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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1929-01-01 · Heft 4 · p. Seite 242

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
73 (1929)
Issue
Heft 4
Article
Neue Forschungen über die Beziehungen Israels zu Ägypten [Rezension]
Date
1929-01-01
Page
Seite 242 (sequence 8)
Language
German
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IRI
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242 wird niemals aufhören, ■״mMÖ ״כי יצר לב האדם רני. Es ist also gar nicht nötig, soweit auszngreifen und die betreffende Bibelstelle damit zu erklären, ,,daß dem Verfasser Länder von verschiedenen klimatischen Verhältnissen vorgeschwebt haben“, insofern er mit קר u. חם nur die zwei ä g 57 p t. Jahreszeiten Winter und Sommer gemeint habe, während קיץ u. חרף für alle übrigen Länder zu gelten habe, dies schon deshalb nicht, da es in Aegypten eigentlich 3 Jahres- Zeiten gab s‘3-t, <E> @ Pr~t und fÜÜlo smw-t), denen je 4 Monate entsprachen, die auch kalendarisch als 1., 2., 3., 4. Monat der betreffenden Jahreszeit charakterisiert waren. Und dann sollte man doch meinen, daß, wenn — wie der Verfasser dies voraussetzt — hebr. חם dem ägypt. hmw smw entsprechen soll, auch das damit antithetisch stehende "קר einem gleichlautenden ägypt. Worte entsprechen müßte. Und was die Auseinandersetzungen des Verfassers betreffend die ,,Dauer und Chronologie der Sintflut“ anbelangt, müssen wir zu unserem größten Bedauern ihm unsere Zustimmung versagen. Der Verfasser scheint mit den kalendarischen — oder sagen wir: chronologischen — Begriffen nicht ganz im Klaren zu sein; sonst wäre es unbegreiflich, wie er bezüglich der Dauer der Sintflut den Satz aufstellen konnte (vgl. S. 216, Z. 21): ,,Wir haben es mit einem lunisolaren Jahr und mit einer Berechnung nach einem kombinierten Mond- und Sonnenkalender zu tun“. Nachdem die Sintflut vom 17. des II. Monats des einen Jahres bis zum 27. des II. Monats des folgenden Jahres gedauert hat, konnte ihrer Dauer unmöglich ein Lunisolarjahr als Basis gedient haben. Der Charakter des Lunisolarjahres liegt doch darin, daß seine Monate Mondmonate sind, zugleich aber auch dem Sonnenläufe insofern Rechnung getragen wird, daß, wenn die Differenz zwischen dem 12 Mondmonate (d. i. rund 354 T.) zählenden Jahr und der rund 365 T. zählenden Dauer des Sonnenjahres nahezu zu einem ganzen Mondmonat angewachsen ist, zu den 12 Mondmonaten des Jahres ein 13. Mondmonat hinzugefügt wird (gleichgültig ob diese Schaltung auf Grund direkter Beobachtung oder eines bestimmten Zyklus geschieht), um so im betreffenden Kalender den Lauf des Mondes als auch den der Sonne berücksichtigen zu können. Im Lunisolarkalender beträgt daher die Länge eines Jahres 12 oder 13 Mondmonate d. i. rund 354 oder rund 384 Tage, aber niemals 1 Jahr + 10 Tage. Dem F1 u t j a h r liegt aber das tropische Jahr zugrunde. Dieses zählt 365.2422001 T.; nun wird aber im Kalender selbstverständlich nur mit ganzen Tagen gerechnet, also das Jahr 365 T. 1 Mondjahr + 10 T. (wenn das Mondjahr 355 T. zählt, eventuell aber + 11 T. oder + 12 T. wenn das Mondjahr nur 354 T. oder gar nur 353 T. zählt), daher die Dauer der Sintflut vom 17. II. des einen Kalenderjahres bis 27. II. des folgenden Kalenderjahres, wobei dem Kalenderjahr das Mondjahr zur Basis diente und der 27. II. des 2. Jahres, an welchem Tage nach dem Wortlaut der Bibel (Gen 8!4 ff.) die Erde bereits ganz trocken war und Noah daher die J־DH verlassen hatte, in die Dauer des Flutj ahres natürlich n i c ht eingerechnet ist. Was die (Gen 83-4) erwähnten 150 T. als Dauer vom 17. II. bis

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