Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 73 (1929)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die literarische Form der Patriarchenbiographien des Philon von Alexandrien
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 151 (sequence 9)
- Language
- German
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151 II. Vorbereitung zum Berufe als Führer Israels: Liebe zu den jüdischen Eltern 1, §§ 31—33; Mitleid mit dem jüdischen Volk §§ 34—42; mutige Tötung des ägyptischen Aufsehers §§ 43—47; Hirtentätigkeit bei Jethro §§ 51—64 (nach § 60 Vorübung zum Herrscherberuf); das erste passive Wunder §§ 65—70 (brennender Dornbusch); göttliche Offenbarung und Verleihung dreifacher Wunderfähigkeit §§ 71—84. B. I. Moses als Volks führe r und König. Vorstufe: Nach vergeblichen Unterhandlungen Leitung des Auszuges zusammen mit Aaron §§ 85—89, 90—95 (Schlangenwunder § 90 ff.); die zehn Plagen über Aegypten unter wunderbarer Ver- Schonung der Juden §§ 96—146; die Plagen mit Hilfe der gröberen Elemente werden von Aaron §§ 99—112, die mittels der feineren von Moses (bis § 125), die siebente von beiden, die drei letzten von Gott unmittelbar geschickt (§§ 130—142). Hauptschilderung: Führung der Juden durch die Wüste (nach §§ 163—164 stellt die lange Dauer der Wanderung keinen Mißerfolg dar); dabei werden berichtet: sechs Naturwunder, wunderbares Erscheinen einer Wolke (§§ 165—166, 178), bzw. von Wasser (§§ 181—187, 210—213), bzw. von Wachteln (§ 209), bzw. von Manna (§§ 191—203, 204—205, 206—208); Durchzug durch das Rote Meer §§ 167—180; die beiden letzten Wunder sind noch mit Weissagungen verknüpft. — Wunderbare Einwirkungen auf Feinde §§ 214—219 (Amalekiter), §§ 232—236 (Tötung von Volks Verführern), §§ 263—299 (Bileam). Gegen Ende dieses Abschnittes wird auf die allgemeine Geschichte der damaligen Kriegs- und Wanderzüge eingegangen §§ 237—262, 294-—333. B. II. Moses als Gesetzgeber. Während Moses als Volksführer sich bloß um ein kleines Volk eine ziemlich beschränkte Zeitperiode hindurch verdient gemacht hat, ist die Bedeutung seiner Gesetzgebung eine ungleich größere. Abgesehen von der jahrhundertelangen unveränderten Geltung der Gesetze bei den Juden (2, §§ 12—16) finden einzelne Bestimmungen, z. B. über Sabbatruhe und Fasten sogar den Beifall aller Völker 2, §§ 17—24; der höchste Triumph ist endlich die Uebersetzung des Pentateuchs ins Griechische §§ 25—44. Es folgen biblische Erzählungen aus dem 1. Buch Mosis als Beispiele für Strafen an Uebeltätern§§45—65. Nach Badt bei Cohn, Uebersetzung S. 313, Anm. 1, zeigt die Inhaltsangabe in 2, § 46 (vgl. auch 2, § 97 die Stelle ,,in der Bundeslade werden die geoffenbarten Gottessprüche aufbewahrt“), daß hier ein Stück über Gebote und Verbote verloren gegangen ist. Es wäre auch zu auffallend, wenn dieses geschichtlich wichtigste Ereignis im Leben des Moses nicht behandelt worden wäre. Einigermaßen können die fehlenden Lücken aus der Phiionischen Schrift über den Dekalog ergänzt werden. Freilich waren wohl die Gesetze in der für die griechischen Heiden bestimmten Mosesvita viel kürzer behandelt als in jener Spezialschrift, die für jüdische; Bedürfnisse m