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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · Heft 5 · p. Seite 508

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
72 (1928)
Issue
Heft 5
Article
Neue Funde zu Midrasch und Aggada
Date
1928-01-01
Page
Seite 508 (sequence 3)
Language
German
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508 Aelmliches im Tanchurna, doch nur unser Stück nennt den Urheber: Simon b. Lakisch. VIII. מדרש על פרשיות ויקרא צו ושמיני. Hochbedeutsam. Ein stück vom Sifra der Schule R. Ismaels, dem seit jeher nachgefahndet wird. Schon der Aufbau merkwürdig: Aggada, Halacha, Aggada. Ein Beispiel: Das Feuer, welches zur Zeit Moses vom Himmel auf den Altar herabstieg, loderte bis zum Bau des Tempels; das Feuer, welches Salomo herabflehte, verlischt erst, wie Manasse das vierköpfige Götzenbild im Heiligtume aufstellte. In Zukunft wird. Gott ein ewiger Feuerwall um Jerusalem (Zech 29). IX• מדרש על פרשיות בהר בחקתי. Das Gesetz, den Elenden aufzurichten, erfüllt Gott an Israel. Heben wir folgende Stelle hervor לעתיד לבוא בא גרמני ומחזיק בידו שלכושי וכושי בא ומחזיק בידו שלגרמני ונשלח ידו של זה על ידו שלזה והם באים ומשתחווים לפני ישראל. Germane und Neger wandeln Arm in Arm, einmütig huldigen sie Israel. X. מדרש על פרשת במדבר. Reich ausgeführter Vergleich zwischen Israel und dem Weinstock. Z. B. Wie der Wein bei jeder Mahlzeit zur Geltung kommt, so Israel unter jeder Herrschaft: Chan an ja, Mischaei, Azarja am babylonischen, Mordechai am persischen Hof, Simon der Gerechte vor Alexander dem Großen, I-Iillels Familie bei den Römern. XX• מהדורה חדשה על התנחומא על במדבר, פרשת שלח. Auslegung über Kundschafter, über den Preis des Heiligen Landes. G. hält sie für älter als ihre Parallelen. XII• מדרש על ספר דברים, פרשת ואתחנן, Vortrag über Ninives beuchlerische Bekehrung, über Nebukadnezars Erniedrigung, über die Jünglinge im Feuerofen. G. schwankt, ob hier ein Midrasch zum 34. Psalm oder ein Tanchuma zu ואתהבן vorliegt. * xni—XVI. מהדורות ח־שית של התנחומא על ספר דברים, פרשות ואתחנן, שפטים. Debarim R. ist längst als Tanchuma-Midrasch erkannt. G. bringt hier ein Stück über Zufluchtsstätten. Moses wird bei seinem unvorsätzlichen Mord — wie er den Aegypter durch שם המפורש tötet — von Sehnsucht nach einer solchen Zufluchtstätte erfaßt. Preis der Buße, durch welche selbst frühere Missetaten als Verdienste eingeschätzt werden. In den zahlreichen griechischen Wörtern, in der aramäischen Fassung eines Abschnittes, den Debarim R. hebräisch gibt, sieht G. mit Recht Anzeichen hohen Alters. Wie kraftvoll z. B. die Drohung Dathans oder Abirams מבקש אתה שנודיעך קיסי עריסתו ,,wünschst du, daß wir verraten, aus welchem Holze deine Wiege geschnitzt worden?“ (S. 14). XIV. Spätes Stück über שמע. XV. Aggada über שמע, ברוך שם כבוד מלכותו: wie Israel Gott und wie Gott Israel verherrlicht. Gleichnis von einem König, der seine Gefangenen belauschen läßt und dabei erspäht, daß sie selbst im Gefängnis sein Lob künden; so preist auch Israel, mitten in schwerster Prüfung, seinen Gott. XVI. Ursprüngliche Tanchuma-Fassung zu שפטים mit Gideon- und Samuel-Midrasch. Samuel opfert fürs Volk aus dem Eigenen, bereist Israels Städte auf seinem eigenen Esel. XVII. מדרש על ספר דברים, פרשיות עקב וראה. Dahinströmende Vorträge über מדה כנגד מדה. Diesem Stoff, der in der Mischna und Tossifta zu Sota und auch sonst mit Vorliebe behandelt wird, werden neue Seiten abgewonnen. Gebote und ihr Lohn. Israels (Abrahams, Mosis, Arons, Davids) Demut belohnt, heidnische Selbstüberhebung Nimrods, Pharaos, Sancheribs, Nebukadnezars geahndet. Josuas und Mosis Laufbahn, Verdienste und Lohn werden in zutreffende Parallele gesetzt, ähnlich wie durch die heutige Bibelwissenschaft. — Fluch und Segen: bei jedem Stamme wird begründet, wodurch er zum Segen oder wodurch zum Fluch bestimmt war. — G. gibt zu, daß diese Seder Elijahuartig dahinströmende Beredsamkeit, der Hang zum Anonymen ein spätes Entstehungsalter verraten, trotzdem findet er (S. 159) auch Beziehungen zur Mechilta Debarim, zum Midrasch Tannaim. XVIH. מהדורה חדשה על מדרש משלי. Adam sündigt mit dem Ohr, Cham mit dem Auge, Moses mit dem Munde, Aron mit der Hand, — alle büßen es. Die einzelnen Tugenden des Biederweibes werden auf die Heldinnen des alten Israels gedeutet, ausführlicher als im Midrasch Mischle. — Rathscheba‘ er*

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