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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1929-01-01 · Heft 4 · p. Seite 194

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
73 (1929)
Issue
Heft 4
Article
Studien zur Redaktion des babylonischen Talmuds
Date
1929-01-01
Page
Seite 194 (sequence 11)
Language
German
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194 כקרקעות א" ל גובין מן העבדים כקרקעות הורי רבי לעור ובו׳ רב יהודה שלח שאללר״א האנס והגוזלן והגנב א" ל חזקה שאין הבעלים מטפלים במיתה מניין ובו׳ א״ר בא בר ממל חיים‘ שניים ישלם ולא מתים עד כדון גניבה מילה א״ר אבון והשיב1 2 את הנזילה אשר גול בעיינה. Daß ebenso die Sammlung der sieben Aussprüche R. Eleazars tradiert durch Ula im Babli wie die acht Antworten R. Eleazars auf Anfragen3 R. Jehudas im Jeruschalmi trotz mancher abweichenden Stellen4 ein und demselben Ereignisse, nämlich einer Anfrage R. Jehudas, gerichtet an R. Eleazar, ihre Entstehung verdanken, liegt auf der Hand. Nur hat uns der Jeruschalmi in gewissem Sinne sowohl den Fragebogen als auch das Antwortschreiben aufgehoben, der Babli hingegen, oder richtiger gesprochen Ula überliefert bloß das Antwortschreiben. 1 Ex 223. 2 Lev 523. 3 Im Jeruschalmi ist zweifellos an allen acht Punkten רב יהודה שלח שאל לרבי אלעזר zu lesen. 4 Die Abweichungen sind solcher Art, wie sie oft zwischen Babli und Jeruschalmi Vorkommen; auf einige andere Fälle möge hier hingewiesen werden: Der Jeruschalmi teilt zuweilen auch die Genesis der Halacha mit, während der Babli bloß die trockene Halacha hat. Vgl. Gittin II, 6 (44c): יאתא עובדא קומי ר׳ אמי בעבד שהביא את הגט כשר א״ל ר׳ אבא ובו׳ b. Gittin 23a, b: בעו מיניה מר" אמי מהו שיעשה שליח לקבל גט וכר א-ל וכר. Siehe jedoch Gutmann, Dwir I, 44, 47, wonach alle איבעיות rein akademischen Charakter haben; Gutmann a. a. O. zitiert auch unsere Stelle aus b. Gittin, scheint aber den Jeruschalmi übersehen zu haben. Der Ausspruch bezüglich שיליא lautet im Jeruschalmi gewissermaßen expressis verbis so, wie im Babli erst nach der Diskussion. Vgl. hierzu Gittin 17b (איפוך) und Jeruschalmi ibid. II, 2 (44a); das איפיך bezieht sich auf die erste Kontroverse dort; siehe jedoch Tossafoth ibid. z. St. s. v. איפוך, die das איפיך auf die zweite Kontroverse beziehen. Vgl. ferner Babli Gittin 18 a, b (zwei Kontroversen R. Jochanan-Resch Lakisch) und Je rusch, ibid. a. a. O. (Fortsetzung der vorher zitierten Stelle), wo die Relationen vertauscht sind — also drei Kontroversen nebeneinander mit vertauschten Relationen. Im übrigen gibt uns Ula selbst in seinem Aus- Spruche bezüglich עבדים ein ähnliches Beispiel. Der Jeruschalmi hat ausdrücklieh ימן. העבדים כקרקעות Ula hingegen antwortet auf die Frage R. Nachmans אפילו מיתמי zuerst לא und sagt dann selbst הכי א״ר אלעזר אפילו מיתמי. Die Tatsache, daß Ula שמין לגבב ולגזלן hat und der Jeruschalmi אין שמץ לגנב וכר, steht nicht vereinzelt da, vgl. die Stelle bezüglich שומר in unserer Suggia im Jeruschalmi רבי יוחנן אמר השבי חייב und b. Baba Mezzia 36 a: שומר שמסר לשומר רב אמר (הראשון) פטור רבי יוחנן אמר (הראשון) חייב. Die Suggia in B. M. ibid. hat sonst vieles gemein mit den Ausführungen an der Hand unseres Aus- Spruches im Jeruschalmi. Siehe ferner Gittin 33 a (ר״ל אמר מפני תקנת עגונות) und Jeruschalmi ibid. IV, 2 (45c). Bezüglich vertauschter Relationen zwischen Jeruschalmi und Babli vgl. noch Baba Kama 20a (Kontroverse R. Jochanan- Resch Lakisch) und Jeruschalmi ibid. II, 3 (3b); Jebamoth 26b (Kontroverse Rab-Schmuel) und Jeruschalmi ibid. III, 1 (4c); Gittin 24b (Rab-Schmuel) und Jerusch, ibid. III, 1 (44c); Gittin 3la, b und Jerusch, ibid. III, 8 (45a). Zu diesem Problem im allgemeinen vgl. noch Hazofe IX 111 f. Zu den Beweisen dort nach Jerusch, und Babli vgl. noch Pesachim 58a, b und die Boraitha Jerusch. Pesachim V 1 (כסידורו בחול כך סידורו בשבת ד״ר ישמעאל רבי עקיבא אומר ן ,(בסידורו בע׳-ש כך סידורו בשבת Jebamoth 42 b (א״ר תייא בר אבא חזר בו רבי יוחנן וכר) und Jerusch, ibid. IV 11 (6a unten); ferner im Babli selbst Beca 27a, Moed Katan 22a, Ghulin 50aund Nidda 48a; ferner Tossafoth Jebamoth 38b s. v. בית הלל אומרים und R. Jesaja Berlins Bemerkung in Temura 8a zu מתיב רב משרשיה. Es ist wohl möglich, daß R. Mescharschija eine Boraitha zitiert, das Zitat in Gittin 42b spricht jedoch für die Auffassung R. Jesaja Berlins, siehe oben S. 189, Anm. 3.

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