Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 72 (1928)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Neue Funde zu Midrasch und Aggada
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 511 (sequence 6)
- Language
- German
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511 XXXVII. ברייתא דמלאהת המשכן בנוסח חדש. Nach einer Handschrift dos Dropsie College, die vielfach zur Berichtigung der Ausgabe von Friedmann dient. XXXVIII. קצור הגדות הירושלמי. Ergänzung zu Ginzbergs früheren שרידי ירושלנזי, deren Fortsetzung uns hier (S. 387, 430) zugesagt wird, — mit trefflichen Varianten. XXXIX, XL, XLI. שלשה שרידי הירושלמי. Parallelen zu Jer. Berachot, Sabbat, Pessachim. Hiermit schließt die Reihe der veröffentlichten Texte. Nun folgt eine breit und tief angelegte Untersuchung über Tanchuma-Jelammedenu. G. glaubt auf Grund der vorhergehenden Arbeiten sowie seiner eigenen Funde und Forschungen folgende Sätze aufstellen zu können: 1. Tanchuma und Jelammedenu sind zwei ganz verschiedene Werke. 2. Im eigentlichen Jelammedenu. wird der Amoräer R. Tanchuma niemals genannt. 3. Jelammedenu sowie Tanchuma beginnt mit einem halachischen Satz. 4. Ur-Jelammedenu ist in reinem Hebräisch abgefaßt wie die tannaitischen Midraschwerke. 5. Ur-Jelammedenu besteht aus knappen, bündigen kurzen Abschnitten von gleichmäßiger Ausdehnung. G. stellt 175 solche Abschnitte zusammen, — diese Zahl fällt nur zufällig annähernd mit der Zahl der Perikopen des dreijährigen Zyklus zusammen: Als Quelle für diese Abschnitte dienen: 1. ]Der längst (vor Bubex) gedruckte Tanchuma, sowie dessen mit Bubers Tanchuma übereinstimmende Stücke. 2. Bubers Tanchuma. 3. Aruch, Jalkut sowie andere Rischonim. 4. Pebarim Rabba und Zutta. 5. Pessikta Rabbati, — von der Buberschen Pessikta zieht G. bloß eine Piska heran (Nr. 194). Bemerkungen. Wir stehen nicht an, Ginzbergs Funde für die bedeutendsten Werte anzuerkennen, mit denen die Aggada und deren Wissenschaft seit Jahrzehnten bereichert wurde. Man muß bis zur Auffindung des Midrasch haggadol, bis Bubers Tanchuma oder Pessikta zurückgreifen, um dem Meisterwerke Ginzbergs etwas Ebenbürtiges an die Seite zu setzen. Bei derartigen Entdeckungen läuft jedoch der Entdecker Gefahr, Alter und Bedeutung des Entdeckten zu überschätzen. Dieser Versuchung sind unsere verdienstvollsten Herausgeber, ein Buber, ein Gaster, mehr als einmal erlegen. Ihr kann selbst ein so kritisch geschulter Forscher wie 'G. nicht ganz widerstehen. In zwei Fällen ist es mir klar, daß G. Texte als Unica darstellt, deren Parallelen bereits veröffentlicht sind, G. jedoch entgangen zu sein scheinen. So findet sich für sein köstliches Stück XXVII דרשה על כתובים המכחישים זה את זד, auch bei Wertheimer בתי מדרשות iv (Jerusalem 1897) 1—א ein מדרש שני כתובים, der wohl an Inhalt und Bedeutung der דרשה G.s nicht nahe kommt, doch ebenfalls widersprechende Bibelverse ausgleicht und auch einen Anlauf nimmt, die Widerspruchslosigkeit der Schrift gegen Ketzer und Heiden zu behaupten. — im xxxi. stück gibt g. eine הגדה על אשה אחת מנשי בני הנביאים und erklärt, er kenne nichts Aehnliches. Nun aber ist Aehnliches bereits in Berliner-Hoffmanns אוצר פזוב I (Berlin 1878) 14 veröffentlicht und in Eisenstein, 145 ,144 אוצר המדרשים nachgedruckt, Allerdings steht G.s Text wieder hoch über dem bereits