deren Disziplinen sind in ihr vertreten. Außer der Erforschung des Jiddischen (Philologie und Literatur) werden in dieser Sprache Arbeiten aus dem Gebiete der jüdischen Geschichte, Folklore, Bibelwissenschaft, Statistik und anderer Wissenschafts- .zweige veröffentlicht. Neben einzelnen Veröffentlichungen in Polen, Rußland und Amerika wird die Wissenschaft in Jiddisch an drei Hauptstellen gepflegt: 1. am Jüdisch-Wissenschaffliehen Institut in Wilno, mit seiner Zweigstelle in New York, 2. an dem Jiddischen Katheder der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften in Kiev (das letztens eine Abteilung in Odessa gegründet hat), 3. an dem Jiddischen Katheder der Weißrussischen Akademie (früher Institut) der Wissenschaften in Minsk. Die zwei letzteren werden von der Regierung erhalten. Der im Jahre 1927 erschienene Bericht1 gibt ein Bild von der Tätigkeit des Jüdisch-Wissenschaftlichen Instituts in den ersten zwei Jahren seines Bestehens. Trotz des sehr knappen Budgets wird in verschiedenen Kommissionen wissenschaftlich gearbeitet und eine emsige Sammelarbeit getrieben. Das Institut steht mit 500—600 Korrespondenten in Verbindung, die alles, was sich nur irgendwie an Urkunden, historischen, volkskundlichen, sprachlichen und anderen Materialien sammeln läßt, Zusammentragen und an die Zentrale weitergeben. ,,Jiddische Philologie“2 H. 4/6 ist unter Mithilfe des Jüdisch- Wissenschaftlichen Instituts herausgegeben. Außer dem Abschluß der Arbeiten aus den früheren Heften (J. Schipper ,,Der Onheib vun Luschen Aschkenaz“, Z. Reizen ,,Grammatischer Min vun Jiddisch“ und N. Prilutzki ״Spetluschen“) enthält es noch einige größere und kleinere Beiträge. Die Arbeit von Regina Lilienthal über ,,Das böse Auge“ (עין הרע S. 245—271) ist aus dem Polnischen übersetzt und auf Grund der jüdischen Quellenliteratur (Talmud, Midrasch) und gesammelten Materials abgefaßt. Eine Reihe von Amuletten und Sprüchen gegen das böse Auge wird dort mitgeteilt. 1 יצוויי יאר ארבעט פאר דעם יידישן וויסנשאפמלעכן איבסטיטוט Wilno 1927. Vgi. auch Weinreich in Zeitschrift d. DM6 1926, S. 68 und Lewin in MGWJ 1928, 16. 2 י־ידישע פילאלאגיע Warschau ,1924, erschienen erst 1926.

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