Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 73 (1929)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Studien zur Redaktion des babylonischen Talmuds
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 186 (sequence 3)
- Language
- German
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186 derselben Boraitha behandeln. Der formale Zusammenhang wird durch die äußere Verbindungsformel גופא hergestellt. Die erste Suggia besteht aus drei Punkten. 1. Die Frage מאן תנא mit der Antwort R. Jochanans 2 ,בק׳״ק ואליבא לריה״ג וכד. Die קושיא aus der Mischna Kidduschin 52b: המקדש בחלקו mit der Antwort 3 .כי אמר ריה״ג מחיים וכד. Die ומחיים מי אמר, קושיא — ihre Grundläge ist eine Suggia, die sich in Temura 7b ff. befindet — und die Antwort מתנות כהונה קאמרת וכד. Der erste Punkt findet sich fast wörtlich im Jeruschalmi z. St., allein nicht im Namen des ältesten palästinensischen Amoräers wie im Babli, sondern im Namen des babylonischen Amoräers Schmuei, tradiert durch seinen Schüler R. Jehuda1, der wahrscheinlich nie in Palästina war. Der zweite Punkt begegnet uns fast2 wörtlich in Kidduschin a. a. O. zur Mischna, nur findet sich dort noch folgender Schlußsatz דיקא נמי דקוזני המקדש בחלקו בין קדשי קדשים כין ק״ק לא קידש ש״מ. Unsere Fortsetzung '1ומחיים מי אמר והתנן וכ fehlt jedoch dort bereits. Ob unsere Suggia in der Auffassung כי אמר לילו״ג מחיים mit der in Kidduschin übereinstimmt oder nicht3, möge dahingestellt bleiben; jedenfalls verdient die Tatsache festgehalten zu werden, daß wir hier eine Suggia haben, die in verschiedenen Traktaten verschieden fortgesetzt wurde. Der Aufbau des dritten Teiles gliedert sich wie folgt: zunächst wird die Mischna בכור מוכרין אותו חם חי zitiert, dann eine Bemerkung R. Nachmans zur selben, hernach eine קושיא Rawas gegen R. Nachman aus der Boraitha des R. Jose ha Glili und schließlich die Antwort Rabinas auf diese קושיא gebracht. Erst danach wird die קושיא gegen die Behauptung כי אמי" ריה״ג מחיים konstruiert ואם איתא וכד, die mit מ״ב קאמרת וכד beantwortet wird. An der entsprechenden Stelle in Temura findet sich zur Mischna הכהנים ממירין בשלהן וישראל ממירין בשלהם וכר א״ר יוחנן בן נורי וכף א״ל ר״ע וכר א*ל ר״י בן נורי מה לי אם אינו מימר בחטאת ואשם וכר folgende Suggia, die sich auf etwa zwei Seiten erstreckt: תנץ התם בכור4 מוברין אותו תמ חי וכר א״ר נחמן אמר רבה בר אבוה ל׳יש אלא בכור בוה״ו וכר איתיביה רבא לרב נחמן מוכרין אותו תם חי חי אין שחוט לא וכר איתיביה בבכור נאמר לא5 תפדה ונמכר 1 Jeruschalmi Baha Kama I, 2 <2c): רב יהודה בשם שמואל דרבי יוסי הגלילי היא דהבי ומעלה מעל ובד בן עזאי אומר וכד בן דוסאי אומר וכד ומאי ביביהון וכד. Dosai statt Dostai liest auch Temura 8a und ein Ms. bei Ds B. K. z. St. Note 8. Bezüglich der verschiedenen Tradenten zwischen Babli und Jeruschalmi siehe weiter unten Beite 194, Anm. 4. 2 Es sind einige Varianten vorhanden, die teils darauf zurückzuführen sind, weil die Mischna המקדש בחלקי dort autochthon ist, teils hingegen auch in manchen Mss. in B. K. selbst zu finden sind, vgl. Ds z. St. 3 So Tossafoth. B. K. z. St. s. v. ״והא דקאמר התם (בקידושין) וכד•דיקא :ומחיים דקתני המקדש בחלקו וכד לא הוה לפי המסקנה דהכא וכד". Zu den sachlichen Schwierigkeiten im dritten Punkte unserer Suggia und zu den verschiedenen L. A. in demselben vgl. Tossafoth a. a. O. und ibid. s. v. ואם Und Schitta Mekubezeth z. St. - . - 4 Maaser Scheni I, 2. 5 Num 1817.