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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · Heft 5 · p. Seite 510

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
72 (1928)
Issue
Heft 5
Article
Neue Funde zu Midrasch und Aggada
Date
1928-01-01
Page
Seite 510 (sequence 5)
Language
German
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510 heißungen des großen Trösters zu versöhnen. Gott fordert von Jesaja, er müsse die Wunden heilen, die er geschlagen, — ja sogar, er müsse schon zuvor jene Wunden heilen, welche einst Jeremia schlagen wird. Derart wird die düstere Verkündigung Jeremias gegen die herrlichen Tröstungen im Buche Jesaja gestellt. XXVIII. שאלות על מקומות קשים שבתורת משה. Gegenstück zu Chajuwai Albalchis 200 Einwendungen gegen die Schrift, auch zu dem Anonymus bei Schechter J QR XIII 845. Doch unser Genizahstück zeichnet sich dadurch aus, daß es beim Nachweis der Schwierigkeiten in der biblischen Erzählung stets nur von Verehrung für die Schrift bewegt wird. Bezeichnenderweise klingt unser Bruchstück in einem Schmerzensruf aus: das Volk stand um Moses vom Morgen bis Abend (Exod 1813), er aß nicht, er trank nicht, forschte nicht תורתו אימתי נעשת זו אינו צריך פירוש? wann wurde dann die Thora geschaffen? Bedarf derartiges nicht der Erklärung? XXIX• לקוטי סדר אליהי זוטא. Das wichtigste Stück schildert die Begegnung Akibas mit dem Toten, der einherrennt, um das Holz zu seiner Verbrennung zu sammeln; Akiba beschneidet den nachgeborenen Sohn des Verdammten, lehrt ihn Gebete (noch nicht Kaddisch, — sondern ביבי); der Verdammte wird erlöst. G. bietet eine förmliche Monographie über den Gegenstand. XXX. מדרש לקת טוב על הקרובה הקלירית זכור איכה אנו. Eine Erklärung des זכור איבה אבי Kalirs. G. weist nach, die Erklärung stamme von Tobia b. Eliezer, dem Verfasser des Lekach Tob; die Stellen aus dem Talmud in der Fassung des Lekach Tob angeführt, die Bibelstellen ungenau wie auch sonst bei Tobia b. Eliezer; zur Erklärung des Hebräischen dient als Glosse das Griechische. Hier haben wir die älteste Pijjuterklärung, überaus zutreffend, verständnisvoller als die späteren Deutungen (z. B. von י(קמחא דאבישונא — sie hat auch treffliche Lese arten bewahrt. . XXXI. הגדה על אשד. אחת מנשי בני ד‘,נביאים, תשובה לד,גאון ר׳ שמואל בן חסני על אשת בעלת אוב, מאמר מקובץ תהלים לר' זכאי. Die Prophetenwitwe (II Kön 4r7) war die Witwe Obadjas, sie hatte mit den andern Propheten auch Elischa vor Achabs Wut geschützt. Während der Hungersnot hatte sie ein Krüglein Oel behalten, um ihre Kinder zu salben. In diesem Krüglein läßt Elischa das Oel wie eine Säule stehen, darum heißt es ויעמד השמן (Vers 6). Die Witwe erhält sich davon, läßt aber auch die Nachbarn genießen, — nicht wie die ,Witwe von Sarepta, deren Sohn wegen der Mißgunst seiner Mutter sterben mußte. Samuel ben Chofni wurde über die Zaubererin von Endor befragt. In seinem Sendschreiben, das uns G. sowohl im arabischen Original als auch in hebräischer Uebersetzung bietet, erklärt der Gaon, es sei unmöglich, daß die Zaubererin wirklich Samuel her auf beschworen hätte. Sie hat alles nur dem erschöpften Saul vorgespiegelt. R. Zakkai behandelt in einer ebenfalls arabischen Untersuchung die Bedeutung des 145. Psalmes, den wir täglich dreimal beten. Es ist eben der 7. in der Reihe der alphabetischen Psalmen. XXXII. חזיון על המלחמה האחרונה. Ein Stück spätmittelalterlicher Apokalyptik. Israels Erlöser kommt, wenn das abgefallene Antiochien Frieden macht, wenn Tiberias (מעדה), Samaria, Akko, Galilea Gnade finden, wenn in Akkos Gefilden Christen und Muslime Zusammenstößen, daß die Rosse im Blut waten. — Unverkennbar spiegelt sich hier die Zeit der Kreuzzüge. XXXIH. חזון דניאל. Byzantinische Apokalyptik. Daniel verkündet die Geschichte von Byzanz. Es ziehen an uns vorüber: Michael III, Basilius Basileus (Makedon), Leo der Weise (bedrängt durch Leo von Tripolis), Romanus. — Rom heißt £7 :אפטלופוןuic(X0cpo<;, Konstantinopel schon אסטמבולין Stambul, wie in türkischer Zeit. XXXIV, XXXV. מעשה ישו. Ueberaus bemerkenswerte Bruchstücke über Jesu (auch über Johannes den Täufer), in einem Aramäisch, dessen Gekünsteltheit G. mit sprachgeschichtlichem Scharfsinn eingehendst nachweist. XXXVI. מבלתא דר׳ שמעון. Reiche Aggada zum Gesang Mosis, entsprechend dem großem Teil der מסבתא דשירא jn den beiden Mechiltas.

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